Ausschnitt aus dem Buch "Mein Leben mit Fridolin" Online Version unter: Buch: Fridolin

Festplatten einteilen und verwalten. Version 8.8 vom 5. 1. 2006

Große Festplatten und wenig Platz mit FAT 16.
Nun hat man eine große Festplatte und schon beginnt ein neuer Ärger, die 1,2 Gigabyte große Platte ist schon mit 800 Megabyte voll. Nur zwei Drittel des Platzes wurden ausgenutzt. Das liegt daran, dass das FAT Dateiverwaltungssystem zur wenig Sektoren verwalten kann.. Wollte man mit der kleinsten ansprechbaren Einheit arbeiten, so dürfte die Partition nur 512 Byte mal 65536 also 32MByte groß gewählt werden. Bei einer 32MByte bis zu 64MByte großen Partition werden folglich zwei Sektoren zu einem Cluster zusammengefasst usw.

Das Fat Dateisystem: Da ein Cluster nicht mehr als 64 Sektoren enthalten kann, ist im FAT 16 Dateiverwaltungssystem die größte verwaltbare Platte (in einer Partition) 2,1 Gigabyte groß. 
Das FAT 32 Dateisystem enthält 8 bis 64 Sektoren per Cluster und kann daher Festplatten bis über32 GigaByte verwalten.
Angemerkt werden muss das andere Betriebssystem, wie UNIX , OS/2 und Windows NT mit anderen Dateiverwaltungssystemen arbeiten und diese Beschränkungen daher nicht kennen.
Mit der FAT32, die bei neuen Systemen mit Windows 95B geliefert wird und bei Windows 98 sind diese Cluster - Probleme ebenfalls nicht mehr vorhanden.

Eine detaillierte Tabelle finden Sie hier. Festplatten installieren.

Es gibt auch ein Programm "Partition Magic" von PowerQuest (ca. Euro  60,--), das Partition sichert, erstellt und verschieb. Damit ist das Erhalten vorhandener Daten möglich. Trotzdem ist immer vor derartigen Operationen eine Datensicherung angesagt. denn auch das sicherste Programm führt bei Stromausfall oder Rechnerabsturz während der Verarbeitung zu einem vollständigen Datenverlust.
Die Version ab 4.0 enthält Lizenzausgaben des Os/2 Bootmanager und den Applikationen Manager von Microhelp. Es kann auch NT, OS/2 und FAT32 Partition bearbeiten und Applikation von einer Partition auf eine andere schieben. Es wandelt auch FAT32 in FAT Partition um. Ein weiteres Programm, das Partition verändert ist Fix-id von Quarterdeck.

Eine gute Ersatzlösung für Windows 95/98
Das Plus- Pack von Windows 95 und Win98 enthält DriveSpace 3 . Dieses erlaubt mit, aber auch ohne, Datenkompression (und damit Geschwindigkeitsverlust) Platz zu sparen indem bis zu 512 MB große virtuelle Speichereinheiten erstellt werden
Das Dateisystem arbeitet dabei mit virtuellen 32 KB Clustern von denen nur dem tatsächlich belegten Teil auch Sektoren zugewiesen werden.. Damit ist nicht nur eine effektive Platzverwaltung sondern auch eine nachträgliche Partitionierung und Aufteilung möglich. Da dann eine Festplatte einer Datei entspricht, ist aber auch das Verlustrisiko größer und eine Datensicherung unbedingt zu empfehlen.
Eine Ersatzlösung für alle anderen Windows.
Bei Platzmangel sollte man von einer allgemeinen Komprimierung absehen, die Komprimierung von wenig benutzten Verzeichnissen kann jedoch sehr hilfreich sein.

Performance Überlegungen bei der Patitionierung
Partition werden meist von außen nach innen eingerichtet. Da sich der äußere Teil der Festplatte schneller dreht als der innere, ist die erste die leistungsstärkste Partition. Dies sollte man bei der Planung der Belegung berücksichtigen.

Partition einrichten mit Windows XP:

Partition einrichten
Das DOS Programm FDISK richtet die Partition ein. Besser und einfacher zu bedienen ist jedoch der Diskmanager (DM.EXE) von Ontrack, der vielen Festplatten beiliegt.
Berücksichtigen muss man , dass jede Veränderung der Aufteilung mit einen dieser Programme den Verlust aller Daten bedeutet. Das Programm PartitionMagic allerdings kann dies ohne Datenverlust.

