Computerviren-Arten  Geändert am 10.Juni 2003

Die Viren-Arten

Bootviren
Boot-Viren sind die ältesten bekannten Computer-Viren. Sie nisten sich im Boot-Sektor oder Master-Boot-Record (MBR) einer Festplatte oder Diskette ein und speichern unter Umständen den ursprünglichen Code des Boot-Sektors in einem anderen Sektor. Der Virus wird aktiv und in den Speicher geladen,  wenn der Rechner von der Festplatte gebootet wird.  Danach lädt er den Original-Boot-Sektor, so dass eine Veränderung nicht festzustellen ist und infiziert  beim Herunterfahren des Rechners den Boot-Sektor aufs  Neue.
Bei diesen Bootviren ist besonders unangenehm, das vom Bios aus, alle im Rechner vorhanden Festplatten, Disketten oder Zip-Laufwerke und  später eingefügten Laufwerke infiziert werden. So kann es sein, dass nach erfolgreicher Virenbeseitigung durch das Einlegen einer Diskette, die nicht "gereinigt" wurde, der Virus sich erneut einnistet. 
Natürlich können im Code des Virus auch Schadroutinen sein, die bei bestimmten Anlässen Aktionen ausführen, die dem Anwender schaden.
Eine Entfernung ist mit Antiviren-Programmen nur möglich, wenn von einem schreibgeschützten noch nicht infiziertem Datenträger gebootet wird, oder wenn eine Virenbeseitigung über das Internet erfolgt.

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Dateiviren
Dateiviren hängen sich an ausführbare Dateien (*.exe,*.com u.a.) an, die sich auf der Festplatte oder anderen Datenträgern befinden. Dies Programme werden so durch den Virus erweitert. Es kann aber auch sein, dass die Datei ganz oder teilweise überschieben wird. Je nach dem ob sich der Virus am Ende oder in der Datei befindet, ist die Virus Entfernung schwieriger bis unmöglich ohne die Datei zu löschen.
Der Virus wird aktiv, wenn die infizierte Datei gestartet wird . Schadensroutinen, der verschiedenstes Art, wie das Senden von Mitteilungen, Löschen von bestimmten Dateien oder das Formatieren von Festplatten werden ausgeführt.
Wie bei Bootviren kann auch über den Speicher einer Infizierung weiterer Dateien erfolgen.
Datei-Viren sind sehr weit verbreitet. Eine Beseitigung ist mit Anti-Viren-Programmen möglich. Nach der Säuberung sollte der Rechner neu gestartet werden. Sehr weit fortgeschrittene Viren infizieren jedoch als ersten  die Anti-Viren-Programme oder setzen diese außer Betrieb. Bei Ihnen sollte die Beseitigung wie bei Bootviren erfolgen.

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Makro-Viren
Eine Voraussetzung für die Aktivitäten der Makro-Viren sind Makrofähige Daten-Dateien.. Die Virenhersteller habe sich natürlich auf die am stärksten verbreiteten  Office-Programme Word und Excel zuerst gestürzt. Für die Erstellung kann man WordBasic verwendet, was  es für Jeden leicht macht Viren zu erstellen. Dies hat  zu der starke Verbreitung der Makro-Viren beigetragen.
Makro Viren können die unterschiedlichten Aktionen ausführen. Autostart-Makros werden zum Beispiel beim Öffnen des Dokumentes ausgeführt andere werden bei verschiedenen Funktionen oder Anwender Aktivitäten aktiv. Bei Word werden Makro-Viren vorzugsweise in der normal.dot gespeichert und ist so bei allen geöffnete Word Dateien aktiv. Die Verwendung nicht Makrofähiger Formate wie RTF für die Versendung kann das Problem  vermeiden.
Vergleichsweise wenige Makro-Viren sind aggressiv. Der größte  Schaden entsteht durch den Reinigungsaufwand für groß Dateisammlungen.
Bei Word ist eine schnelle Beseitigung durch Löschen der normal.dot möglich, wodurch natürlich auch die "guten" Makros verloren gehen. Eine Wiederherstellung aus einer - noch nicht verseuchten- Sicherung ist daher vorzuziehen.

