Mein Leben mit Fridolin Online Version

Eine Computergeschichte

Von Walter Scheffel

© 1997, 1998, 1999, 2000, 2001,2002,2003,2004,2005,2006, 2007

Inhaltsverzeichnis
Vorwort  
Die Personen: * 
Fridolin kommt an  * 
Fridolins erster Tag, WinWord Installation  * 
Aller Arten von Packern   
Fridolin wird erweitert: Mehr Speicher  
Fridolin fängt an zu sprechen und zu hören  * 
Fridolin geht in die Fremde, Das Modem  
Computer Zeitschriften, ich lerne Caroline kennen.   *
Fridolin fängt an umweltfreundlich und sparsam zu werden  *  
Die weite Welt der Online-Dienste  *
Das "schwache" Geschlecht im Netz  *  
Multimedia und CD-ROM *   
Bunt und unterhaltsam AOL, Caroline kommt mich besuchen    *   
Treffen mit Caroline im WorldsAway  * 
Was es nicht alles gibt, das Internet  *  
Mailboxen und das Fidonet   *  
Des Surfers Freud und Leid   *  
Update oder nicht?  *  
Fridolin muss zunehmen, eine weitere Festplatte einbauen, Caroline hat Verständnis. *  
Fridolin ist krank, Caroline besucht mich kurz.  *  
Fridolin will nicht mehr. Ich lerne Carolines Eltern kennen  * 
Die Dampferfahrt, Fridolin ruht  *  
Datensicherung  *  
DFÜ Netzwerk  *  
Das neue Office  *  
; Liebe, Erotik, Sex  *  
Der Geburtstag. - Wie Programme richtig anwenden.  *  
Wie es weiter geht  * 
ANHANG *   
Online Gefühle  *  
Shareware und andere Programmarten

Vorwort
Es ist gar nicht einfach die komplexen Zusammenhänge in einem PC so zu beschreiben, dass der technisch interessierte Laie einen Überblick bekommt und der Fachmann sich nicht wundert. So will ich versuchen mit Ihnen zusammen meinen neuen Rechner Fridolin zu erkunden. Da dies nicht so ganz trocken geschehen soll, muss das Kennen lernen nach und nach erfolgen: Daher muss es am Anfang lückenhaft sein. Trotzdem ist es zu Beginn erforderlich viele Einzelheiten so zu erklären, damit später die Zusammenhänge erkannt werden. Der Leser möge daher bitte nicht gleich ob der vielen technischen Einzelheiten verzweifeln. Als Lohn für die erstentrockenen Abschnitte wird es späterhin kurzweiliger. Das verspreche ich. Beachten Sie auch die Fußnoten, die Ihnen zusätzliche Informationen geben oder auf weiterführende Texte verweisen. Die Fußnoten sind in dieser Internet-Version durch "Kästen" ersetzt.

Um viele Fragen zu beantworte, diese Buch ist als Mischung von Roman und Sachbuch eine Mischung von Fakten und Fantasie, denn die eingestreute Geschichte ist frei erfunden, enthält aber trotzdem Erlebnisse und Erfahrungen aus meinem Leben, die in einen anderen Zusammenhang gestellt wurden also Dichtung und Wahrheit.

Über ein halbes Jahr habe ich versucht einen Verlag zu finden und über 15 Verlage angeschrieben. Die Antworten ,die nach 4 bis 12 Wochen eintrafen, kann ich in drei Gruppen einteilen: Das Buch haben wir mir Schmunzeln gelesen und finden es interessant. Leider verlegen wir nur Computer Fachbücher. ----- Das Buch ist gut und interessant. Leider veröffentlichen wir keine Fachbücher. Wir empfehlen Ihnen den XY Verlag. ----- Bei den vielen uns vorliegenden Angeboten unsere Fachautoren können wir leider keine neuen Autoren betreuen.

 Obwohl ich immer noch versuche ein Verlag zu finden und das Buch weiter entwickle, stelle ich es jetzt mit dieser Version in das Internet und wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Dankbar wäre ich, wenn Sie mit eine Postkarte (Walter Scheffel, Schillerstr.95, 10625 Berlin) schreiben würden, wie Ihnen dieses Buch mit Internet Update gefällt. (Einzelheiten im Anhang.)

Die Personen:
Die Hauptperson: Ein neuer PC namens Fridolin. Falls Sie ihn genau kennen lernen wollen, hier sein Steckbrief: Ein preisgünstiges Sonderangebot: Pentium 120 mit 8 MB Speicher, Grafikkarte mit 1MB, Festplatte IDE. 750 MB, Diskette 3.5", 1,44. Towergehäuse und Farbmonitor 15". Ich selbst: noch ohne jede Computer Erfahrung. 26 Jahre alt, Single in Berlin. Übrigens bin ich inzwischen viele Jahre älter geworden. Stefan mein Freund: Computererfahrener EDV-Leiter in Düsseldorf. Ein netter, richtiger Freund. Caroline, die ich noch nicht kenne. Viele andere, die ich noch in den Datennetzen kennen lernen werde.

Kein Produkt wird schneller weiterentwickelt wir der PC. Damit die Informationen nicht veralten wurden die detaillierten Geräte- und Anwendungstechnischen Informationen , die eigentlich in den Anhang des Buches gehören in das Internet verlegt und dort stets aktualisiert. Meine Homepage: http://www.pchilfe.org 

Fridolin kommt an
Fridolin war ganz neu. Er wurde in einer Computerwerkstatt geboren und mit einem Lastauto geliefert. Der freundliche Kundendiensttechniker, der mit ihm gekommen war, stellte ihn auf und stöpselte alles zusammen. Bei der Aufstellung bemühte ich mich, Kontakt zu dem Techniker aufzubauen, bewirtet ihn auch, weil ich gerne von ihm etwas mehr über Fridolin erfahren hätte. Es war am späten Nachmittag als er Fridolin neben dem Schreibtisch aufstellte: Er sagte zu mir: "Hier ist der Hauptschalter."

Wenn sie etwas über die ATX-Gehäuse erfahren wollen, die keinen Hauptschalter haben, so müssen Sie warten bis Fridolin umgebaut wird und dann auch USB und ISDN erhält.

Ich war neugierig, Klacks machte der Hauptschalter. Ich fragte: "Was passiert jetzt?" der Techniker sagte:

"Der Strom geht nun in das Netzteil und zu einem Nebenanschluss, der den Monitor mit Strom versorgt. Im Netzteil wird der Strom auf 15 Volt und 5 Volt herunter transformiert, dann werden in einen Gleichrichter seine Wellen glättet. Er geht als nächstes durch eine Sicherung und einen Lastschalter, der prüft ob im Rechner irgendein Abnehmer auf Strom wartet. Er gibt, wenn das zutrifft, den Weg frei. Gleichzeitig wird der Ventilator eingeschaltet, dessen Drehzahl von dem Temperaturfühler bestimmt wird.

Die 15 und 5 Volt gehen dann über gelb, rot schwarze Kabel zur Hauptplatine, mit anderen Kabeln zu den angeschlossenen Laufwerken sowie den anderen Geräten."

Das Computer Skelett, die Hauptplatine. "Von der Hauptplatine aus werden am Gehäuse die kleinen Lämpchen (Dioden) mit Strom versorgt. Die Power Diode zeigt damit an, dass der Rechner eingeschaltet ist. Die Hauptplatine wird nun mit Strom versorgt". Gleichzeitig leuchtete daneben grün eine 120 auf. Erfreut dachte ich, dass mir nun Fridolin mitteilen will, wie schnell er ist. Aber der Kundendiensttechniker zeigte mir, dass sich hinter dem Fenster eine kleine Elektronik befindet, die eingestellt werden kann. Er sagte zu mir: "Falls sie Ihre Freunde beeindrucken wollen, stelle ich es Ihnen auf 250". Also hatte Fridolin nicht mehr getan als auch dieses Bauteil mit Strom zu versorgen. "Sie hören nun auch, dass die Festplatte angelaufen ist", sagte der Kundendiensttechniker, "sie muss zunächst auf 4000 Umdrehungen pro Minute gebracht werden, sie läuft dann konstant mit dieser Geschwindigkeit weiter. Alle Karten im Rechner und alle Geräte sind nun mit Strom versorgt".

Inzwischen war natürlich Fridolin mit dem Start lange fertig bunte Bildchen waren zu sehen, neben einen Windows Tipp stand eine Einladung zur Windows-Tour. "Das sehen Sie sich bitte nachher in Ruhe an", sagte der Kundendiensttechniker. Er erzählte dann weiter:

Das Herzstück, der Prozessor und der Datenverkehr "Während die Hauptplatine oder das Motherboard der Träger für alles ist, was den Computer ausmacht, ist der Prozessor das eigentliche Herzstück, über den alle Funktionen angeregt oder ausgeführt und überwacht werden. Alles was er tut, ist so vielfältig, so viele Dinge geschehen fast gleichzeitig, dass alles zu beschreiben einfach zu viel ist. Ich beschränke mich einfach darauf, ihnen zu sagen, welche Informationen in ihn hineingehen und welche herauskommen.

