Ausschnitt aus dem Buch "Mein Leben mit Fridolin" Online Version unter: Buch: Fridolin |
Inhalt:
Einleitung
Ich kenne viele Computerbenutzer, die die Notwendigkeit der Datensicherung eingesehen, aber
sich niemals ernsthaft Datensicherung befasst haben, bis, ja bis eine der vielen
Möglichkeiten Daten zu verlieren eingetreten sind.
Die erste Festplatte gab ihren Geist auf und war nur mit hohen
Kosten wieder herzustellen.
Versehentlich wurde Etwas gelöscht, das mit viel Arbeit erstellt wurde,
eine Wiederherstellung war unmöglich.
Durch Viren wurde eine wichtige Datei beim Virus entfernen zerstört:
Es wurde versehentlich eine alte Version auf eine Neue kopiert.
Der Möglichkeiten für schmerzliche Verluste gibt es viele. Trotz dem werden die
Meisten erst durch Schaden
klug.
Aber es gibt auch Fehler und Unbedachtheiten im Umgang mit Festplatten, die zum Datenverlust führen können, darum handelt ein Abschnitt am Ende von den vermeidbaren Fehlern und den Möglichkeiten defekte Festplatten wiederherzustellen.
Ein weiter Gesichtspunkt ist die Lebensdauer von Festplatten, die mit "MTBF" (Mittlere Lebensdauer) mit 70.000 bis 100.000 Stunden angegeben wird, was einer Zeit von über 10 Jahren bei idealen Bedingungen entspricht. Es ist damit jedoch nicht auszuschließen, dass eine Festplatte nach 2 Jahren defekt wird. Eine eventuelle Garantie umfasst niemals die Daten.
Allgemeine Überlegungen
Was soll gesichert werden? Um das zu betrachten unterscheiden wir 2 große Gruppen. Programme, die gekauft werden und von denen man Disketten oder eine CD-ROM besitzt und Daten, die von uns selbst erstellt werden, wie zum Beispiel Briefe mit der Textverarbeitung und Tabellen mit der Tabellenkalkulation oder Datenbanken mit dem Datenbankprogramm.
Neuerdings muss wohl als dritte Gruppe, die aus dem Internet geladenen Dateien
beachtet werden.. Obwohl diese Dateien erneut geladen werden können, ist Vorsicht
angeraten. Das neu Laden kann schwierig sein, weil die Dateien durch Neue
ersetzt wurden oder durch Änderungen auf der Webseite nicht mehr vorhanden sind oder die Webseite nicht mehr besteht.. Nach der Installation
speichere ich daher die geladenen Dateien in einem weit untergliederten Verzeichnis
"Neu Programme".
Programme sichern:
Natürlich können wir sagen: " Da wir Programme auf Disketten und CD-ROM besitzen, brauchen wir sie nicht zu sichern". Das wäre aber nur die halbe Wahrheit. Denn nicht nur Betriebssysteme sonder auch viele Programme werden dem Rechner nach der Installation angepasst und erzeugen dabei Dateien, deren Verlust besonders schmerzlich wäre. Man denke an Registrierung, mühsam erarbeitete Funktionsparameter usw.
Ein Thema für sich sind die Dateien der Betriebssysteme von DOS mit Autoexec.bat und Config.Sys über die *.Ini und *.GRP Dateien von Windows bis zur Registry von WIN9x. Ein anderes Thema sind Programmergänzungen und Verbesserungen. Wird das Programm neu installiert, so müssen alle diese ebenfalls neu installiert werden, was einer guten Dokumentation und zusätzlichen Aufwand bedeutet.
Daten sichern:
Hier ist es ganz klar, der Source Code des Programmierers und die Daten der Buchhaltung oder der Artikel oder die Doktorarbeit stellen Werte dar, deren Verlust einer Katastrophe nahe kommt.
Also, alles spricht für eine regelmäßige Sicherung der wertvollen Daten.
Generelle Überlegungen zur Geräte- Auswahl.
Für moderne Computer etwa ab 1999 sind unbedingt,
externe USB-Geräte vorzuziehen, weil diese Computer unabhängig
eingesetzt werden können und bei einer völligen Neuinstallation die
einfachste Installation ermöglichen. Trotz der teilweise recht erheblichen
Preisunterschiede für externe Geräte sind die Vorteile sicher einleuchtend.
Speicherkapazität und Preise:
Da sich die Preise sehr schnell
verändern sind die folgenden Preise nur zur Übersicht zu verwenden: Stand 2003
in Euro.
Gerät: |
Kapazität |
Gerät |
Gerät |
Medium |
Bandlaufwerk DAT Streamer |
8 GB |
520.- |
|
5.90.-- |
Bandlaufwerk SCSI/UB |
8 GB |
300.-- |
420.-- |
22.-- |
CD-Brenner ATAPI |
800 MB |
50.-- |
150.-- |
0,50.-- |
DVD-Brenner ATAPI |
4,7 GB |
140.-- |
250.-- |
1,50 |
MO-Laufw. 1.3 GB |
1.3 GB |
370.-- |
400-- |
28.-- |
Zip Laufwerk 250 |
250 MB |
170.-- |
190.-- |
15.-- |
Wir wollen uns nun mit drei Gruppen von Sicherungsaktivitäten befassen, die Sicherung auf Disketten , Wechselfestplatten und andere Datenträger ohne spezielle Backup Programme und die Sicherung mit Streamern und spezielle Software sowie abschließend mit der Datensicherung auf Festplatten , CD-ROM und DVD.
Datensicherung auf Disketten oder Zip-Laufwerken. (siehe auch dort)
Diese kann sowohl als alleinige Sicherung, aber auch in noch größerem Maße, als ergänzende Sicherung von Bedeutung sein.
Auch auf diesem Sektor gibt es Programme, die uns eine gute Hilfe leisten können. Da sind an erster Stelle die Packer zu nennen, Programme die Dateien um 80-30% kleiner machen und wieder entpacken. Dabei gibt es Programme, die nützliche Zusatzfunktionen haben, wie zum Beispiel große Datenmengen auf mehrere Disketten zu speichern, Verzeichnisse mit zu speichern oder das Archivbit zu berücksichtigen (Einzelheiten unter Streamer) und manches mehr.
Als zweites wären Programme zu nennen, die das Speichern der aktuellen Betriebssystem-Dateien ermöglichen, die ebenfalls eine nützliche Hilfe sind.
Auf jeden Fall macht es Sinn eine derartige Sicherungsstrategie für den wichtigsten Teil der Daten zusätzlich zu haben. Aber wir schauen uns das später im Detail an.