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Script-Viren
Script-Viren finden sich in allen Datei die Scripte enthalten können,  so zum Beispiel Java-Scripte in Html-Dateien.
Visual Basic Script können sich ebenfalls in Html-Dateien  verstecken. Alle Script-Dateien verbreiten sich dadurch dass sie weitre Html-Dateien suchen und finden und diese ebenfalls infizieren.
Werden diese Dateien geladen verbreitet sich der Virus auf andere Rechner in gleicher Weise. Es werden unterschiedlich Schadensoperationen dann sofort oder zu bestimmten Terminen ausgeführt. Die Verbreitung ist noch gering. Anti-Viren-Programme erkennen und beseitigen Sript-Viren.

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WAP-Viren
sind erst in Zukunft möglich, wenn WML  (Wireless Markup Language)  weit verbreitet ist und nicht nur ein Empfange sonder auch eine Programmausführung. möglich wird. Die schon heute darüber geführte Diskussion lässt erkenne, dass diese Viren kommen werden.

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Polymorphe Viren
Polymorphen Viren verändern,  in bestimmten Abständen, zum Beispiel bei jeder Neuinfektion, ihr Aussehen und auch oft die Aktivitäten durch Manipulation ihres Programmcodes. Da diese Viren schwierig zu programmieren sind, sind sie seltener. Die Herstelle von Anti-Viren-Programmen  versuchen auch diesen Viren Herr zu werden.

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Würmer
Ein Wurm wird - insbesondere in den Medien - oftmals mit einem Virus verwechselt. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Gattung in letzter Zeit war der Wurm "CODE.RED". Ein Wurm verfügt über keinerlei Schadenroutine für den Wirtrechner auf dem er sich einnistet. Der Sinn eines Wurms ist z.B. – wie bei CODE.RED - der gezielte Angriff auf einen Internet-Server durch millionenfache gleichzeitige Anfragen.
Diesen Angriff nennt man "Denial Of Service" oder kurz "DOS"-Attacke. Ein Wurm nistet sich also in Phase 1 in Millionen Rechnern weltweit ein und schlummert vor sich hin, ohne Böses zu tun. Dabei läuft in jedem einzelnen befallenen Rechner ein Count Down. Zur Stunde "X" werden alle befallenen Rechner, die online sind aktiv und rufen einen bestimmten Server (z.B. www.microsoft.com...) auf. Durch diese konzertierte Aktion mehrere hunderttausend Rechner oder mehr geht der Server gnadenlos in die Knie und ist für geraume Zeit nicht mehr erreichbar.
Der Wurm hat - anders als ein Virus - eine überaus effektive Methode der Verbreitung. Er versendet sich selbst an alle Mailadressen aus einem gefundenen Adressbuch oder auch an die Adressen aller unbeantworteten E-Mails. Auf diese Weise dauert es nur einige, wenige Stunden, bis sich ein Wurm weltweit millionenfach verbreitet! ( Tunarus  *)
In zunehmende Maße habe jedoch die "Würmer" und "Viren" zu gemeinsamen Aktionen gefunden, das heißt Würmer enthalten nun alle Arten von Schadensroutinen der Virenarten und verbreiten sich durch  durch immer raffiniertere  Methoden der E-Mail Gewinnung, dem Ausschalten von  Anti-Viren-Programmen und bessere Tarnung durch Absender-Adressen immer schneller und richten zunehmend Schäden an. In der letzen Zeit bekannt gewordene Vortreter diese neuen Generation sind: Bugbear. A, B und C. Fizzer-A und Klez-H .