Damit der Prozessor seine schnelle, vielfältige Arbeit verrichten kann, genügt aber der einfache Strom nicht. Daher wird dieser über einen Quarz geleitet, der mit seinen Schwingungen den Takt für die Arbeit des Prozessors angibt. Dabei sind mehrere hundert Millionen Herz (Schwingungen pro Sekunde) eine normale Geschwindigkeit. Die Leistung der Prozessoren wird daher unter anderem mit der Anzahl der Schwingungen in Megahertz pro Sekunde beschrieben. Wobei wir wieder bei den angezeigten 120 oder 250 sind, über die wir vorher gesprochen haben. Neue Prozessoren, wie Ihr Pentium, brauchen anstatt der 5 Volt nun nur etwa 3.5 Volt, also befindet sich auf der Hauptplatine ein weiterer kleiner Transformator." Nun war es aber schon weit über den Feierabend hinaus der Kundendiensttechniker verabschiedete sich. Er lies mich mit Fridolin alleine, der darauf wartetet, dass ich mich mit ihm befasse. Ich wusste aber noch so wenig von ihm, vor allem konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das alles, was ich sah, zustande kam. Aber zum Glück habe ich einen Freund Stefan, der in Düsseldorf die EDV Abteilung eines größeren Betriebes leitete, Stefan musste zu einer Schulung nach Berlin und würde natürlich bei mir wohnen.

Ich sah mir noch die Windows-Tour an, bei der ich eine Menge zur Bedienung von Windows 95 lernte. Ich führte die ganzen Bedienungsbeispiele interaktiv durch, nach fast zwei Stunden beendete ich Windows und schaltet Fridolin ab. Wichtig war, was ich über die Hilfebedienung gelernt hatte. Das ganze Handbuch war offensichtlich als Hilfedatei vorhanden. Über Index konnte ich zu fast jedem Stichwort Hilfe bekommen, so nahm mir vor darin öfter mal zu "blättern". Ich fing an zu begreifen, dass Lesen im Computer etwas ganz anderes ist als das Lesen in einem Buch 
Als Stefan am folgenden Tag kam, wollte ich ihn nun richtig ausfragen. Als wir am Abend bei einer Flasche Rotwein zusammen saßen, berichtete ich, was ich von dem Kundendiensttechniker erfahren hatte, fragte ihn ob er weiter erklären könne. "Na klar" sagte Stefan und fing an zu erzählen:

Die Adern, das Kurzzeitgedächtnis, der Bus und der Speicher "Damit der Prozessor mit den einzelnen Bestandteilen des Rechners verkehren kann, braucht er zwei Hilfsmittel. Zunächst den Speicher, der ebenfalls auf der Hauptplatine befestigt ist. Der Prozessor ist mit dem Speicher über den Datenbus mit 8, 16, 32 oder 64 Bahnen verbunden. Im Speicher kann der Prozessor Informationen und Programme während der Bearbeitung ablegen.

Zum anderen ist der Datenbus zugleich eine Kommunikationslinie zu den anderen Komponenten, die durch einen Adressbus ergänzt wird, über den der Prozessor die augenblicklich aktiven Geräte auswählt.

Schauen wir uns den Datenverkehr etwas genauer an. Eine Information muss immer in eine Kombination von Einsern und Nullen verwandelt werden, dabei bedeutet 0 kein Strom und 1 = 3 bis 5 Volt. In einer Leitung kann immer nur ein Bit transportiert werden, das entweder eine 1 oder Null darstellt.

Verwendet man nun 8 Bahnen zur gleichzeitigen Übertragung, so ergeben sich 256 verschiedene Möglichkeiten Einsen und Nullen miteinander zu kombinieren. Diese gleichzeitig übertragenen 8 Bit werden meist zu einem Byte zusammengefasst. Es lassen sich so, Zahlen von 0-255 darstellen oder auch 256 Speicherzellen adressieren oder ansprechen. Werden 32 Leiterbahnen verwendet so steigen die Darstellungsmöglichkeiten gewaltig an auf 4.294.969.206 Kodierungs- oder Ansprechmöglichkeiten.

Ein Beispiel: 0100 0001=8 Bit =1 Byte= A 0100 0010 = B

Um dies wirklich zu verstehen, wollen wir uns klar machen, was die Einsen und Nullen wirklich bedeuten. Die Grundlage von allem sind Schalter die Ein oder Aus, Ja oder Nein, 1 oder 0 und Strom oder kein Strom sagen können. So müssen wir uns alles als eine Kombination von 1 oder 0 oder Strom, kein Strom vorstellen, mit denen der Rechner alles ausdrücken kann."

Was passiert nun weiter, wenn der Rechner eingeschaltet wird? "Lass uns mal Fridolin anschalten", sagte Stefan, und erzählte weiter: "Die erste Aktivität, während alle anderen sich in Wartestellung befinden, geht nun von den auf der Hauptplatine befindlichen CMOS-RAM  aus. Das sind Kleine Bausteine die, solange ein schwacher Strom vorhanden ist, ihre Informationen für ewig behalten, sie aber ohne Strom ganz schnell vergessen. Darum befindet sich auf der Hauptplatine oder daneben eine Batterie, die diese Bausteine mit Strom versorgt, wenn der Rechner abgeschaltet ist. In diesen Bausteinen sind die Bootinformationen oder Startinformation und das Setup des Rechners enthalten. Das Setup enthält alle Informationen darüber was an Grundelementen an den Rechner angeschossen ist, so wie wichtige Einstellungen dieser Komponenten.

Es fängt an, der Start Die Startfunktionen oder POST (Power On Self Test) überprüft die verschiedenen Komponenten des Rechners zunächst auf der Hauptplatine und dann die angeschlossenen Komponenten wie Diskettenlaufwerk und Festplatten. Sind alle Komponenten korrekt vorhanden so piepst Fridolin einmal kurz, das Setup wird gestartet, ist dies nicht der Fall piepst der Rechner lange oder mehrmals und es passiert nichts. Das Setup des Rechners aktiviert die Grafikkarte und diese den Monitor, dann wird der Speicher geprüft und dies angezeigt. Danach werden die Diskettenlaufwerke und Festplatten über ihren Adapter initialisiert und geprüft". Fridolin zeigte dies durch kurzes Aufblinken der Lämpchen an den Laufwerken an, meist auch mit einem kurzen Schnarren.

Mehr über "Piepsen"  und was man tut, wenn der Rechner nicht bootet  finden Sie in der "Notfall"-Datei auf meiner Homepage http://www.pchilfe.org, die Sie hier ansehen können 

Das Aktivieren der Grafikkarte hatte Fridolin mir auf dem Bildschirm gezeigt, und damit, dass er zum Leben erwachte. Zunächst stellte sich die Grafikkarte auf dem Bildschirm vor, dann sah ich das Hochzählen des Speichers. "Nachdem nun das Setup Programm seine Arbeit getan hat", sagte Stefan, "tritt der Prozessor in Aktion, er befiehlt über den Festplattenadapter die Spur 0 auf der Festplatte zu lesen und in den Speicher zu stellen. Dort findet er die Angabe, wo das Betriebssystem gespeichert ist. Er befiehlt dann das Betriebssystem in den Speicher zu laden. Das Betriebssystem stellte die grundlegenden Eigenschaften, um Zeichen zu erkennen und Geräte zu konfigurieren, zur Verfügung.

Je nachdem welches Betriebssystem von der Festplatte angeboten wird, werden viele Dateien geladen, die gleich wieder den Prozessor veranlassen aktiv zu werden. Aber schauen wir uns erst einmal an, was beim Laden der Dateien passiert. Eine Festplatte besteht aus einer oder mehreren übereinander angeordneten Magnetscheiben über die sich, von Motoren gesteuert oben und unten Lese-Schreibköpfe, etwa im Abstand einer 1/10 Haaresdicke, bewegen. Man muss sich das etwa so vorstellen, als ob ein Jumbo-Jet in 100m Höhe über die Landschaft flöge. Ein Staubkorn wäre in unserem Vergleich ein Berg und brächte den Jumbo zum Absturz. Daher sind die Festplatten luftdicht verkapselt.

Auf den Magnetscheiben der Festplatte sind ringförmige Spuren parallel zueinander angeordnet, die zusätzlich in Sektoren eingeteilt werden. Diese Einteilung wird mit der Low Level Formatierung erzeugt, bei der zugleich fehlerhafte Sektoren gekennzeichnet werden.

Bei der normalen Formatierung wird unter anderem ein Dateiverzeichnis, die FAT, erstellt in der für jede Datei, Anfangsadresse, Sektor, Spur und der Name verzeichnet ist. Bei sehr großen Festplatten werden, weil die Anzahl der Einträge in die FAT beschränkt sind, mehrere Sektoren zu Clustern zusammengefasst.

Während die Platte rotiert, bewegt sich der Lesekopf in die Position des Sektors oder Clusters, wartet dort bis die Datei vorbeikommt und lädt den Inhalt des Sektors. Ist die Datei größer als ein Sektor so liest der Adapter am Ende, wo der zweite Teil sich befindet, bekommt den Befehl zu dieser Position zu gehen, lädt diesen Teil liest die Information am Ende und so weiter, bis schließlich die Information am Ende des Sektors besagt, dass die Datei komplett geladen wurde.

So, wie die Datei geladen wird, wird sie über den Bus in den Speicher gestellt, wo ihr Platz vom Prozessor verwaltet wird. Der Prozessor veranlasst ihre Verarbeitung, wenn diese gebraucht wird. Während des Ladens des Betriebssystems wird von diesen Dateien oft eine Initialisierung der im Rechner angeordnete Geräte und Schnittstellen vorgenommen. Schon wieder müssen wir uns zwei Einzelheiten ansehen.