Datensicherung mit Streamern
Bei dieser Datensicherung stehen die geringen Kosten der Speichermedien und die einfache Handhabung im Vordergrund. Alle Systeme mache sich eine Eigenschaft der FAT-Dateisysteme zu eigen, das Archivbit. Diese Archivbit wird vom System automatisch immer gesetzt, wenn eine Datei auf dem Datenträger gespeichert wird. Dieses Archivbit wird von dem Backup - Programm bei der Sicherung entfernt. Nach einer ersten Gesamtsicherung wird das, bei allen Dateien enthaltene, Archivbit entfernt. Es kann dann ein inkrementelles Zuwachs - Backup durchgeführt werden, das nur die geänderten Dateien umfasst, die ja wieder ein Archivbit haben. Der Vollständigkeit halber sei angeführt, dass einige Backup-Programme auch durch einen Vergleich des Datums und /oder der
Größe ein inkrementelles Zuwachs Backup durchführen.
Es gibt meist noch eine dritte Backup - Art, das Differenz Backup, bei dem wieder alle neue Dateien mit Archivbit gesichert werden, aber das Archivbit bleibt erhalten, so werden bei den nächsten Sicherungen die bereits vorher gesicherten Daten mitgesichert. Die Sicherungsbänder der ergänzenden Sicherung können immer wieder überschrieben werden, während sie bei inkrementeller Sicherung bis zur nächsten Gesamtsicherung aufbewahrt werden müssen.
Es gibt jedoch auch Programme, bei denen zwei ergänzenden Sicherungsarten nicht unterschieden werden, diese besitzen jedoch meist eine Möglichkeit das "Archivbit löschen" zu aktivieren oder zu deaktivieren. So können diese beiden Ergänzungsarten ebenfalls durchgeführt werden.
Die Kombination dieser Sicherungsmethoden ermöglicht Sicherungsstrategien, die wir später betrachten.
Die Streamer kann man hinsichtlich der Technik in zwei große Gruppen unterteilen::
Diskettenstreamer, die an den Diskettencontroller angeschlossen werden ( Leistung 3 MB Minute), zur Leistungssteigerung aber auch eigne Kontrollerkarten verwenden (6
MB/Minute). SCSI.-Streamer die mit höherer Leistungsfähigkeit im SCSI.-Bus (5-33 MB/Minute) vereinzelt gibt es auch EIDE Anschlüsse.
Eine Einteilung ist auch nach der Art der verwendeten Bänder möglich, allerdings werden nun durch die Travan Technologie zunehmen auch QIC Bänder (ein viertel Zoll, 6.35mm, breit) für SCSI. -Streamer verwendet, während mit QIC-40/80 diese längere Zeit den Disketten Streamern vorbehalten war. Für die SCSI. Streamer werden Dat.-Bänder (Digital-Audio-Tape) und große QIC Kassetten verwendet. Nach mir vorliegenden Erfahrungsberichten sind QIC Kassetten wesentlich robuster und unempfindlicher als Dat.-Kassetten.
Streamer verwenden und verwalten wie Festplatten.
Durch neue Software (Tapedisk, Smartstor, DeskTape) ist es möglich Streamerbänder, wie Wechselfestplatten zu handhaben und zu verwenden. Je es wird sogar der direkte Programmaufruf ermöglicht. Diese Software, die allerdings nur mit SCSI.-Streamern funktioniert erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Streamer, wie man sich leicht vorstellen kann.
Streamer Bänder richtig behandeln.
Die Lebensdauer von Streamerbändern beträgt 100 bis 150 Datensicherungen, allerdings gibt es kaum etwas schlimmeres als Sicherung auf beschädigte Bänder, von denen eine Wiederherstellung unmöglich ist. Kontrolle durch ein
probeweißes Restore und pflegliche Behandlung sollten daher selbstverständlich sein.
Nach dem Backup sollten die Bänder stets aus dem Laufwerk herausgenommen werden. Bänder sollten hochkant stehend in Archivboxen oder ihren Verpackungsboxen gelagert werden. Weder zu hohe noch zu niedrige Temperaturen oder direkte Sonneneinstrahlung sind günstig. Bei vom Arbeitsraum abweichenden Lagertemperaturen sollte den Bändern genügend Zeit eingeräumt werden um sich an die Temperatur anzupassen. Dass jeder Kontakt mit oder die Nähe von magnetischen Medien vermieden werden muss, sollte selbstverständlich sein
Die Sicherungsstrategie mit Streamern.
Fast alle Sicherungsstrategien beruhen auf einem abwechselnden Einsatz der Gesamtsicherung und der Zuwachssicherung. Für den kleinen Anwender kann die Strategie vielleicht so aussehen, dass er zunächst eine Gesamtsicherung auf einem Band durchführt und dann täglich auf das 2. Band eine Zuwachssicherung, bei der nur die geänderten Daten gesichert werden. Ist dies eine Woche geschehen, so erfolgt auf die 3. Kassette eine erneute Gesamtsicherung und auf die vierte neue Kassette die tägliche Zuwachssicherung, der Vorgang wird dann durch das Überspielen der ältesten Bänder (1. Gesamtsicherung) fortgesetzt. Also 4 Bänder überschlagend verwendet. Dabei sollte man aber auch daran denken, dass Bänder nicht unbeschränkt halten.
So hat man 14 Tage im ständigen Zugriff und kann so wohl die meisten der auftretenden Probleme beherrschen.. Nach diesem Schema kann man viele unterschiedliche Strategien mit zum Beispiel pro Tag eine Kassette, bis zur monatlichen Gesamtsicherung, gestalten. Wichtig bleibt in jedem Fall eine tägliche Zuwachssicherung. Denn nur damit können einzelne defekte oder verlorene Dateien aktuell wiederhergestellt werden.
Besondere Strategien für Einzelsicherung
Unterstellen wir nun einen Anwender, der einen längeren Artikel oder ein Buch schreibt, für diesen ist beinahe selbstverständlich , dass er diese Dateien zusätzlich auf Disketten oder einen anderen Datenträger (Wechselfestplatte) sichert. Das kann wiederum zum Beispiel einfach durch die Textverarbeitung und "Speichern unter" erfolgen. Es ist aber auch möglich diese Dateien durch ein Packprogramm, wie zum Beispiel WinZip, das sie auch in vielen Foren und im Internet finden, in einer gepackten Datei auf Datenträger zu speichern. Was nicht nur den Vorteil der Platzersparnis bringt, sondern auch in der Handhabung.. Es können beispielsweise schnell und einfach einzelne oder mehrere Dateien auf Festplatte zurück gespielt, oder eingefügt, oder erneuert oder gelöscht werden.