Der Arbeitsablauf mit FDISK ist der folgende (Beispiel 2 GB Festplatte mit 4 Partition mit 500MB):

Rechner mit Boot- Diskette auf der FDISK enthalten ist booten. FDISK aufrufen und "Lösche alle Partition" wählen. Alle Löschmöglichkeiten, die das Programm bietet, durchgehen. Bei Fehleingaben und nicht vorhandenen Löschmöglichkeiten erfolgt ein Hinweis durch FDISK.
Danach neu booten.
Primäre DOS Partition erstellen, Größe 500 MB eingeben. Wird Laufwerk C:
als aktive Partition markieren,
Erweiterte Partition für die volle Restmenge (1.500MB) erstellen.
Logisches Laufwerk D: 500 MB erstellen
Logisches Laufwerk E: 500 MB erstellen
Logisches Laufwerk F: 500 MB erstellen
Fdisk mit Escape verlassen.
Rechner neu booten, Einteilung mit CHKDSK überprüfen.

Auf mehreren Festplatten eine Partition einrichten.
Eigentlich wird für mehrere Festplatten nur eine Primäre Partition benötigt, die weiteren Festplatten nur mit Erweiterten Partition einzurichten, könnte den Vorteil bieten, dass die Laufwerk- Buchstaben hintereinander liegen, führt aber oft zu Problemen. Zur Sicherheit empfiehlt sich die erste und zweite Festplatte mit je einer Primären Partition einzurichten und die Primäre Partition auf C: zu aktivieren. In diesem Fall wird die Primäre Partition auf Festplatte 1 (0) zu C:, die Primäre Partition auf Festplatte 2 (1) zu D:, dann folgt die Erweiterte Partition mit E: usw. Das hat den Vorteil, dass das Booten von beiden Festplatte erleichtert wird.

Die Festplatten- Transferrate (Pio- Modi für EIDE)
Der Pio- Modus; DMA Modus oder ATA  legent die Transferrate zwischen Festplatte und Controller fest. Dieser wird im Setup des Rechners eingestellt, daher bestimmt die Platte mit dem niedrigsten Pio-Modus, weitgehend, die Festplattengeschwindigkeit, da der höchstmögliche Modus unter Berücksichtigung alle Festplatten eingestellt werden sollte.
Besser ist es, wenn das Bios es erlaubt, DMA Modus einzustellen.
Grundsätzlich sollten an einem Strang möglichst gleich schnelle Festplatten und andere Laufwerke verwendet werden, ist nur eine Festplatte und zum Beispiel eine CD-ROM vorhanden so ist es sinnvoll beide an je einem Strang als Master anzuschiessen.

Pio -0 Standard IDE. DMA 0

4,1 MB /Sekunde

PIO-2

8,3 MB /Sekunde

PIO-3 (fast ATA) DMA 1

13,3 MB/Sekunde

Pio 4 (fast ATA-2) DMA 2

16,6 MB/Sekunde

Pio 5/6   Ultra DMA 1

27 MB/Sekunde

Ultra DMA 2

33,33 MB/Sekunde

Ultra ATA/66

66,66 MB/Sekunde

Ultra ATA/100  ATA 133

100/133 MB/Sekunde

Serial ATA

150 MB/Sekunde /  300 MB/Secunde

Beim Festplattenkauf sollte neben dem Modus auch die Umdrehungsgeschwindigkeit und die interne Datentransferrate eine Rolle spielen. 
Beachten Sie aber auch, dass Festplatten- Adapter nicht aufwärts kompatibel sind und neue Festplatten oft nicht abwärts kompatibel, insbesondere, wenn sie mit einem Cache ausgerüstet sind.

Die LOW-LEVEL Formatierung
sollte nur mit Vorsicht angewandt werden, ältere Festplatten unter 504 MB können durch sie zerstört worden.  Als Ersatz sollte vor einer Low Level Formatierung, das formatieren mit format /u  getestet werden. 