Die Adressen und die Wächter Der Prozessor braucht um mit den Karten und Geräten zu verkehren eine Adresse mit der er diese Bauteile ohne Zweifel findet. Diese Adressen sind Zahlen wie 0340, die dem Prozessor und dem Geräte bekannt sind. Ganz große Komplikationen kann es geben, wenn Adressen zweimal vorhanden sind, da ja dann das verkehrte Bauteil angesprochen wird. Man kann diese Adresse mit unseren Adressen im Telefonbuch vergleichen. Auch uns findet man nicht, wenn auch nur eine Zahl verkehrt ist, aber welcher Ärger entstünde dann, wenn zwei Teilnehmer die gleiche Adresse (Rufnummer) hätten.

Die Geräte, die mit dem Prozessor verkehren, brauchen eine Möglichkeit dem Prozessor mitzuteilen, dass sie etwas wollen, dafür gibt es Interrupts oder Unterbrechungsschalter, die von diesen Geräten betätigt werden können. Auch hier braucht jedes Gerät, das Mitteilungen an den Prozessor senden will einen bestimmten Interrupt, damit der Prozessor weiß, wer etwas von ihm will. Auch hier kann große Verwirrung entstehen, wenn ein Interrupt von 2 Geräten, vor allem gleichzeitig, belegt wird.

Mehr über Interrupts und Adressen finden Sie in der "Notfall-Datei auf meiner Homepage http://www.pchilfe.org, die Sie hier ansehen können

Also, nun zurück zum Betriebssystem, dessen einzelne Dateien jetzt geladen werden. Über die Adresse bitten diese den Prozessor, ein Gerät anzusprechen und über den Interrupt seine Bestätigung abzuwarten. So erfolgt während des Ladens der Betriebssystemdateien ein dauerndes hin und her fragen. Verständlich, dass wenn eine Adresse nicht stimmt oder für die Antwort der Interrupt nicht frei ist, das befürchte Hängen passiert. Nichts regt. sich, der Bildschirm scheint eingefroren, währen der Prozessor eine Adresse sucht und nicht findet oder auf eine Antwort wartet. Das wollen wir aber nicht annehmen, und so erfolgt das Laden der Betriebssystemdateien ohne Zwischenfälle. Nach einer Weile zeigt Fridolin über den Monitor ein schönes Bild oder auch nur ein C: um anzuzeigen, dass er nun bereit ist." Stefan hatte, nur unterbrochen von kurzen Zwischenfragen, fast ohne Pause erzählt. Da ich ihn kannte, hatte ich das erwartet und eine kalte Platte vorbereitet. Also sagte ich: "Stefan damit du eine Pause bekommst, lass uns erst einmal eine Kleinigkeit essen. Da es sicher spät wird und wir es nicht weit ins Bett haben, hole ich sicherheitshalber noch eine Flasche Wein aus dem Keller". Nach der Essenspause und der fast leeren ersten Flache Wein erzählte Stefan weiter:

"Der Alltag für Fridolin und dich könnte nun beginnen, aber du willst ja Fridolin Befehle erteilen, Fridolin muss diese ausführen, aber bisher hast du nur das Innenleben von Fridolin kennen gelernt.

Die Ein- und Ausgänge: Schnittstellen Alles, was Fridolin befähigt Befehle zu empfangen und nach außen Aktivitäten auszuführen, nennt man Schnittstellen. Damit Fridolin weiß, wo er diese Schnittstellen findet, braucht er eine Adresse. Damit Fridolin darüber informiert wird, dass dort etwas eingeht, benötigt er einen Interrupt. Da ist der Tastaturanschluss für die Tastatur mit der Befehle geschrieben werden, er ist rund, benutzt Interrupt 1 und belegt die Adresse 0060h. Nun kommen die seriellen Schnittstellen. Sie heißen seriell, weil dort ein Bit nach dem anderen rein oder raus gehen kann. Fridolin hat 2 serielle Schnittstellen, die er COM1 und COM2 nennt. An COM1 hängt die Maus. Die Maus an COM1 sendet jede Menge Impulse an Fridolin, der diese an eine Treibersoftware leitet, die einen Mauszeiger, einen kleinen Pfeil, über den Bildschirm bewegt.

Neben den seriellen Schnittstellen gibt es eine oder mehrere parallele Schnittstellen, die so heißen, weil Informationen nebeneinander, parallel, hinein oder heraus gehen und zwar ein Byte also 8 Bit, ein Zeichen gleichzeitig. Fridolin hat eine parallele Schnittstelle, die er LPT1 nennt, und daran hängt der Drucker.

Ja, da fällt mir ein, dass wir uns noch gar nicht angesehen haben, was im Bildschirm passiert.

Das Fenster: Der Bildschirm (Monitor)Die Bilddarstellung beruht ähnlich, wie wir das vom Fernsehempfänger kennen, auf einem Elektronenstrahl. Dieser von einer Kathode kommende Strahl überstreicht die Innenfläche des Monitors, die mit einer fluoreszierenden Leuchtschicht versehen ist und aus zahlreichen Punkten besteht. Das galt für den einfarbigen Monitor. Bei den heutigen Farbmonitoren sind es 3 Elektronenstrahlen für die Farben rot, grün und blau. Durch die Intensität der einzelnen Strahlen können sämtliche Farben und Farbtöne aus diesen 3 Grundfarben hergestellt werden.

Damit das Bild scharf erscheint ist vor der Phosphorschicht eine Lochmaske angebracht, der Abstand der Löcher voneinander (meist ab 0,28 mm Dot-Pitch) bestimmt die Schärfe der Abbildung.

Bei einem 14" Monitor muss so der Elektronenstrahl maximal 786.432 Punkte bestreichen um den Bildschirm zu füllen, was mehrmals innerhalb einer Sekunde geschieht. Der Elektronenstrahl, beziehungsweise 3 Strahlen des Farbmonitors wandern dabei zeilenweise über den Bildschirm. Es sind bei unserem Beispiel 14" Monitor, 768 Zeilen, die abgetastet werden müssen und bei einem größeren Monitor noch entsprechend mehr.

Das alles muss so schnell geschehen damit, auch durch den Nachglüheffekt des Phosphors, mit der schnellen Wiederholung ein ruhiges Bild entsteht. Die untere Grenze für gute Darstellung, wieder für unser Beispiel, liegt bei 70 Hz (Bildwiederholrate), was heißt, dass 70 mal in der Sekunde die 768 Zeilen oder 786.432 Punkte abgetastet werden. Eine ganz schöne Geschwindigkeit.

Um das Bild zu vervollständigen, wird bei dieser Geschwindigkeit die Intensität der drei Strahlen für jeden Bildpunkt so festgelegt, dass die Abbildung in der festgelegten Farbe entsteht, wofür der Prozessor zusammen mit der Grafikkarte zuständig ist, beide brauchen zusätzlich zur Umsetzung der Befehle Treibersoftware.

So, nun weißt Du so etwa, was in deinem Fridolin vorgeht, aber denke nun nicht, Du wüsstest nun alles", sagte Stefan, "der Teufel sitzt immer im Detail. Aber lass es für heute genug sein, es gibt auch noch anderes als Computer. Ich habe morgen einen langen Tag, weil ich auch am Abend zurückfahren muss."

Also saßen wir noch eine Weile zusammen, hörten Musik, plauderten und genossen den Rotwein. Schön, dass keiner von uns rauchte, weil jedes Zimmer auch Schlafzimmer war, das wir auch bald benutzten.

An diesen zwei Tagen hatte ich außer über Fridolin auch für mich etwas Wichtiges gelernt. Neugierde lohnt sich. Fast jeder erzählt gerne von seinen Erfahrungen, wenn man freundlich fragt, aufgeschlossen ist und interessiert zuhört. Überhaupt dachte ich, so freundlich wie möglich zu allen sein, zahlt sich bestimmt aus.

Am nächsten Tag sollte für Fridolin und mich der Alltag beginnen.

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Fridolins erster Tag, WinWord Installation
Fridolin war so, wie ich ihn gekauft hatte, mit Windows 95 ausgerüstet, so saß ich vor ihm und schaute auf den Bildschirm. Dort waren einige kleine Bildchen, Symbole. Eine graue Leiste war am unteren Bildrand mit einem Feld "START" am linken Rand. Ein kleiner Pfeil winkte mir zu, hier klicken. Also nahm ich die Maus, sofort wurde Fridolin aufmerksam. 
Aber was ist eine Maus? In ihrem Inneren befindet sich eine Kugel, die nach unten etwas herausschaut und sich so bei jeder Mausbewegung dreht. Über zwei kleine Rädchen, die von der Kugel gedreht wurden und zwei darauf schauende Fotozellen gingen Daten darüber, dass ich die Maus bewegt hatte, an die Schnittstelle. Der Interrupt Nr. 4 hatte "geklingelt", sofort ging der Prozessor auf Empfang, sah nach welches Programm diese Befehle benötigt und leitete sie dorthin. Das Programm sagt dem Grafiktreiber "Achtung jetzt kommen Mausbefehle, zeichne den kleine Pfeil dorthin, wo ich es sage," rasend schnell zeichnete dieser lauter kleine Pfeile, die für mich so aussahen, als würde der Pfeil zügig über den Bildschirm bewegt.