Das gleiche ist denkbar für Dateien, die nicht mehr aktuell benötigt werden und die so ausgelagert werden um die Festplatte zu entlasten, dass dazu auch Streamer verwendet werden können, muss erwähnt werden.
Die zusätzlich Sicherung der Dateien des Betriebssystems ist vor allem für die von Bedeutung, die gerne am System etwas verändern, während es für den Benutzer, der einen Rechner kauft und niemals verändert ohne Bedeutung ist. Bei diesem Thema müssen wir uns mit einer Reihe von Einzelproblemen beschäftigen.
DOS
Hier ist es noch einfach, denn es sind nur die Dateien Autoexec.bat und Config.Sys, und gegebenenfalls Dateien, die darin angefordert werden , die gesichert werden sollten. Das geschieht ohne Probleme mit einer Batch-Datei und eine HD Diskette, wird fast immer reichen. Zu denken ist aber auch daran, dass viele DOS-Anwendungsprogramme eine eingebaute Sicherungsfunktion haben mit der die Datendateien gesichert werden können. Diese sollte zusätzlich genutzt werden.
Die DOS-Programme für die Disketten und Streamer-Sicherung sind vielfältig vorhanden und ganz unproblematisch.
DOS, Startdiskette.
Wenn Sie das "alte" DOS verwenden so sollten Sie auf jeden Fall eine Startdiskette anfertigen: Formatieren sie eine HD Diskette mit Format /S ,dabei wird das System übertragen, anschließend werden die Dateien Autoexec.bat und Config.Sys auf die Diskette kopiert und dann editiert, alle Pfadanweisungen herausgenommen und die darin genannten Dateien auf die Diskette kopiert: Beispiel: Aus C:\DOS\DISPLAY. SYS wird DISPLAY. SYS und aus C:\DOS wird DISPLAY.SYS nach A: kopiert. So stellt man sicher, dass alle Funktionen mit der Startdiskette aktiviert werden.
Ferner sollten die wichtigsten DOS-Dateien wie FDISK, FORMAT, SYS ebenfalls auf diese Diskette kopiert werden.
Will man das spätere Zurückändern sparen und damit gleichzeitig eine Sicherungskopie bewahren, so kopiert man vor dem ändern. Autoexec.bat und Config.Sys mit einer anderen Dateiendung. Beispiel: Copy Autoexec.bat Autoexec.Alt und sichert die *.ALT Datei zusätzlich.. Dass eine ähnliche Diskette mit einem Antiviren Programm zur Grundausstattung gehört, sei hier erwähnt, obwohl es nicht direkt zur Datensicherung gehört.
Windows Programme allgemein
Windows Programme haben eine Schutzfunktion für aktive Programme, die auch verhindert, dass diese gesichert werden, gute Sicherungsprogramme fertigen eine Fehlerliste aus der man ersehen kann, welche Dateien nicht gesichert wurden. Diese muss man gegebenenfalls unter DOS zusätzlich sichern. Neuere Programme verwenden einen Trick. Sie kopieren diese Dateien in ein temporäres Verzeichnis und sichern sie von dort. Aber in jedem Fall sollte man die Fehlerliste prüfen und die nicht gesicherten Dateien, die besonders wichtig sind, manuell sichern.
Wichtig ist jedoch auch folgendes zu beachten:
Vor einer Datensicherung sollten alle Programm geschlossen werden. Werden Programme mit (Windows: LOAD, RUN in WIN.INI oder ab WIN95 über Autostart) geladen, so wird empfohlen: Windows 3.x :alle LOAD und RUN Einträge mit einem ; (Semikolon) davor ungültig zu machen und Windows neu zu starten.
Win95/98: neu zu starten und ab Erscheinen des Desktop-Hintergrundes die SHIFT Taste bis zum Ende des Bootvorganges gedrückt zu halten. Die in Autostart enthaltenen Programme, werden so nicht geladen.
Windows 3.x
Es gilt alles unter DOS gesagte. Zusätzlich wird empfohlen über eine Batch-Datei aus den Verzeichnissen WINDOWS und WINDOWS\SYSTEN die Dateien *.INI , *.GRP, *.SYS, *.CFG, *.DAT auf Diskette zu kopieren um nach einen Neuinstallation, die alte Ausführung wiederherstellen zu können.
Windows 95/98 ME, 2000 und XP.
Für WIN95/98 gelten eine Reihe von besonderen Gesichtspunkten, die durch vorhandene Hilfsprogramme und die langen Verzeichnis- und Dateinamen bedingt sind und die nachfolgend beschrieben werden.
ERU (Win95, in Win98 nicht enthalten, kann aber verwendet werden.)
Auf der WIN95 CD-ROM befindet sich unter OTHER\MISC\ERU ein vorzügliches Hilfsprogramm zum sichern und zurückschreiben der Systemdateien. Am Einfachsten ist das komplette ERU Verzeichnis auf Festplatte zu kopieren , dort, mit Rechtsklick>> "Verknüpfung erstellen", eine Verknüpfung zu erstellen und diese mit der Maus auf den Desktop zu ziehen.
Nach dem Anfertigen einer Systemdiskette, ruft man das Programm auf, Menü geführt werden die Systemdateien auf diese Diskette kopiert und das Programm ERD.EXE, das eine Wiederherstellung ermöglicht. Diese kann auch ganz einfach dadurch erfolgen, dass von dieser Diskette gebootet wird.
Bei längerer Anwendung können die System-Dateien so groß werden, dass diese nicht mehr auf eine Diskette passen. Man sieht dies durch Anklicken der "Customs" Taste. Dateien, die nicht mit einem Häkchen versehen sind, werden nicht mitgesichert.. Man kann das damit überbrücken, dass man in einem zweiten Lauf nur diese Dateien auf eine weitere Diskette sichert. Es gibt aber auch die Möglichkeit ein Festplattenverzeichnis zur Sicherung anzugeben und dieses Verzeichnis mit einem Packprogramm, wie WinZip; auf eine oder mehrere Disketten zu kopieren.
Die regelmäßige Systemsicherung sollte unabhängig von allem Anderen unbedingt erfolgen.
Sicherung der Registrierungsdaten
Vor jeder Änderung sollte man unbedingt die Registrierungsdaten sichern, das geht schnell und einfach so:
START >> Ausführen "REGEDIT" >> Registrierung >> Registrierungsdaten exportieren
>> Dateinamen eingeben (ohne Endung) >> Verzeichnis wählen>> Alles ankreuzen >>Speichern.