Hinweise für große Festplatten ab 60 GB.
Obwohl es generell vorteilhaft ist Festplatten durch mehrere, nicht zu kleine Partition, einzuteilen ist dies Einteilung bei Festplatten über 100 GB  ein Muss, weil  Partition über 100 GB meist nicht verarbeitet werden können. Die Erste und schnellte Partition sollte immer eine primäre Partition von etwa 20 GB für das Betriebssystem sein, die weiteren Partition dann erweiterte mit Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens.
Mehrerer Betriebssysteme  auf einem Rechner.
Bei mehreren Betriebssystemen ist zu empfehlen die erste primäre Partition mit 500MB bis 1GB recht klein zu halten und jedes Betriebssystem  in eine gesonderte Partition von mindestens 10 GB zu installieren. Die Installations- Reihenfolge  wir durch das Alter der Betriebssysteme bestimmt. Das älteste zu erst. Also zu Beispiel zuerst Windows98 und Windows XP installieren.
Mehrere Festplatten und Linux.
Soll Linux als weiteres Betriebssystem installiert werden, so ist dafür eine extra Festplatte ab 10GB  zu empfehlen. Dabei ist darauf  zu achten dass die erste Partition der zweiten Festplatte immer D wird usw.
Nach diesen Primären Partition der einzelnen Festplatten folgen in der Reihenfolge der Festplatten die erweiterten Partition. Drei Festplatten mit einer ersten Primären Partition und 2 erweiterten Partition sehen daher wie folgt aus:
C, F,G
D, H,I
E, J,K.
Daran sollte man bei der Laufwerkbuchstaben -Zuweisung achten. 

Hinweise für große Festplatten ab 100 GB.
Bei modernen Rechnern und Festplatten zur Zeit (2005) bis 500 GB ist zumindest in 32 Bit Systemen die Patitiongröße auf 136 GB beschränkt. Es wird empfohlen maximal Partition von 100 GB einzurichten zweckmäßig sind Partition zwischen 20 und 60 GB. Pro Festplatte können maximal 3 Primäre Partition und eine erweiterte Partition erstellt werden, in der erweiterten Partition sind beliebig viele Partition mit Laufwerkbuchstaben möglich.

Lesen sie auch hier mit welchen Programmen man Partition verwalten und verändern kann.

linie

Hilfe bei Problemen:
An- Aus Schalten: soll der Rechner ausgeschaltet werden oder anbleiben? 
Bios: Rechner Setup und Bios Einstellungen. Wie vorgehen, was ändern ?
Computer Einführung: Fridolin, ein Buch. Eine unterhaltsame Einführung in die PC-Anwendung.
Computer Grundausstattung: Was man für den Computer an sonstigen Programmen unbedingt braucht.
Computer Notfall: Probleme beseitigen und Problemen vorbeugen, mit vielen nützlichen Tabellen.
Computer Sicherheit: Viren, Firewall, Dialer und andere Sicherheits-Informationen.
Computer Umbau: Wie erweitert man einen PC und   Wann lohnt sich ein Umbau.
Datensicherung:Möglichkeiten, Vorgehensweisen, Datenträger behandeln, Daten retten.
Dateiendungen. Was sie bedeuten und kann man sie löschen.
Festplatten: Wie baut man eine weitere Festplatte ein,     Festplatten richtig verwalten,
                    SCSI einrichten und verwalten,     Raid für IDE Festplatten verwenden
PC Grundausstattung PC- Bestandteile, -Grundaustattung, -Anwendungen .
Plug- and- Play (Win9x) wie es funktioniert und wie man Probleme vermeidet.
Professioneller Service: regional gegliedertes Verzeichnis der PC-Hilfeleister.
Internet Informationen: Fragen und Antworten zur Internet Anwendung und Webseitengestaltung.
Win95/98/ME/2000/XP Ressourcen Wie verwalten, ändern und sichern. Hilfreiche Programme.
Win95/98 Tipps zahlreiche Tipps zur Anwendung und Installation.
Windows ME Einführung in Installation und Anwendung für Anwender mit Windows-Kenntnissen
Windows 2000. Einführung in Installation und Anwendung für Anwender mit Windows-Kenntnissen.
Windows XP installieren und Anwenden
Windows Starten und Beenden. Probleme lösen, die dabei auftreten. 
Windows Probleme beseitigen.  Insbesondere den schweren Ausnahmefehler.
Internet Informationen: Wissenswertes über das Internet und den Zugang in das Internet.

Hilfe finden Sie aber auch in den Foren auf meiner Homepage.

Dieses Manuskript wird bei neuen Erfahrungen ergänzt. 

Über Anregungen für die Ergänzung und Verbesserung freue ich mich, und danke allen, die es bereits getan haben.  

Bitte benachrichtigen Sie mich über fehlerhafte Links durch vorausgefüllte E-MAIL und ergänzen Sie bitte diese Mail möglichst durch hineinkopieren des Links.  Danke.

Zurück

linie

ã 2001,2002,2003,2004,2005,2006  Walter Scheffel.