So lenkte ich die Maus auf die Startposition und klickte mit der linken Maustaste darauf. Der Prozessor erkannte den Klick und leitete ihn an das Windows 95 Programm. Dort wurde in einem Verzeichnis nachgesehen, wo war die Mausposition? Aha, dort also, "Startknopf gerückt", da muss Verzeichnis Nr.1 eingeblendet werden, also Bildnummer aus der Datei geholt und bereitgestellt, über den Prozessor Befehl an Graphikkarte Bild 1 darstellen, das alles war in einer 1/100 Sekunde geschehen, kaum hatte ich mit der Maus geklickt, war das Menü zu sehen. Währen sich bei Fridolin alles wiederholte, führte ich die Maus auf den Menüpunkt Programme. Nach dem ersten Klick hatte der Prozessor den Befehl erhalten, alle Mausveränderungen an das Programm XY zu melden, als dort Position VZ ankam sagte es "Bild Nr. 2 einblenden" und kaum war ich mit der Maus auf Programme, da erschien das nächste Menü. So ließ ich mit dem Verändern des Mauspfeils immer neu Menüteile auf meinem Bildschirm entstehen. Ich war erstaunt, was sich alles auf meinem Computer befand.

Irgendwo hatte ich gelesen, Windows95 sei Ereignis orientiert. Jetzt mit der Maus über die Menüs wandernd, begriff ich was damit gemeint war. Kaum war die Maus auf einer bestimmten Position, so passierte etwas ohne, dass ich eine Taste berührte. Natürlich, um eines der Programme aufzurufen, musste ich dieses anklicken. So spielte ich herum und wollte nun beginnen und mit dem Programm WinWord einen Brief schreiben. Wie man mit diesem Programm umgeht, wusste ich schon, da ich in der Firma damit gearbeitet hatte. Aber so viele Menüsich mir anschaute, das Programm fand ich nicht.

Inzwischen gibt es auch optische und  Mäuse mit Fotozellen, die auf fast jedem Untergrund funktionieren sowie Laser-Mäuse  und mit Scrollrad, das das Durchsuchen langer Dateien ermöglicht und mit zusätzlichen Funktionstasten.. Sie können an USB angeschlossen und über Funk und Infrarot (drahtlos) gesteuert werden.

Schnell den Händler angerufen, der sich entschuldigte und zusagte, das Programm schnell zu liefern. Aber wer beschreibt mein Erstaunen, als ich am nächsten Tag das Windows Word Paket öffnete und darin eine silberne Scheibe, eine CD-ROM fand. So ein Laufwerk hatte ich doch gar nicht. Aber dieser Vorfall bestärkte mich in der Absicht, bald eines zu kaufen. Also erneut den Händler angerufen, der sich erneut entschuldigte. Er bot mir eine Diskettenversion des Programms an, die er mir lieferte. Nach dem Auspacken zählte ich 18 Disketten. 

Ein dickes Handbuch schien mir nach kurzem Durchblättern nicht lesenswert. Aber die kurze Installationsanleitung las ich doch zunächst aufmerksam durch und wusste so, dass ich mit Diskette 1 beginnen sollte. Nach Drücken des Startknopfes hatte ich eine Rubrik Ausführen gesehen. Also, dort geklickt, ein neues Fenster tat sich auf.

Gelesen hatte ich, ich solle Setup.Exe ausführen, also schrieb ich mit der Tastatur in das Fenster "Setup.Exe" und war sehr erstaunt, dass sich nun ein Setup Programm mit seinem Fester bei mir meldete, das überhaupt nichts mit WinWord zu tun hatte. Leichte Panik ergriff mich. Als ich den Knopf "Abbrechen" entdeckte, atmete ich auf, führte schnell die Maus dorthin, klickte, nun verschwand dieses Bild wieder. Es war nichts passiert. Noch mal Ausführen und das Bild genau angesehen, da stand nun wieder "Setup.Exe" aber ich entdeckte auch den Schaltknopf "Durchsuchen".

Ich sagte mir: Erst mal nachdenken. Was willst du tun? Auf Diskette, im Laufwerk? Welches Laufwerk? Wie war das? Alle Laufwerke werden mit den Buchstaben A bis Z und einem Doppelpunkt bezeichnet, die Diskettenlaufwerke mit A: und B:, die Festplatten ab C: Also, da Fridolin nur ein Diskettenlaufwerk hatte, musste es A: sein. Im Fenster stand aber "C:\ Setup.Exe C:\" Also, die Festplatte. Darum ging es nicht.

Nun "Durchsuchen" drücken. Oben im Fester stand "Desktop" daneben ein Pfeil, diesen gedrückt, nun sah ich im Fenster auch "Disketten Laufwerk A:", schnell die Maus darauf und gedrückt, Fridolin knurrte etwas, im oberen Fester stand nun "Diskette Laufwerk A:", darunter las ich nun "Setup.Exe". Das musste die richtige sein. Die Maus dorthin und Doppelklick. Das Fenster Ausführen erschien wieder, darin stand "A:\ Setup.Exe." Auf den "o.k." Knopf mit der Maus gedrückt. Nun ging es los.

Das WinWord Setup Programm wurde geladen, schon wieder ein Problem. Das Setup-Programm fragte mich, wo ich installieren wolle und wie, da aber immer auch eine Alternative vorgeschlagen wurde, akzeptierte ich diese und machte es mir einfach.

Nur bei der Registriernummern-Eingabe musste ich eine Pause machen und lernen, dass es beim Computer ganz genau sein muss. Erst einen Bindestrich vergessen, dann einen Abstand. Im dritten Versuch klappte es endlich. Inzwischen war ich schon bei Diskette 3 angelangt. Da ich was zu tun hatte, war die Zeit schnell vergangen, aber nun wurde es langweilig. Ab und zu erschien zwar ein neues Bild, das mir sagte, was das Programm alles kann. Überwiegend musste ich jedoch gelangweilt warten bis wieder das Bild erschien: "Bitte Diskette X Y einlegen". Fridolin knurrte und nudelte vor sich hin, ich wartete. Endlich nach der letzten Diskette sagte mir Fridolin er beende die Installation, ich hatte es geschafft. Aber er meinte, er wolle neu gestartet werden, also tat ich ihm den Gefallen. Start, Beenden, dann Windows neu starten. Dunkel wurde der Bildschirm, Fridolin startete erneut. Nun fand ich unter Start, Programme, MS Word und nach dem Anklicken das mir vertraute Programm. Neugierig, wie ich war, schaute ich mir nun meine Festplatte an und musste feststellen, dass irgend etwas nicht stimmen konnte. Ich hatte 16 Disketten mit 1.4 MB also rund 20MB bei der Installation kopiert, aber der belegte Platz auf der Festplatte war um fast 30 MB angewachsen? Was war da passiert? Mein kluger Freund Stefan, den Sie schon kennen gelernt haben, klärte mich auf. Die Dateien auf den Disketten waren gepackt und wurden nach dem Kopieren entpakt, sagte er Aber ich wollte es genau wissen, was ist Packen? Natürlich erklärte mit Stefan alles.

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Allerlei Arten von Packern
Man ist geneigt, an Möbelpacker zu denken, die bei einem Umzug alles einpacken. So etwas sind die Computer Packer auch, sie machen jedoch vor allem etwas, was bei einem Umzug ungeheuer praktisch wäre, sie schrumpfen alles etwa bis mehr als die Hälfte zusammen. Wie das geht, ist leicht erklärt, am besten an einem Bild, das sich aus zahllosen Punkten oder Bit zusammensetzt, von denen jeder einzelne seine Bedeutung hat. Sehen wir uns einmal eine kleine Ecke des Bildes an, so könnte diese etwa so aussehen: weiß, weiß, weiß, weiß, weiß, hellgrau, hellgrau, hellgrau, dunkelgrau, dunkelgrau..... usw. Wenn wir dafür sagen: 5x w, 3x hg, 2x dg so haben wir schon mindestens die Hälfte des Platzes gespart. Nach diesem Prinzip gehen Packer vor. Sie suchen die Information (Datei) nach gleichen Mustern ab, um diese durch Kurzbezeichnungen zu ersetzen.

Werden die Informationen wieder gebraucht, so werden an die Stelle der Kurzbezeichnungen die Originalbezeichnungen eingesetzt. Diesen Packern begegnen wir bei Installationsdisketten, bei Programmen für das Packen und Entpacken sowie bei der Komprimierung von Laufwerken. Ich sollte bald lernen, dass es gut ist, 3 oder 4 der bekanntesten Packer auf der Festplatte zu haben. Mein Freund Stefan hatte am nächsten Tag mir eine Diskette geschickt mit dem Aufdruck README.TXT lesen, was ich auch tat.

Hallo Walter, auf dieser Diskette findest du WinZip für WIN95, der meiner Meinung nach beste Packer. Installiere mit Setup.Exe. WinZip ist Shareware, bitte denke an die Registrierung.

Ich installierte natürlich WinZip, was ohne Probleme ging. Die Bedienung war so einfach, dass ich zunächst die Hilfe gar nicht brauchte. Nun konnte ich Dateien packen, auch ganze Verzeichnisse und fast die Hälfte Platz sparen. Wenn ich so eine *.Zip Datei mit Öffnen aufrief, konnte ich sogar die darin enthaltenen Dateien, ohne entpacken, ausführen. Ein tolles Programm, das ich auch registrierte und noch oft brauchte.