Zweckmäßiger Weise wird, da die Daten nicht auf Diskette passen, vorher ein Verzeichnis "Sicher" auf einer Festplatte angelegt und dieses ausgewählt. Mit Winzip oder anderen Packern können die Daten, dann so komprimiert werden, dass sie auf eine Diskette passen.
Zurückspielen ist ebenso einfach. Anstelle exportieren, importieren wählen und sinngemäß vorgehen. Der Vorgang wird am Ende bestätigt.
Mit diesen Option entsteht eine Datei, die nicht vom WIN95 benutzt und die so auch problemlos gesichert werden kann.
Die WIN95/98/ME Notfall - Diskette
Über Start >> Einstellungen >> Systemsteuerung
>> Software >> Startdiskette, hat man die Möglichkeit eine Startdiskette zu erstellen, was auch beim Setup angeboten wird. Diese Möglichkeit sollten Sie unbedingt nutzen und bei jeder wichtigen Systemänderung wiederholen, wie zum Beispiel Komprimierung von Laufwerken, Plus Installation. Für die Diskettenerstellung brauchen sie auch die CD-ROM, zu deren Einlegen Sie aufgefordert werden.
Die Notfall - Diskette ermöglicht das Booten (deutsch) von Diskette. Sie enthält ferner alle notwendigen Dateien wie SYS, FORMAT, FDISK, ATTRIB, REGEDIT, SCANDISK, DEBUG und UNINSTALL mit dem WIN95 entfernt werden kann.
Bei Win98 wird eine Ramdisk mit den Hilfsprogrammen angelegt und in Autoexec.bat und Config.sys sind universelle Routinen zur CD-ROM Erkennung eingearbeitet.
Achtung: falls Sie die Windows 95 CD-ROM ohne mitgelieferte Startdiskette besitzen, so können Sie von der Notfall - Diskette nicht auf die CD-ROM für eine Neuinstallation zugreifen. Binden Sie in diesem Fall die CD-ROM Treiber in die Config.Sys und Autoexec.bat ein und kopieren Sie die Treiber ebenfalls auf die Diskette. Falls Sie AUTOEXEC.DOS und CONFIG.DOS in C: haben finden sie dort die Treiber eingebunden.
Win98/ME Notfall – Diskette
Die unter Achtung genannten Einschränkungen gelten dort nicht, weil die Notfall – Diskette mit einem Bootmenü ausgestattet ist, das die gebräuchlichen CD-ROM Treiber einbindet und selbständig eine
RAM Disk mit den Hilfs- und Testprogrammen erstellt.
Windows 2000 und XP
Enthält ein sehr gutes Sicherungsprogramm, das auf Festplatten,
Wechsellaufwerke und Bandlaufwerke Systemdateien, Dateien, Verzeichnisse oder
Laufwerke sichert. Es ist jedoch zu beachten, dass dieses weder mit
Sicherungsdateien von NT noch von Windows 9x etwas anfangen kann. Einzelheiten
dazu in "Windows 2000 für Windows 98 Anwender" bzw . auf den
XP-Seiten..
Lange Dateinamen
Je nach dem welches Sicherungsprogramm man verwendet, werden lange Dateinamen nicht gesichert, was bei älteren oder DOS-Programmen immer der Fall ist, um dieses Problem zu überbrücken gibt es Programme die lange Dateinamen sichern und wiederherstellen.
Auf der WIN95 CD-ROM befindet sich unter ADMIN\APTOOLS\LFNBACK die LFNBK.EXE, mit der dies möglich ist. Das Programm ist allerdings recht umständlich zu
bedienen :Im Internet gibt es als DOSLFNBK.EXE
ab Version 1.2 in DOSLFNBK.ZIP ein Freeware Programm, das wesentlich einfacher zu bedienen ist.
Ist man nicht sicher, ob das eigenen Sicherungsprogramm lange Dateinamen sichert, so sollte man vor der Sicherung die langen Dateinamen mit einem dieser Programme sichern.
Ab Windows 2000 und XP sind lange Dateienamen kein Problem, trotzdem sollte man
von Ausnahmen abgesehen, möglichst kurze Verzeichnis- und Dateinamen ohne
deutsche Umlaute verwendeb.
Sicherung und Übertragung kompletter Laufwerke
Das Übertragen des kompletten Laufwerkes C: zu einem neuen (größeren) Laufwerk das später C: werden soll, ermöglicht TRANSX95. Diese Programm finden Sie als TANSX95.ZIP ebenfalls
im Internet.TRANSX95 enthält ebenfalls nützliche Backup Routinen, die in der englischen Anleitung genau beschrieben werden. Generell kann gesagt werden, dass Sektoren kopierende Programme gut zur Übertragung von Festplatten geeignet sind.
Inzwischen gibt es gute Kaufprogramme, die das Erstellen von Images (Bildern)
von kompletten Laufwerken erstellen und dabei Sektorenweise kopieren. Powerquest:
Drive Copy (60.--) und Norton Ghost (99.-) seien erwähnt und empfohlen.
Zusätzliche Überlegungen:
Was nützt ein Sicherungsprogramm, das nur unter WINDOWS oder nur unter WIN95/98,ME läuft, denn ist das System zusammen gebrochen, kann das Sicherungsprogramm nicht laufen. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit über die zusätzlichen Disketten oder CD-ROM, das System wiederherzustellen. Geht das nicht so bleibt die Möglichkeit eine einfache Ausführung des Betriebssystems über CD-ROM oder Disketten neu zu installieren, das Sicherungsprogramm zu installieren und dann die Sicherung mit der Option alle Dateien ersetzen zurück zu spielen. Gegebenenfalls muss mit ATTRIB C:\*.* -s-h-r vorher der Schreibschutz von den Systemdateien entfernt werden. Werden zusätzlich die empfohlenen Sicherungsdisketten verwendet, so gelingt die Wiederherstellung auf jeden Fall. Unter Win95/98 ist die Änderung der Attribute sehr einfach, das ganze Verzeichnis oder eine/mehrere Dateien auswählen, rechts anklicken und unter Eigenschaften an den Bezeichnungen wie "schreibgeschützt" ein Häkchen einsetzen oder entfernen.