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Rechner Angriffe:

Trojanische Pferde
Wie der Name schon sagt, bewirkt das Programm (auch) etwas anderes als es vermeintlich bewirken soll, ein trojanisches Pferd eben (ich brauche Ihnen die alte griechische Sage um den Fall Trojas vermutlich nicht vermitteln). Ein bekannter Vertreter, der von Trojanern gern in Ihren Rechner eingeschleust wird, ist z.B. der so genannte "BackDoorOrific". Durch dieses Programm wird einem Angreifer ein Online-Port geöffnet, über den sich Ihr Rechner "fernwarten" lässt. Damit kann ein Fremder über eine Internet-Verbindung auf Ihrem Rechner jedes gewünschte Programm ausführen. Das merken Sie erst dann, wenn es zu spät ist... ( Tunarus  *)

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Backdoors
Wie die Trojaner sollen Backdoors  Systemschwachstellen (Hintertüren)  öffnen, damit der Angreifer direkten Zugriff auf den Rechner des Opfers hat.. Schaden entsteht durch diese Dateien nicht. Ihr Zweck ist alleine dem Hacker Zugang zu verschaffen.
Backdoors sind nicht stark verbreitet, weil in der Regel ein Hacker einen Backdoor an einen oder mehrere bestimmte Rechner sendet. Ein Schutz gegen diesen Angriff ist mit einem Firewall möglich.

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Logische Bomben
Die "Bombe" ist ein Programmteil, der in ein nützliches Programm eingebettet ist. Diese Programmteil enthält einen Auslöser und einer Schadensroutine, die vom Auslöser  bei einer bestimmten Aktion oder Datum ausgelöst wird.  Diese "Bomben" verbreiten sich langsam und meist nicht sehr weit. Sie ereichen aber, vor allen durch die Ausführung an einem bestimmten Datum eine große Aufmerksamkeit. Sie werden von Anti-Viren-Programmen erkannt und beseitigt.

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Synthesen oder Kombinationen:

Immer wenn verschiedene Typen dieser "MalWare" (so nennt man Software, die das Ziel hat, Schaden anzurichten...) zusammenkommen und sog. "Synthesen" bilden, wird es kritisch. Ein aktuelles Beispiel haben wir mit der Synthese "NimDa32". Dabei handelt es sich in erster Linie um einen Wurm, der mit seinem Hang zur raschen Verbreitung an sich schon schädlich genug wäre. Dummerweise bringt dieser Wurm auch noch ein Virus mit, das u.a. verschiedene Dateien löscht und versucht die Festplatte zu formatieren.

Abwehrmaßnahmen:
Die meisten Vireninfektionen können mühelos mit einer gesunden Portion guten Menschenverstandes auch ohne Top – Virenscanner und Hochsicherheitstrakt – PC verhindert werden.
Beispiel „I-love-you.doc.vbs”:
Bei diesem Gesellen handelte es sich um eine Synthese zwischen einem Wurm (-> effektive Verbreitung über das Adressbuch von Outlook Express) und einem Visual Basic Script (-> Endung VBS). Dieses Script löschte u.a. Dateien mit einer bestimmten Endung (z.B. JPG - Bilder). Jetzt aber zum Thema "gesunder Menschenverstand": Wenn Ihnen ein Geschäftsfreund, mit dem Sie vielleicht noch nicht einmal beim „Du“ angekommen sind, eine Email mit dem Anhang „I-love-you“ schreibt, dann sollten Sie ihn vor dem Öffnen des Anhangs besser anrufen und fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat. :)
Zusammenfassend kann man folgende Regeln aufstellen:
1.) Nicht alles aufrufen ("doppelklicken") das man nicht vorher einwandfrei identifiziert hat und dessen vertauenswürdige Quelle zweifelsfrei feststeht. 
2.) Selbstdisziplin geht vor Neugier. Dateien, die Ihnen verdächtig erscheinen, sollten Sie im Zweifelsfall gnadenlos löschen ohne sie aufzurufen. 
3.) Systemsicherheit. Dazu gehört ein aktueller Virenscanner (unter >>aktuell<< versteht man im Allgemeinen höchstens wenige Tage alt, nach dem letzten Update!).  ( Tunarus  *)