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Fridolin wird erweitert: Mehr Speicher
Nun wollte ich aber meinen ersten Computertag auch mit einem Erfolgserlebnis abschließen und einen Brief schreiben. Fridolin war noch an, die Symbole von dem Hintergrund schienen mir zuzuwinken, also die Maus gegriffen und das W von WinWord angeklickt. Eine Sanduhr erschien, Fridolin nudelte vor sich hin, das kleine rote Lämpchen, das Festplattenaktivitäten anzeigt, blinkte und blinkte, ganz langsam baute sich das Programm auf. Das war mir vorher gar nicht so aufgefallen, aber nun schien mir das doch ganz schön lange zu dauern.

Ich fing an zu schreiben, voll Stolz auf meine WinWord-Kenntnisse beschloss ich eine Grafik einzufügen. Mit Einfügen Grafik und einfügen Positionsrahmen kein Problem. Aber als ich weiter schrieb, schien es mir als ob WinWord richtig langsam sei. Ich war im Schreiben schon viel weiter als WinWord erst nach und nach die Buchstaben abbildete. Als ich dies noch nicht begriff, hatte ich manches doppelt geschrieben, nach und nach aber gewöhnte ich mich daran. Dachte aber, richtig kann das doch nicht sein. Schließlich war der 4 Seiten lange Brief fertig. Das Drucken funktionierte auch, aber wiederum sehr langsam.

Ich griff zum Telefon, um meinen Freund Stefan anzurufen, den großen Computerfachmann, den ich prompt beim Abendessen störte, also rief er etwas später zurück. Ich dachte bei mir, auch Computerprobleme sollten dich nicht dazu bringen, andere zu stören. Nachdem ich Stefan von meinem langsamen Computer erzählt hatte, fragte er nach noch mehr Einzelheiten. Er sagte schließlich: "8MB Arbeitsspeicher sind ein Minimum für Windows 95. Dabei lagert WINDOWS 95 unendlich viel auf die Festplatte aus und wird damit immer langsamer, um so mehr er tun muss. Du solltest mindesten 16MB besser 32 MB Speicher haben." "Ach du je", sagte ich, "noch mehr Geld ausgeben". Stefan sagte, "erstens ist Speicher zur Zeit billig, aber kaufe nicht einfach noch einmal zwei 4 MB SIMM, sondern bitte deinen Händler diese zurückzunehmen und zwei 8MB SIMM einzubauen, wenn du es dir leisten kannst, nimm gleich zwei 16 MB SIMM. Speicher kann man nie genug haben und so kannst du später beliebig erweitern." Ich überdachte meine Finanzen und beschloss, am nächsten Morgen meinen Händler anzurufen. Was ich auch tat, dabei erfuhr ich, dass der Umtausch in 2x 8MB DM 40.--koste und auf 2X 16MB DM 68,-- zuzüglich DM 50.- für den Umbau, wenn ich den Rechner vorbeibringen würde.

Ich beschloss, dass ich mir 32MB leisten könne, packte Fridolin, ohne Monitor, Tastatur usw. in mein Auto und fuhr zu meinem Händler. Dort sagte ich, ich würde gerne zusehen, was mir ausnahmsweise gestattet wurde. Der Techniker entfernte 6 Schrauben an der Rückseite von Fridolin und hob nun die Gehäuseabdeckung nach vorne, oben ab. Fridolin war nackt. Ich sah erstmals seine Eingeweide. Der Techniker, der meinen erstaunten Blick sah, erklärte kurz: "Dieser Kasten ist das Netzteil, da ist die Festplatte, dort das Diskettenlaufwerk, dieses ist die Hauptplatine, dort darauf der Prozessor, dort die vier weißen Stege, da sitzt der Speicher. Ich löse jetzt mit dem Schraubenzieher die Haltungen und kippe die Speicherbausteine nach hinten", sagte er und zog schon die 2 Speicherbausteine, die er SIMM nannte, heraus. Ein grüner Kunststoffstreifen mit zwei schwarzen Bausteinen, unter viele kupferig aussehende Zungen oder Beinchen. Das war er also der Speicher. Er holte 2 Stück, die genau so aussahen, nur mehr schwarze Bausteine hatten und setzte diese schräg an die Halter an, drückte sie nach vorne, schnapp, schon waren sie drin. Das geht ja einfach, dachte ich, während er einen Monitor und eine Tastatur anschloss und einschaltete.

"Sehen Sie, er zählt bis 32384", sagte er, schaltete wieder aus, setzte die Verkleidung auf, drehte die Schrauben wieder ein, ca. 20 Minuten waren vergangen. Ich bezahlte 108.-- DM und packte Fridolin wieder in mein Auto. Zu Hause angekommen, Monitor und Tastatur angeschlossen, mit Spannung gestartet. Ja, wirklich es war eine reine Freude. Fridolin startete viel schneller, als ich WinWord anklickte, erschien das Programm schnell und Fridolin knurrte kein bisschen.

Also, Stefan angerufen und gesagt: "Danke du hast wirklich recht, mehr Speicher macht unheimlich viel aus". Stefan freute sich mir was erklären zu können. Er sagte:

"Du musst dir das so vorstellen. Windows 95 lädt eine Menge Dateien in den Speicher,um Platz zu sparen, die Dateien oder Dateiteile, die es nicht braucht, in eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte. Es behält nur eine Adresse im Speicher. So bald es die Datei benötigt, wird sie von der Festplatte geladen. Das gleiche passiert, wenn du mit großen Dateien arbeitest. Dann werden auch diese oder Teile gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. So herrscht bei 8MB ein reger Datenaustausch zwischen Speicher und Auslagerungsdatei. Da die Festplatte viel langsamer ist, wird der Rechner um so langsamer je mehr in den Speicher muss." Nun wusste ich wenigstens warum ich 108.--DM ausgegeben hatte.

Heute ist Speicher mit 32 MB fast nicht mehr zu bekommen, 256MB sind Minimum und 512MB bis 1GB fast Standard.

So war ich langsam mit Fridolin vertraut geworden. Jeden Tag beschäftigte ich mich 2 bis 3 Stunden mit ihm. Er machte alles was ich wollte, ohne zu klagen oder sich zu sträuben. Vieles fand ich sehr praktisch und war recht zufrieden. Erst als ein Kollege in der Firma mich fragte, welche Soundkarte ich hätte und er, als ich antwortete ich hatte keine, mir von den tollen Möglichkeiten vorschwärmte, wurde ich langsam unzufrieden damit, dass Fridolin nur kurz piepsen kann.

Bei der Installation hatte ich gesehen, dass eine CD-ROM auch nicht schlecht wäre. Darum erkundigte ich mich, was so was kostet. Der Händler bot mir die CD-ROM mit ca. 150.-- DM, die Soundkarte mit ca. 200.-- DM, den Einbau mit ca. DM 100 an. Also zusammen rund 450.-- DM. Er versprach mir aber auch viele Programme zu installieren und mehrere kostenlose CD-ROM mit zu liefern, was er wohl nur sagte, um mir über den Preisschock zu helfen. Ich dachte: "Erst sparen, es gibt ja, außer dem Computer noch andere schöne Dinge, für die ich auch Geld brauche". Es fiel mir schwer, aber ich entschloss mich abwarten.

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Fridolin fängt an zu sprechen und zu hören
Ganz gut war es, dass ich nicht dem ersten Impuls nachgegeben hatte, denn nun fing ich erstmals an, Computer Zeitschriften zu lesen, vor allem alles das, was über CD-ROMs und Soundkarten geschrieben wurde. Zugegeben erst war ich mal total verwirrt, es gab CD-ROM von 6x bis 32x für SCSI für IDE. und für Soundkartenanschluss. Auch die Preise waren recht unterschiedlich.

Also wieder meinen Freund Stefan angerufen, der sagte mir: "Eigentlich kannst du ab 8x alles nehmen, besser jedoch 24x, das bezeichnet die Geschwindigkeit, aber eine 8x CD-ROM ist nicht doppelt so schnell wie eine 4x. Wenn du aber Programme von der CD abspielen willst, sollte das CD-ROM Laufwerk so schnell wie möglich sein". Letzteres, dachte ich, brauche ich nicht, also war 8x wohl ausreichend. Stefan hatte noch gesagt: "Windows 95 kennt nur 3 CD-ROM, wenn du nicht SCSI wählst, so suche dir eine aus die WINDOWS 95 kennt, sonst hast du leicht Treiberprobleme".

Ich wusste noch nicht, was ein Treiberproblem war, also dachte ich, besser vermeidest du solche schlimmen Dinge und fragte weiter und was ist mit Anschlüssen? Er sagte. "Wenn du nicht mehr als 2 Festplatten willst, könntest du leicht IDE. nehmen, denn du hast 4 Anschlüsse im Rechner. Aber weil unter Umständen die CD-ROM die Festplatte bremst, rate ich davon ab. Wenn es irgend geht nehme SCSI, ruhig mit einem einfachen, preisgünstigen SCSI Adapter, um SCSI kommst du auf die Dauer doch nicht herum. Aber denke daran, dass die Soundkarte mindestens 16 Bit Anschluss hat, sonst bekommst du leicht Interruptprobleme." Das Telefongespräch hatte lange genug gedauert. Bescheid wusste ich nun, aber was 16 Bit mit den Interrupts zu tun hatte, war mir nicht klar.