Die empfohlenen Sicherungsdisketten sind auch die Voraussetzung für einen Systemrekonstruktion von Windows Systemen bei einer DOS-Sicherung.. Man kann dabei von folgender Voraussetzung ausgehen: Von der Startdiskette für das verwendete Betriebssystem mit SYS die Systemdateien übertragen oder mit FORMAT/ S. Dann die DOS Sicherung aufspielen und falls notwendig danach die lagen Dateinamen übertragen. Anschließend kann es erforderlich sein die Systemdateien ( ev. mit ATTRIB den Schreibschutz aufheben) zu übertragen, wenn diese ganz oder teilweise nicht DOS gesichert wurde.
Diese Überlegungen sind natürlich hinfällig, wenn CD-ROMs für die Sicherung
verwendet werden oder andere Laufwerke mit großen Fassungsvermögen und nicht
für Windows 2000.
Eine Überlegung zur generellen System-Organisation im Hinblick auf die Sicherung.
Obwohl dies nur mit Einschränkungen gilt
gehe ich davon aus, dass das Betriebsystem und alle Programme bei einem
Systemzusammenbuch neu installiert werden können. Über Einschränkungen dabei
spreche ich später. Unersetzbar sind jedoch alle Dateien, die ich
selbsterstellt habe. Dabei ist egal ob ich mit Word schreibe, mit Paintshop
male, Fotos und Filme bearbeite, Flowcharts zeichne, eine E-Mail Korrespondenz
führe, programmiere oder Internet-Seiten erstelle.
Ich habe daher bei mir
folgendes eingerichtet. Alle "Eigenen Dateien" befindenden sich auf
der Festplatte oder Partition E: Alle Kommunikationsprogramme auf
Festplatte oder Partition F:. Bei der Installation von Programmen achte ich
darauf, dass sie an richtiger Stelle gespeichert werden und dass sie so
eingerichtet werden, dass sie ihre Daten auf E: speichern.
Auf E: befinden sich auch die Verzeichnisse INFORMATIONEN und NEUE PROGRAMME. In
INFORMATIONEN speichere ich alle für mich wichtige Informationen aus dem
Internet und allen anderen Quellen. In NEUE PROGRAMME speichere ich alle UPDATE
und Programme die ich aus dem Internet erhalte und installiere. Nicht jedoch
Programme, die ich auf CD-ROM oder Diskette besitze.
Dieses Laufwerk sicher ich nun auf 3 Wegen. Verzeichnis in denen ich aktuell arbeite, sichere ich komplett täglich auf ZIP-Laufwerk durch kopieren auf eine ständig eingelegte DISK. Wöchentlich wird das Laufwerk auf einen zweiten, vernetzten Computer in der gleichen Konfiguration übertragen und monatlich auf eine CD-ROM kopiert. Damit habe ich eine tägliche aktuelle Sicherung, eine wöchentliches Duplikat und eine monatliche Verzeichnung der Änderungszustände.
Damit habe ich mit sehr geringen Aufwand eine komplette Sicherung aller eigenen Dateien und kann sofort, falls notwendig am zweiten Computer arbeiten. Aber auch den ersten Computer nach Neuinstallation des Betriebsystems, der Wichtigsten Programme, alle Update aus NEUE PROGRAMME relativ schnell wieder in Betrieb nehmen.
Bleibt noch die Frage warum ich zwei Rechner habe. Einmal weil ich lange Zeit als Sysop viele Programme testen musste und mir nicht meinen Arbeitscomputer dabei "verderben" wollte, weil der zweite Computer als "Abfallprodukt" bei einem Rechner Update entstand und ich nun die Rechner wechselseitig auf und umrüste, so dass ich stets eine "neuen" Arbeitscomputer und einen eine Generation zurückliegenden Backup-Rechner habe.
Eine Lösung für WIN95/98,ME, 2000 mit großem Änderungsanfall und großen Festplatten.
Gerade bei WIN95/98 ist die Beseitigung installierter Programme meist problematisch, die viele Programme zum deinstallieren, die jedoch auch meist nicht vollkommen sind, zeugen davon.
Der Vorschlag geht dahin die gesamte Festplatte (Partition) C: nur für das Betriebssystem zu reservieren und die komplette Festplatte in ein Verzeichnis einer anderen Festplatte oder Partition zu kopieren. Nennen wir sie E:\SICHER. Dies wird durch Sicherungsprogramme die Abbildungen erstellen und die Sektorweise kopieren erleichtert, da diese auch in Intervallen oder nach anderen Gesichtspunkten gesteuert, arbeiten.
So existiert das komplette Betriebssystem zweimal im Rechner. Werden nun probeweise Programme installiert, so erfolgt dies auf C:. Sollen diese Programme gelöscht werden, so wird E:\SICHER auf die gelöschte C: kopiert.
Soll eines oder sollen mehrere Programme behalten werden, so werden dies in ihre endgültige Position nun neu installiert und danach C: nach E:\SICHER kopiert.
So ist eine stets funktionierende Kopie der aktuellen Version des Betriebssystem in E:\SICHER und auf Fehler und Probleme kann man mit den Zurückspielen der funktionierenden Kopie antworten.
Diese Lösung ist insbesondere zu empfehlen, wenn öfters Shareware Programme und Testversionen geprüft werden. Das Kopieren von Festplatte auf Festplatte geht recht schnell und ist auch ohne spezielle Hilfsprogramme einfach und leicht auszuführen.
Eine einfache Platzersparnis kann man durch das Anlegen eines entsprechend großen komprimierten Laufwerkes erreichen, was aber heute mit großen Festplatten überholt ist.
Die ab Windows ME eingeführte Systemwiederherstellung kann diese Operation ersetzen. Es ist jedoch erforderlich, dass man sich mit den Möglichkeiten und der Konfiguration dieser Möglichkeit intensiv beschäftigt. Tut man dies so bietet die Systemwiederherstellung hervorragende Möglichkeiten. Beschäftigt man sich nicht rechtzeitig mit ihr, so ist eine ihrer tückischsten Eigenschaften, dass sie, wenn man sie braucht, nicht funktioniert.
Ein Vorschlag für Systeme mit geringem Anfall neuer Daten.
Wenn nur gelegentlich neue Daten anfallen, kann neben der Systemsicherung, folgender Weg beschritten werden. Es wird entweder ein Unterverzeichnis "Wichtig" oder "Neu" eingerichtet in dem alle neu erstellten Dateien, eventuell mit Unterverzeichnissen nach Programmart, gespeichert werden. Oder aber es wird innerhalb der Programme ein Verzeichnis "Neu" angelegt und die neuen Dateien dort gespeichert. In regelmäßigen Abständen werden die Dateien aus diesen Verzeichnissen auf einen Datenträger (Diskette, Wechselfestplatte usw.) kopiert und dann die Dateien in die "normalen" Verzeichnisse verschoben.