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Falschmeldungen

Hoaxes
Ein Hoax ist eine sehr eindringliche Warnung vor einem vermeintlich sehr gefährlichen Virus, der anscheinend aus einer vertrauenswürdigen Quelle, wie z.B. support@aol.com oder webmaster@t-online.de oder ähnlichem stammt. Der HOAX hat keinerlei Schadenroutine und ist gänzlich ungefährlich.
Das Funktions-Prinzip eines solchen Hoax ist eigentlich relativ simpel. Aus lauter Angst vor einem gefährlich Virus mailen sich die Anwender - wie aufgefordert - eine Warnung zu. Im Schneeballprinzip wird dabei u.U. eine Netzlast erzeugt, die selbst sehr leistungsfähige, breitbandige Backbones von großen Providern wie AOL und T-Online ins Schwitzen bringt!
Wenn alle User 1 - 2 Dutzend Mails oder mehr schreiben (durchschnittlicher Umfang eines Adressbuches), dann kann der Server bei einigen Providern einpacken.
Wie erkennst man einen solchen HOAX?
-Ein Hoax kommt meist aus einer vermeintlich sehr seriösen Quelle.
-Ein Hoax enthält immer die eindringliche (...unbedingt...) Aufforderung allen Freunden eine Warnung zu mailen.
-Ein Hoax berichtet immer über unglaubliche Zerstörungswut des vermeintlichen Virus
Was macht man mit einer HOAX-Mail?
-Ganz leicht die drei "L" ...  löschen, lachen, Liedchen pfeifen ;-))
Vielleicht schreiben Sie dem vermeintlich gutmeinenden Freund, der Ihnen gehorsam diese Warnung zugesendet hat, einen Hinweis auf die Harmlosigkeit dieser Mail.  ( Tunarus  *)

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Böse Scherze

Allgemeines. 
Diese Programme, die nicht schädlich sind, aber trotzdem Benutzer zur Verzweiflung bringen können, werden überwiegend von Freunden oder Kollegen verbreitet, eine Virenartige Verbreitung ist denkbar, jedoch noch nicht bekannt geworden.  Zu den "Scherzen" gehören: Herabfallende Buchstabe, Größen Veränderung der Schrift, wackelnde Bildschirme oder Bildschirmteile, auftauchende Textzeilen, Bilder, Pop-Up-Fenster sowie die Erzeugung "komischer" Töne oder Geräusche. Natürlich auch in Kombination. Diese Programme gibt es auf CD-ROM zu kaufen und im Internet zu laden.  Da sie alle zu den "bösen Scherzen" gehören, verrate ich die Adressen nicht. Für die Beseitigung müssen im allgemeine  alle automatisch startenden Programme deaktiviert werden und durch einzeln  wieder  einschalten, der Störenfried ermittelt werden. Anti-Viren-Programme beschäftigen sich mit diesen Programmen , da sie nicht schaden meist nicht.

Witzprogramme
Diese Programme werden geschrieben um jemanden zu erschrecken zu ärgern oder auch zu erfreuen.. Sie sind nicht schädlich und vermehren sich auch nicht . Nach dem Start eines derartigen Programms fängt der Computer  an eine Melodie zu spielen, irgend etwas auf dem Bildschirm darzustellen oder etwas zu simulieren. Dabei sind  herunter fallende Buchstaben oder durch die Gegend rasende Mauspfeile die ärgerlichen Varianten. die auch mal Benutzer zur Verzweiflung bringen können. Etwas Überlegung, was habe ich gerade erhalten oder installiert befreit meist von dem Witzprogramm. 

Werbeprogramme
Diese sind eine Abart der Witzprogramme. Sie sind auch nicht schädlich und vermehren sich nicht.  Meist werden Sie durch Tauschprogramme für Musik und Videos verbreitet und senden eine Werbebotschaft an den überraschten Benutzer.

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Danksagung:
Die Anregung zur Erstellung der Viren Seiten erfolgte von Mario Linke http://webhouse-ml.de  die von Ihm damals übergeben Text bildeten das Grundgerüst der Seiten, die jedoch inzwischen überwiegend erneuert wurden.

* Tunarus hat verschiedene Beiträge für diese Seite zur Verfügung gestellt: http://www.stoeberbox.de 

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© 2002,2003,2004  Walter Scheffel

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