Ich studierte Prospekte, fand ich schließlich heraus: 8 Bit sind kurze Karten, die in den ersten Teil der AT-Slots passen und 16 Bit sind lange Karten, die den ersten und zweiten Slotteil belegen. 8 Bit Karten können nur die Interrupt 0-7 belegen 16 Bit Karten dagegen können die Interrupts 0 bis 15 belegen. Da sah ich in einer Zeitung die Anzeige, CREATIX Multimediapaket "Der König der Löwen", 16 Bit Soundkarte mit 8x CD-ROM, Mikrofon und 2 Lautsprecher mit viel Software, Sonderpreis DM 349.-- Was hatte der Händler mir gesagt? Ca. 450.-- da konnte ich doch 100.-- DM sparen und warum nicht bei einem Versand kaufen? Einbauen müsste ich doch selbst können. Froh zweihundert Mark sparen zu können, wurde ich leichtsinnig und beschloss gleich zu bestellen. Die Anzeige lag noch aufgeschlagen da. Ich suchte die Telephonnummer, dachte, siehe da, eine Hotline haben die auch und rief an. Es war ein Ferngespräch, so war es ziemlich teure Musik, die mir auch nicht richtig gefallen konnte, die mir da einige Minuten ins Ohr tönte. Ich wollte schon einhängen, da wurde ich gefragt, was ich wünsche.

Scheinbar hatte mich die Musik etwas verwirrt, es fielen mir viele Wünsche ein, aber da fiel mein Blick auf die Anzeige und ich sagte. "Ich möchte das Angebot Creatix der König der Löwen bestellen". "Einen Moment", klang es zurück, das Telefon knackte und ich hatte Herrn Wunschmann am Telefon. Der sagte, nachdem ich meinen Wunsch wiederholt und er Namen Adresse und Geburtsdatum abgefragt hatte: "Vielen Dank für den Auftrag" und hängte ein. Ich war über die Frage nach meinem Geburtsdatum, so erstaunt gewesen, dass ich ganz vergessen hatte, nach dem Liefertermin zu fragen. Will er mir etwa zum Geburtstag gratulieren oder sind da etwa Sexspiele dabei, dachte ich und rief schnell noch einmal an.

Nach nur einer Musikminute hatte ich wieder einen Kollegen von Herrn Wunschmann an der Leitung, der sagte "Moment, ich schaue im Computer nach", nach einigem Klacken in der Leitung ", Ja, da ist Ihr Auftrag und das Gerät ist am Lager, also wird es in den nächsten Tagen kommen". Schön, dachte ich und fing an zu warten. Eine Woche war vergangen, nichts war gekommen, also noch einmal Herrn Wunschmann angerufen, der nach 2,5 Musikminuten zu sprechen war. Auch er schien, wie es sich klackend anhörte, im Computer zu suchen und dann sagte er: "Es tut mir leid, aber da war der Lagerbestand nicht richtig verbucht. Ihr Auftrag ist im Rückstand."

Während ich darüber nachdachte was wohl ein Auftrag im Rückstand macht, klackte wieder der Computer und Herr Wunschmann sagte, "Die Ware trifft in den nächsten Tagen ein und selbstverständlich wird Ihr Auftrag sofort ausgeliefert." Na ja, dachte ich und fing erneut an zu warten. Nach einer weiteren Woche klingelte UPS bei mir und der UPS-Mann sagte, ich habe eine Nachnahme für 374.-DM. 350.-- DM hatte ich zwar zurückgelegt, aber mein Barbestand war auf 13.-- DM zurückgegangen. "Nicht schlimm", sagte der UPS-Mann, "ich komme Morgen wieder". Das war zwar nett, aber passte mir gar nicht, da ich etwas vor hatte und nun am nächsten Tag warten musste bis UPS vorbei kam. Schließlich hatte ich aber das Paket, aber zum Auspacken kam ich erst am nächsten Tag.

Nun lag es also vor mir das Paket, ich öffnete es, was ich sah waren lauter kleine weiße Kunststoffchips in denen ich wühlte. Schließlich hatte ich eine Rechnung und einen schönen bunten Karton in Händen. Leider war ich etwas unachtsam, die weißen Chips hatten sich überall im Wohnzimmer verteilt. Es dauert fast eine viertel Stunde bis ich diese widerspenstigen Dinger wieder in den Karton verfrachtet hatte. Ich sah mir die Rechnung an und las 25,00 DM Versandpauschale, das ganz kleingedruckte hatte ich in der Anzeige übersehen. Nur noch 75,00 DM gespart, dachte ich, und las was auf dem bunten Karton stand. Die Inhaltsangabe sagte Karte, CD-ROM, Handbücher, Lautsprecher und Kabel aber nichts vom Mikrofon. Sollte da noch etwas im Karton sein? Diesmal vorsichtig gewühlt, fand ich noch einen kleinen Karton mit einem Mikrofon.

Nun ging es an das endgültige Auspacken, alles war kunstvoll in dem Karton verteilt und bald lag eine Menge von Gegenständen auf dem Tisch. Die vielen Innen- und Außenverpackungen hatte ich entfernt und in den Versandkarton getan, der nun nicht mehr zuging. Umweltfreundlich ist das aber nicht, dachte ich, während ich die Verpackungen zusammenfaltete um den Karton schließen zu können, der nun wieder voll in den Abfall kam. 6 Handbücher lagen vor mir, eine Diskette, 5 CD-ROM und natürlich die Geräte. Erfreulicherweise fand ich einen Zettel für die CD-ROM Installation, ein kleines Heft für die Soundblaster Installation und ein etwas dickeres zur Einführung. Mein Entschluss das, alles erst einmal zu lesen, war viel wert, wie es sich herausstellte.

Etwas schlauer geworden, mindestens wusste ich wo was steht, fing ich am nächsten Morgen an. Der Rechner wurde auf einen leeren Tisch gestellt, eine Büchse für Schrauben und ein Kreuzschlitz- Schraubenzieher, das war meine Ausstattung. Auf dem Nebentisch lagen die ausgepackten Teile bereit. Das war nun das erste Mal, dass ich Fridolin alleine öffnete und anfing ihn von innen kennen zulernen. Das dies nur der Anfang einer großen Entdeckungsreise werden sollte, war mir nicht bewusst. Aber, dass es ein tolles Erlebnis werden würde ahnte ich. So fing ich mit viel Selbstvertrauen an, zum erstem Mal die Schrauben zu lösen..

Wie man das Gehäuse abnimmt, hatte ich ja beim Händler gesehen. Das war schnell geschafft. Nun sah ich, dass Platz für das CD-ROM Laufwerk vorhanden war. Ich dachte, ganz oben ist am besten aber ich brauchte 30 Minuten bis ich dahintergekommen war, wie man die davor sitzende Kunststoffabdeckung entfernt. Nun schob ich das CD-ROM-Laufwerk ein und befestigte es mit den vier dabei liegenden Schrauben.

Dann suchte ich Platz für die Soundkarte, es waren noch 2 Slots frei, ich entfernte die vor einem liegende Abdeckung. In meinem Tatendrang wollte ich die Soundkarte schon einsetzen, da aber fiel mir ein, dass ein Jumper einzustellen war. Das war der CD-ROM Jumper, er musste auf Mitsumi eingestellt werden. Nun aber Karte rein, mit etwas Wackeln ging das ganz gut, nun wollte ich die Kabel anschließen. Aber meine Finger waren zu dick. Also Karte wieder heraus. CD-ROM-Kabel und Soundkabel eingesteckt, die erfreulicher Weise nur in einer Richtung eingesteckt werden konnten, die Karte wieder mit Mühe eingesteckt und festgeschraubt. Jetzt wollte ich die beiden Kabel mit der CD-ROM verbinden, aber das Kabel war zu kurz. Dann kommt die CD-ROM einfach tiefer. Also abschrauben, herausnehmen und Kunststoffabdeckung wieder anbringen, was gar nicht einfach war. Danach weiter unten Kunststoffabdeckung entfernen. Nun hatte ich schon etwas Übung. Ich schob das Laufwerk ein, um zu sehen, ob die Kabel passen. Dabei stellte ich fest, dass das Anbringen der Kabel gar nicht einfach war. Wo sollte der Strom herkommen, zwei Stromkabel waren zwar frei, aberreichten nicht bis zum CD-ROM Laufwerk.

Beschaffungspause, ich musste daher erst einmal eine Stromkabelverlängerung kaufen und ging in ein Kaufhaus mit Computerabteilung. Dort sah ich rot gelb, schwarze T-Kabel, kaufte eines. Es war nun erst einmal Zeit für ein kleines Mittagessen.

Danach die Stromkabelverlängerung angebracht, das CD-ROM Laufwerk ganz in das Gehäuse geschoben, an das hinten herausragende Ende nun die Kabel anschließen. Das war gar nicht so einfach und ich fummelte ganz schön bis nun alle drei Kabel mit der CD-ROM verbunden waren. Das Hineinschieben und Anschrauben war hingegen fast ein Kinderspiel. Froh, dass dies geschafft war, besah ich mein Werk und dachte 75,00 DM hast Du gespart und 5 Stunden gearbeitet ein schlechter Stundenlohn, aber auch viel Erfahrung gewonnen. Also Rechner zugeschraubt und neu gestartet.