Übrigens, ich habe auf meinen Festplatten auch ein Verzeichnis "MIST" oder sogar "Mist0 bis MIST4. In diese Verzeichnis entpacke ich neue gepackte Dateien, Teste auf Viren, Teste und installiere von dort. Diese "MIST" Verzeichnisse lösche ich regelmäßig. So entstehen weniger vergessene Verzeichnisse.
Die Datensicherung auf Datenträger ist die wohl einfachste Art der Sicherung von der Auswertung her betrachtet. Vor allem weil ein einfacher, gezielter Zugriff auf einzelne Dateien möglich ist, ohne dass eine Abhängigkeit von Auswerteprogrammen besteht. Aber je nach Medium erfordert auch die Datensicherung auf Datenträger eine sorgfältige Überlegung und Planung.
Die Möglichkeit mit Programmen wie Norton Ghost oder Acronis TrueImage
Festplatten oder Partitionen komplett und gepackt in eine Datei zu speichern,
ist eine weitere Möglichkeiten der Sicherung, die oft angewandt wird, weil bei
Bedarf die komplette Wiederherstellung einer Festplatte oder Partition möglich
ist. Sie bietet sich insbesondere für Partitionen oder Festplatten mit
Betriebssystemen an. Die nach Neuinstallationen und deren Test neu
angefertigt werden sollten. Für die selbst erstellen Daten sind sie nicht
unbedingt zu empfehlen, da dort meist eine tägliche Sicherung angebracht ist.
Echte Wechselfestplatten und Zip- Laufwerke
Wegen der relativ geringen Kapazität bieten diese sich in erster Linie zur Sicherung der eigenen Daten, wie Dateien der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Graphik- und Soundprogramme an. Die Sicherung wird meist durch Kopieren erfolgen. Empfehlenswert ist jedoch in diesem Fall die Verwendung von Pack-Programmen. Diese bieten neben bis zu 80% Platzersparnis, auch das mit speichern der Verzeichnisse und eine einfache Wiederherstellung.
Für alle Fälle sollte man auch das Packprogramm selbst zusätzlich auf dem Datenträger speichern, damit in jedem Falle die Wiederherstellung möglich ist.
Bei dem nun 1 GB bis 5 GB fassenden Zip- bzw. Quest-Laufwerken von Iomega oder Syquest sind die Backupmöglichkeiten wesentlich verbessert und spezielle Backup Software wird angeboten.
Auswechselbare Festplatten
Die auswechselbaren Festplatten, deren Halterungen nicht für das häufige auswechseln gebaut sind, bieten trotzen eine sehr interessante Alternative. Ist der Rechner zum Beispiel mit 2 wechselbaren Festplatten ausgerüstet und haben diese, im ideal Fall, die gleiche Größe, so bieten sich verschiedene Möglichkeiten:
1.)Festplatte D: entnehmen, eine neue Festplatte einlegen und C: auf D: übertragen. So entsteht eine Sicherungsfestplatte, die jederzeit anstelle der Festplatte C: verwendet werden kann. Eine Sicherung vor der Installation neuer Programme, würde bei Fehlergebnissen eine sofortiges Zurückgehen auf den alten Zustand ermöglichen. Ja es wäre auch möglich neue Programme zunächst auf die Sicherungsplatte zu installieren und zu erproben. Durch Programme wie Transx ist ein Kopieren gesamter Festplatten, einfach möglich.
2.) Durch erstellen verschiedener C: Festplatten mit unterschiedlichen Betriebssystemen ist ein problemloses Arbeiten mit ganz unterschiedlichen Konfigurationen möglich, was natürlich auch mit entsprechenden Bootkonfigurationen geht.
Festplatten in Laufwerkgehäusen mit SCSI, USB 2 oder Firewire-Anschluss:
Bieten in vielfacher Hinsicht hervorragende Möglichkeiten. Sie werden in zwei Varianten angeboten Anschlussfertige Festplatten im Gehäuse integriert, die
etwas teurer sind als entsprechende Festplatten und als Laufwerk-Gehäuse in die die gewünschten Festplatten eingebaut werden können. Diese Laufwerk-Gehäuse
kosten zwischen 50 und 120 Euro.
Der große Vorteil ist, dass diese bei voller Festplattengeschwindigkeit beliebig
selbst oder durch Backup-Programe bespielt werden können und ohne Weiteres an andere mit den Standard Schnittstellen ausgerüsteten Rechnern verbunden werden
können. Der Anschluss ist auch über USB oder Firewire möglich was die
Anwendungsmöglichkeiten erweitert.. Die nun angebotenen Externen Festplatten
(100 bis 300 €) erweitern die Anwenmdungsmöglichkeiten.
CD-ROM Brenner.
Die CD-ROM wird bei Brenner-Preisen bis unter € 60.- immer interessanter auch für die Datensicherung.. Allerdings sind für die Datensicherung entsprechende Vorbereitungen zu treffen, damit der Datenstrom zur CD-ROM nicht unterbrochen wird. Da bei einer Unterbrechung der CD-ROM Rohling nicht mehr zu verwenden ist, kann eine nicht vorbereitete Sicherung teuer werden. Daher kann das vorhergehende Übertragen auf eine Festplatte, auch bei der Datensicherung eine gute Lösung sein. Aber nicht jeder hat diese zu seiner Verfügung, dann sollte vorher auf jeden Fall die Festplatte geprüft und defragmentiert werden.
Es gibt aber inzwischen die Möglichkeit durch Programme, die sich mit dem Windows Explorer verbinden auch CD-ROMs wie Festplatten zu beschreiben. CD-ROMs
werden zunächst "formatiert", was sehr schnell geht. Dann können Dateien und Verzeichnisse kopiert werden und können auf dem eigenen Rechner
gelesen und zurückkopiert werden. Bevor sie jedoch auf anderen Rechner gelesen werden können ist ein "Abschließen" als zusätzlicher Arbeitsgang
erforderlich. Solange dieses Abschließen nicht erfolgt ist, können Sie im Falle der Rechnerzusammenbruches auch nicht auf die CD-ROM zugreifen. Da nach dem
"Abschließen" der abgeschlossene Abschnitt nicht mehr verändert werden kann und ein weiter Beschreiben nur unter nicht unbeträchtlichem Platzverlust
möglich ist, ist das richtige "Abschließen" eine Überlegung wert.