Schon bald sagte WINDOWS 95 "Neue Komponente erkannt" und installierte die Soundblasterkarte. Als es nach einer Diskette verlangte, wurde mir klar, dass ich gar nichts von Windows 95 bekommen hatte. Also meinen Händler angerufen, dem ich natürlich nichts von meinem Fremdgehen sagen wollte. Der sagte, "natürlich eine OEM CD-ROM können sie haben, die habe ich nicht mitgegeben, weil Sie kein CD-ROM Laufwerk haben". Ich sagte: "Ich habe gerne meine Sachen komplett", und holte die CD-ROM ab.

Aber nun hatte ich ein Problem. Offensichtlich brauchte Windows 95 Dateien um die CD-ROM zu lesen, aber die waren auf der CD-ROM, die Windows 95 nicht lesen konnte, weil es keine Dateien dafür hatte. Bei der Soundkarte war auch eine CD-ROM, die WINDOWS 95 nicht lesen konnte. Was tun? Also rief ich meinen Freund Stefan an, der unglücklicher Weise in einer anderen Stadt lebt, aber der einzige PC-Fachmann ist, den ich kenne.

Stefan sagte "Na, Junge,da hast Du aber ganz schöne Probleme. Hast Du keine Diskette bekommen?", "Doch" sagte ich. "Was ist darauf ? ist dort eine Setup.Exe oder Install.Exe ?", ich antwortete "Moment" und nach einer Weile "es ist eine Mitsumi Treiber Diskette 1.51 Reinsehen kann ich nicht", sagte ich, weil ich einfach den Explorer in der Aufregung nicht fand.

"Wahrscheinlich hast Du Glück", sagte er, "und es ist eine Setup.Exe drauf. Drücke beim WINDOWS 95 Start F5 und Starte WINDOWS 95 abgesichert. Rufe die Setup.Exe auf, die wird dann die Treiber in Autoexec.Bat und Config.Sys installieren. Starte danach WINDOWS 95 erneut. Du kannst so auf die CD-ROM zugreifen und die notwendigen Treiber von der WINDOWS 95 CD-ROM installieren. Installiere auch über Software in der Systemsteuerung alle Multimedia-Programme. Danach entferne wieder aus Autoexec.Bat und Config.Sys, das was das Setup hineingeschrieben hat."

Ich war froh, einen so klugen Freund zu haben und dachte, was machen nur Anwender ohne so einen Freund?

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, ich tat, wie mir Stefan geraten hatte. Es war fast Mitternacht, als ich die Lautsprecher standen angeschlossen auf dem Tisch, Fridolin die ersten Klänge entlockte. Am nächsten Morgen kam die Feinarbeit, die Lautsprecher links und recht vom Bildschirm anbringen, Kabel verlegen, das Durcheinander beseitigen, und dann sollte es los gehen.

Die Löwen CD eingelegt und gespannt auf mein erstes Multimedia Erlebnis gewartet. Nichts passierte von selbst. Als ich mir die CD-ROM mit dem Explorer ansah, fand ich eine Setup.Exe. Das Programm wollte unbedingt einige Dateien auf meine Festplatte kopieren. Das kann ja schön werden, dachte ich, denn ich wollte mir noch mehr CD-ROM zulegen. Schließlich war es soweit und eine neue Programmgruppe entstanden. Ich klickte auf den Löwen, Musik ertönte das Bild baute sich auf und zitterte.

Es zitterte ganz fürchterlich. Das ging nicht mit rechten Dingen zu. Vor Schreck schaltete ich Fridolin ab. Wartete etwas, startet. Tatü Ta Ta. Das ganze Windows 95 Bild zitterte. Was hast Du wohl falsch gemacht, dachte ich, soll ich Fridolin wieder aufschrauben?

Aber ich rief erst einmal wieder Stefan an. Der fragte, "Was hast Du alles gemacht?". Ich erzählte, als ich bei den Lautsprechern ankam, sagte er, "das wird es sein. Stelle mal die Lautsprecher etwas entfernt auf und teste noch einmal." Ich tat wie Stefan geraten hatte und siehe da, Win95 wackelte nicht mehr. Meine Multimedia Abenteuer konnten beginnen. Was ich alles sah und wie sich das abspielte will ich später erzählen, aber nach vielen CD´s bleibt ein Buch ein Buch und eine Zeitschrift eine Zeitschrift, beide sind nicht durch eine CD-ROM zu ersetzen, aber prima zu ergänzen.

So ist es zum Beispiel hervorragend einen Zeitschriftenjahrgang auf einer CD-ROM zu erhalten und die bis dahin gesammelten Hefte, dann zum Altpapier zu geben. Aber auch da kommt es darauf an, wie die CD-ROM gestaltet wurde und welche Nachschlage- und Suchfunktion sie bietet. CD-ROM-Gestaltung ist ein weites Feld, auf dem viele noch vieles lernen müssen.

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Fridolin geht in die Fremde, Das Modem
Wenn ich eine Zeitung aufschlug oder auch im Fernsehen oder Radio, immer hörte oder las ich etwas von der Datenautobahn, was das wohl war? Und was es da alles gab, Provider und Datendienste und, und. Es war Zeit, mal wieder Stefan anzurufen und ihn zu fragen. Er sagte: "Du solltest mit T-Online oder BTX anfangen, Homebanking ist eine feine Sache. Danach würde ich Dir zu AOL oder CompuServe raten, aber fange erst einmal mit einem Modem an, da ist immer Software für alles dabei. Und kaufe Dir ein vernünftiges 33.600 Modem oder 56K Modem damit wir uns per Datenautobahn unterhalten können."

Das nächste war meinen Händler anzurufen, der sagte: "So knapp 200 DM oder etwas mehr kostet es. Wenn Sie was vernünftiges haben wollen, das ELSA Microlink 36.6 TQV für 220.-- kann ich Ihnen empfehlen und gleich liefern". Ob wohl ich am Monatsende ziemlich knapp bei Kasse war, sagte ich: " o.k. das nehme ich" und holte es am Abend ab.

Denken Sie immer daran, dass wir uns im Jahr 1988 befinden, heute kostet ein gutes 56K Modem  um 50 €  und    DSL ist weit verbreitet

Wieder hatte ich einen Karton mit Plastik Innenteil, ein Handbuch, eine CD-ROM zwei Kabel, ein Netzteil und eine kleinen Blechkasten mit einer Lämpchen (Dioden) Reihe an der Vorderseite. Das war das Modem. Das Netzteil kam in eine Steckdose und sein an einem langen Kabel befestigter Stecker in das Modem. Dem Handbuch entnahm ich, dass das Telefonkabel in das Modem und eine TAE - Dose kommt. Da fiel mir ein, dass der Telekomtechniker mir eine Dreifachdose eingebaut hatte, in der das Telefon und der Anrufbeantworter steckten. Ich kroch unter den Schreibtisch, fand in dem Leitungsgewirr die Dose, richtig ein Anschluss war noch frei, das Telefonkabel passte hinein. Das Problem war gelöst. Das dickere Kabel sollte das Modem mit der seriellen Schnittstelle des Rechners verbinden. Der passende Anschluss am Modem war schnell gefunden, aber wo war er am Rechner? Wohl auf der Rückseite. Ich schaute, fand nur einen der passend war und der war mit COM2 beschriftet, der musste es sein. Der Stecker passte. So, nun fingen auch am Modem drei Lämpchen an zu blinken. Sie waren mit Power, das war Strom und zu verstehen sowie DSA und CTS beschriftet, was das und die geheimnisvollen Buchstabenkombinationen an den anderen Lämpchen bedeuten sollten, wusste ich nicht. Ich blätterte das Handbuch mehrmals durch, nichts stand darin. Es war sicher von Jemandem geschrieben, der alles wusste, nur hatte er leider vergessen zu sagen, was die Lämpchen bedeuten. Was soll es, dachte ich, das wirst Du noch heraus bekommen. Startete Fridolin wieder, dabei sagte er, er hätte ein neues Gerät erkannt, als er fertig war, hatte er das Elsa - Modem richtig installiert ohne dass ich einen Finger gerührt hatte.

So hatte nun Fridolin ein Modem. Bevor ich mich mit der ELSA-CD-ROM befasste, fiel mir ein: "du hast doch aus einer Zeitschrift eine CD-ROM mit dem T-Online Programm, da kannst du ja gleich probieren".

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Fridolin wird Banker, T-Online
Das Setup-Programm installierte ohne Probleme das T-Online- Programm, ich wählte automatisch konfigurieren. Die Schnittstellen wurden geprüft, an COM 2 das Modem richtig erkannt, eine Probeverbindung aufgebaut, geprüft und die Installation war beendet. Soweit so gut, was mich störte, dass die ganze Konfiguration für 28.800 bps erfolgte, mein Modem aber 36,600 bps konnte.

Na, ja, das kannst du später berichtigen, dachte ich. Schaute gleich mal unter Programme nach, dort fand ich unter T-Online 2 Textdateien, "T-Online", "T-Online Gastzugang", "T-Online-Internet-Dialer" und "Sofort - Anmeldung". Das ist sicher das wichtigste um an dein Geld zukommen, dachte ich und las erst einmal die Informationsdateien. Sehr aufschlussreich war das nicht. Aber eine Information über das Ändern auf 36.600 Baud fand ich, auch einen Hinweis, dass WinWord mit einer Fehlermeldung ungültiger Dynalink Aufruf (was ist das???) starten würde und dass ich Ole - Dateien löschen und WinWord neu installieren soll. Das ist ja eine nette Bescherung. Schnell WinWord gestartet, welche Freude, kein Problem. Aber misstrauisch blieb ich doch.