Windows XP bieten ohne Brennprogramm jedoch natürlich mit Brenner-Laufwerke die Möglichkeit Daten und Verzeichnisse mit "Senden an" an das CD-ROM-Laufwerk zu senden, die Daten werden zunächst in einen Verzeichnis kopiert und in einem über Menü aufrufbaren zweiten Arbeitsgang auf die CD-Rom geschrieben und anschießend aus dem temporären Verzeichnis gelöscht. Eine gute schnelle Art der Sicherungsvorbereitung.
Gefahren bestehen bei Systemdateien , die zum Zeitpunkt der Sicherung angewendet werden sowie, je nach Kopierprogramm, bei versteckten und schreibgeschützten Dateien. Ferner bei Dateien, die in defekten Sektoren gespeichert sind, weshalb eine vorhergehende Prüfung der Oberfläche empfehlenswert ist.
Werden nur Dateien aus verschiedenen Verzeichnissen auf CD-ROM gesichert, ist es zweckmäßig die Dateien zunächst auf einer Festplatte zusammen zu bringen. Wenn öfters CD-ROM erstellt werden, ist in jedem Fall eine leere Festplatte oder Partition mit CD-ROM Kapazität oder größer, eine ganz wesentliche Erleichterung und unbedingt zu empfehlen.
Das es mittlerweile auch Rechner mit einem Bios gibt das auch das Booten von der CD-ROM erlaubt. Bieten sich viele Möglichkeiten diese als Sicherungsmedium zu verwenden. Allerdings sind für das booten von CD-ROM besondere Aktivitäten bei der Erstellung notwendig, die von dem Brennprogramm abhängen.
Auf keinen Gebiet gehen die technologischen Fortschritte und Preisverfall so
schnell, wie bei den CD-ROM Laufwerken. Waren die beschreibbaren Laufwerke
bereits eine Alternative, so sind es die wieder beschreibbaren Laufwerke noch
mehr.
Zumal bei Wiederbeschreibbaren CDs sowohl eine Ergänzung als auch ein Löschen
und Neubespielen möglich ist, dies vermeidet bei etwas höheren Preis und
niedriger Schreibgeschwindigkeit den CD-Abfall und spart so doch letztlich
Kosten.
DVD Brenner
werden nun zu Preisen verkauft, die den Preis der CD-Brenner vor einem Jahr
entsprechen und werden wohl wegen ihre höheren Kapazität, bei sinkenden Preisen
ein bevorzugtes Sicherungsmedium werden. Obwohl inzwischen Brenner für alle
Standards preisgünstig angeboten werden, ist für die Sicherung und
Wiederherstellung die Standardfrage nicht entscheidend, weil die Medien
ausgewählt werden können. Im Grunde gilt sonst alles unter CD Brenner gesagte.
Der RAM Standard ermöglicht eine Verdoppelung der Kapazität und eine Festplatten
ähnliche Verwendung und könnte sich auf die Dauer gerade für diese Verwendung
durchsetzen.
MO—Laufwerke
Die Magneto-optischen Speichermedien erreichen eine große Datendichte und Sicherheit durch die kombinierte Verwendung magnetischer und optischer Verfahren. Besonders ist die große Robustheit der Datenträger geschätzt. Das zweistufige Aufzeichnungsverfahren, Löschen und Schreiben führt allerdings zum langsamen Aufzeichnungsraten, die zu einer starken Konkurrenz der schnellen, großformatigen Festplatten und CD-ROM geführt hat.
Mit der neuen LIMDOW Technologie wird bei geänderten Datenträgern und Aufprägung mit variabler Lasertechnologie, einer fast Verdoppelung der Aufzeichnungsgeschwindigkeit und vergrößerte Stabilität erreicht. Die Mo-Technologie bleibt so weiterhin eine gute Sicherungsalternative.
Die Kapazitäten reichen von 640 MB bis 2.6 GB.
Die neuen Laufwerke für 1.3 GB, extern, Firewire sind mit 200 € recht günstig, ein 1.3 GB Medium mit 15.- € preisgünstig.
Neue Möglichkeiten in Internet.
Kostenlos oder gegen geringe Gebühren gibt es eine Reihe von Firmen, die die Speicherung von Daten im Internet anbieten. Die die zugrunde liegende Idee ist
Daten für den weltweiten Zugriff zum Beispiel bei Reisen zur Verfügung zu stellen. Das Platzangebot reicht jedoch fast immer aus um dort alle
"eigenen" Dateien sicher auszulagern. Dabei gilt alles was zur Sicherung auf Datenträgern gesagt wurde. Ein gutes FTP Programm sollte für die
Übertragung und das Zurück kopieren verwendet werden. Allerdings darf man sich über die Kosten nicht täuschen, zu den recht geringen monatlichen Kosten für
den Speicherplatz kommen die Übertragungskosten und es ist auch zu bedenken, dass die Übertragungszeit ein Vielfaches des Kopierens auf einen Datenträger beträgt.
Datensicherung bei bestimmten Programmen:
Outlook und Outlook Express.
Bei diesen Programmen sind die Dateien in
die Programme weitgehend integriert, was eine Datensicherung besonders notwendig macht. Die Programme haben eine Datensicherungs-Funktion und eine Export-
Import-Funktion, die ebenfalls zur Sicherung verwendet werden kann. Schließlich hilft auch das "Suchen" nach *.pst Dateien, dazu eine individuelle
Sicherung durchzuführen. Wichtig ist die Sicherung auch, weil ältere E-Mails automatisch entfernt oder in eine Archiv-Datei verschoben werden, so dass eine
Wiederherstellung, unabhängig von anderen Problemen, notwendig werden kann.
Andere E-Mail-Programme: Ach bei anderen E-Mail-Programmen muss man sich um die wie bei Outlook um die Sicherung unbedingt kümmern und zu den Möglichkeiten die Hilfe- und Readme-Dateien befragen.
Vermeidbare Fehler im Umgang mit Datenträgern
Denken Sie immer daran, dass nur im geparkten Zustand, wenn der Rechner abgeschaltet ist, sich die Plattenköpfe in einer sicheren Position befinden. Zu allen anderen Zeiten, schweben sie auf einem dünnen Luftpolster über den Plattenoberflächen.
Was sie vermeiden sollten:
Datenträger wiederherstellen
Die folgenden Angaben in Kurzfassung ersetzen nicht eine detaillierte Beschäftigung mit diesem Thema, falls keine Grundkenntnisse vorhanden sind.
Bootsektor wiederherstellen:
Der Master Boot Record (MBR), Sektor 0, enthält ein kleines Programm, das den Bootsektor der aktiven Partition in den Speicher lädt und ausführt sowie die Partitionstabelle. Ist dieser Sektor beschädigt lässt sich die Festplatte nicht mehr ansprechen. Wiederherstellung ist einfach, von einer schreibgeschützten Diskette mit FDISK /mbr möglich. Dabei wird der Bootsektor restauriert ohne die Partitionstabelle zu verändern. Ist Diskmanager Software installiert so muss diese danach neu installiert werden. Das FDISK auf der WIN95 OEM. Version B ist nicht mit der A Version kompatibel. Ebenso darf das FDISK von Win98 nur für Win98 verwendet werden.
Partition Tabellen wiederherstellen
Dies ist nur bei genügender Kenntnis, wie sie die Artikel in ct 5/97 (Quellennachweis) vermittelt mit einem Diskeditor, der einzelne Sektoren liest und darstellt, möglich.
Festplatten wiederherstellen
Dies ist, wenn keine Hardwarefehler vorliegen, mit Hilfe von Datenrettungsprogrammen, die
Sektorweise die Daten lesen, analysieren und auf einem neuen Datenträger speichern, möglich. Es müssen jedoch einiger Voraussetzungen erfüllt sein. Die Platte darf nicht stark fragmentiert sein, also ist eine regelmäßige Defragmentierung zu empfehlen. Aber, wenn die Festplatte nicht mehr richtig gelesen werden kann, darf keinesfalls eine Defragmentierung durchgeführt werden.
Datenrettungsprogramme:
bei Ontrack Shareware und Testversionen http://www.ontrack.de/kostenlosesoftware/
Sind Hardwarefehler vorhanden, die sich durch schabende Geräusche und ständiges klack, klack bei dem Einschalten bemerkbar machen, so ist der Rechner sofort abzuschalten. Jeder weiter Zugriff auf die defekte Platte erschwert die Wiederherstellung ganz erheblich. Die Wiederherstellung und Reparatur, die allerdings mehrere tausend DM kosten kann, ist durch folgende Unternehmen möglich:
Ontrack, mit deutscher Vertretung, Labor in England , Stammhaus in USA.
Ontrack Date Recovery,, Hans Klemmstr. 5,71304 Böblingen, Tel.:07031 644 0, Fax:07031 644 100, , Hotline:0130 81 51 98
EDRS, European Data Recoverry. Budapest Ungarn, mit deutscher Vertretung
Altra Computertechnik GmbH, Lagendiebacher Str. 37A, 63526 Erlensee, Tel.: 06183 3081
IBAS, Laboratories , Kongsvinger Norwegen, Vertretung in Hamburg und Augsburg.
Ibas Laboratories, Arkoveein 14, N-2200 Kongsvinger, Tel.: +4762 81 01 00. Fax:+4762 81 01 50,
Augsburg: Tel.: 0821 25 989-12, Fax:0821 59 49 32.
Hamburg: Tel.: 040 84 87 00. Fax: 040 84 87 01
VOGON International UK: Tel: +44 1869 355 255 http://www.vogon-international.com
Vertretung: Müchner Technologie Centrum, Frankfurter Ring 193A,80807 München
Tel: 01805 22 15 42 Fax:089 3235 03 24
Ich hoffe, dass Sie die Ratschläge für die Datensicherung nie brauchen, sollte es aber doch so sein, dass Sie alle Ratschläge befolgt haben und Ihr System danach wieder wie vorher läuft. In diesem Fall freue ich mich über eine kurze Information.
Aber auch so freue ich mich über Anregungen und Verbesserungsvorschläge.
Danksagung
Quellennachweis:
CT 5/97: Seite 174, Detlef Grell: Vorkehrungen gegen den Daten-GAU, Seite 188, Harald Bögeholz: Vorletzte Rettung, Seite 200, Dirk Bernken: Werkzeuge zur Rettung nach dem Daten-GAU, Seite 208: Jens Ahrendt, Hardwarenahe Datenrettung und Speziallabors.Hilfe bei Problemen:
An- Aus Schalten: soll der Rechner ausgeschaltet werden oder anbleiben?
Bios: Rechner Setup und Bios Einstellungen. Wie vorgehen, was ändern ?
Computer Einführung: Fridolin, ein Buch. Eine unterhaltsame Einführung in die PC-Anwendung.
Computer Grundausstattung: Was man für den Computer an sonstigen Programmen unbedingt braucht.
Computer Notfall: Probleme beseitigen und Problemen vorbeugen, mit vielen nützlichen Tabellen.
Computer Sicherheit: Viren, Firewall, Dialer und andere Sicherheits-Informationen.
Computer Umbau: Wie erweitert man einen PC und
Wann lohnt sich ein Umbau.
Datensicherung: Möglichkeiten, Vorgehensweisen, Datenträger behandeln, Daten retten.
Dateiendungen. Was sie bedeuten und kann man sie löschen.
Festplatten: Wie baut man eine weitere Festplatte ein,
Festplatten richtig verwalten,
SCSI einrichten und verwalten,
Raid für IDE Festplatten verwenden
Win95/98 Plug- and- Play: wie es funktioniert und wie man Probleme vermeidet.
Professioneller Service: regional gegliedertes Verzeichnis der PC-Hilfeleister.
Win95/98/ME/2000/XP Ressourcen Wie verwalten, ändern und sichern. Hilfreiche Programme.
Win95/98 Tipps zahlreiche Tipps zur Anwendung und Installation.
Windows ME Einführung in Installation und Anwendung für Anwender mit Windows-Kenntnissen
Windows 2000. Einführung in Installation und Anwendung für Anwender mit Windows-Kenntnissen.
Windows XP installieren und Anwenden
Windows Starten und Beenden. Probleme lösen, die dabei auftreten.
Windows Probleme beseitigen. Insbesondere den schweren Ausnahmefehler.
Internet Informationen: Wissenswertes über das Internet und den Zugang in das Internet.
Hilfe finden Sie aber auch in den Foren auf meiner Homepage.
Dieses Manuskript wird bei neuen Erfahrungen ergänzt
ã 1997,1998, 1999, 2000, 2001,2002,2003,2004,2005 Walter Scheffel. Die Weitergabe und Vervielfältigung darf nur vollständig ohne Änderungen und Ergänzungen erfolgen. Die Veröffentlichung im Internet, auf CD-ROM , in Mailboxen oder Foren und natürlich in Druckmedien, bedarf es meiner ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung im Einzelfall, die jedoch meist erteilt wird. Also bitte fragen.
Über Anregungen für die Ergänzung und Verbesserung freue ich mich, und danke allen, die es bereits getan haben.
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