Trotzdem nun T-Online Gastzugang. Das funktionierte und ein umfangreiches Menü wurde mir angeboten. Aber was ich auch von den angezeigten schönen bunten Titelseiten von  Bundestag bis Microsoft auswählen wollte,  immer erschien "Auswahl nicht unterstützt" Gastzugang war wohl nicht die richtige Bezeichnung. Ich fühlte mich wie ein Gast, der vor der Türe stehen gelassen wurde. Allerdings war ich von dem, was ich durch das Schlüsselloch sehen konnte, war in seiner Vielfalt recht beeindruckt. Also wählte ich nun sofort - Anmeldung und las erfreut, dass ich einen 10 täglichen kostenlosen Zugang und DM 10.-- Benutzergebühr erhalte, wenn ich eine Anmeldung ausfülle. Die monatlichen Gebühren sollten 8.-- DM betragen und eine jederzeitige Kündigung möglich sein. Das kannst Du riskieren, dachte ich, und meldete mich an. Direkt anschließend war ich nun in T-Online konnte meine Entdeckungsreise beginnen.

Ich sah mir verschiedene Anbieter an und stellte fest, dass vieles nicht kostenlos war. Es gab die Möglichkeit für die Programmbenutzung pro Minute oder pro Seite bis DM 9.99 zu bezahlen. Ein Glück, dass mir das gleich aufgefallen war, weil eine Gebührenmeldung bestätigt werden musste. Insbesondere musste ich mich oder besser mein Portemonnaie vor den Sex und Pseudo- Sexangeboten hüten, die recht zahlreich waren.

T-Online  hat inzwischen das Inkasso für Anbieter eingestellt. Neben Kreditkarten und Abbuchungen vom Konto gibt es zur Zeit viele Versuche für "Cybergeld".

Gut fand ich die Telefonauskunft, die in der einfachen Ausführung kostenlos war. Das schleppen dicker Telefonbücher kannst du dir sparen, dachte ich. Die Fahrplanauskunft der Bahn war auch eine feine Sache, allerdings mit dem Haken, dass die Minute 30 Pfennige kostete. Die dpa Nachrichten waren auch interessant. Ich konnte, wenigstens zum Teil, schon heute lesen was morgen in der Zeitung stand.

Als ich sah, dass meine Bank auch im T-Online vertreten war, plante ich gleich einen Besuch dort für den nächsten Tag ein.

Bei der Bank sagte mir ein freundlicher Mitarbeiter: "Sie können Ihr Konto vollständig über T-Online führen, das hat für sie folgende Vorteile: Anstelle der täglichen Kontoauszüge empfehle ich monatliche Zusendung. Ihre Überweisungen, die sie Online ausführen kosten nur die Hälfte. Über unser T-Online Programm können Sie auch Sparbeträge oder Festgeld anlegen und uns auch Wertpapier Dispositionen übermitteln, kurz alles erledigen. Sie bekommen eine Geheimwort zum Zugang (PIN) und ein Bogen mit Transaktionsnummern (TAN). Für jede Aktivität mit uns müssen Sie eine Transaktionsnummer eingeben, die danach ungültig wird. Wenn Sie die Geheimnummer und die Transaktionsnummern sicher verwahren, ist auch Ihr T-Online Konto absolut sicher".

Eine feine Sache, dachte ich,die auf jeden Fall Geld spart und änderte mein Konto, was schnell ging "Sie können natürlich auch jeder Zeit alles wie bisher ausführen", sagte der Sachbearbeiter und versprach mir alle Unterlagen in den nächsten Tagen. Klar, dass ich gespannt war. Rechtzeitig zum Wochenende, bekam ich einen dicken Umschlag von der Bank. Darin war die Geheimnummer, ein Bogen mit 5-stelligen Transaktionsnummern und eine Bedienungsanleitung für das T-Online Programm der Bank.

Schon beim Lesen der Anleitung, stellte ich fest, dass ich nun meine Bank zu Hause hatte. Kontoauszüge, tagesaktuell und bis 3 Monate zurück, Überweisungen, Dauerüberweisungen, Standardüberweisungen, Geldanlage, Bestellungen und vieles mehr war möglich. Ich hatte mir zwei Rechnungen aufgehoben und nun begann das Homebanking Abenteuer. T-Online Starten, die Programmseite (12stellig) eingeben, danach die Kontonummer, dann die Geheimzahl, endlich war ich im Programm. Ich schaute mir meinen Kontoauszug an, der auf dem Bildschirm gut aussah, aber nicht höher war als bisher. Ausdrucken und in Datei speichern funktionierte gut. Das Ausfüllen der Überweisungen war einfach, das Einsetzen der Transaktionsnummer schloss den Vorgang ab. Ich beendete das Programm. Schnupperte noch etwas im T-Online, um dann die Bank erneut anzuwählen.

Siehe da, die beiden Überweisungen standen nun in meinem Kontoauszug, und mein Guthaben war geringer geworden. Eine richtig gute Sache, dachte ich, wenn nur die Anwahl etwas einfacher wäre.

Am Abend rief ich Stefan an und erzählte ihm meine T-Online Erfahrungen, wie immer hatte mein Freund die richtigen Ideen. "Du kannst mir auch über T-Online schreiben", sagte er und nannte seine T-Online Nummer. "Mit der Anwahl hast Du eine Makro Option. Wenn Du dort aufzeichnen wählst, werden alle Deine Maus- und Tastatureingaben so lange aufgezeichnet, bis Du beenden wählst. So entsteht ein Programm, das Du unter irgendeinem Namen speichern kannst. Wenn Du Makro ausführen wählst, kannst Du alles wiederholen.

Aber zwei Tipps: Schaue es Dir an, übe danach mit einem anderen Programm, dann wähle die Bank an und schreibe Dir jeden Schritt auf . Danach erst wiederhole dies mit Makroaufzeichnung. Übrigens schau Dir mal den WDR-Computerclub an. Da kannst Du kostenlos Software laden."

Nun hatte Stefan meinen Ehrgeiz geweckt. Ich schaute mir alles an. Wählte T-Online an, Makro aufzeichnen, dann ging ich zu dpa, las zwei Nachrichten, ging wieder zum Hauptmenü von dort zum WDR-Computerclub, schließlich Makro beenden und speichern als TEST. Dann Makro ausführen "Test.Mkr" wählen, schon wiederholte sich alles automatisch über dpa zum WDR-Computerclub. Nun ging ich mit der Bank so, wie Stefan es empfohlen hatte und gab dort die Kontonummer und die Pin- Zahl ein. Makro- Beenden. Dann Makro ausführen, Es kappte. Ich war richtig stolz. Ich hatte mein erstes Programm erstellt und es funktionierte.

Klar war mir, dass nun jeder der sich auskennt, jetzt in mein Konto schauen könnte, wenn er an Fridolin heran kann.. Aber wer kann schon an Fridolin heran kommen und kennt sich aus um ihn zu bedienen. Aber selbst wenn, bleiben immer noch die Transaktionsnummern um mein Konto zu schützen. Also habe ich keine Bedenken.

Nach dem Abendessen wollte ich Stefan über T-Online schreiben, dass alles geklappt hatte, aber er war schneller. Als ich T-Online startete, stand da "Wartende Mitteilungen", als ich mit der Auswahl 80 zum Mitteilungsempfang ging, erhielt ich folgende Nachricht von ihm:

Hallo lieber Walter, das ist seit langem, T-Online hieß noch BTX, die erste T-Online Mitteilung, die ich schreibe. Obwohl eine Nachricht nur 30 Pfennige kostet und schnell übertragen wird, sind es zwei Gründe. Man kann mindestens mit diesem Telekom - Programm nicht Offline schreiben, darum bin ich nur noch ein bis zweimal in der Woche im T-Online. Du wirst noch lernen, dass es bessere Möglichkeiten gibt. Herzliche Grüße von Deinem Freund Stefan.

Ich schrieb natürlich zurück um mich zu bedanken, was ich, wie Stefan sagte, Online tun musste. Ansonsten mit Homebanking, Telefonauskunft und den vielen anderen Möglichkeiten war T-Online für mich eine große Erweiterung. Fridolin war damit noch enger mit mir und meinem Leben verknüpft.

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Computer Zeitschriften, ich lerne Caroline kennen.
Ich wollte natürlich mehr über Fridolin wissen. So fing an, mich auf dem Markt der Computerzeitschriften um zu sehen. Mir war früher schon aufgefallen, dass es zu bestimmten Gebieten viele sich ähnelnde Zeitschriften gab. Ich hatte den Eindruck, dass das insbesondere zu Themen wie Herz, Schmerz, Königshäusern und Sex so war. Aber als ich anfing mich nach Computerzeitschriften umzusehen, musste ich feststellen, dass es wohl zu keinem Gebiet so viele gab, wie zu Computern. Um so mehr ich mich dort umsah, um so mehr stellte ich fest, dass unter diesen Zeitschriften viel Gemeinsames besteht. Zunächst einmal konnte man die, sagen wir, Mai Zeitschrift mit den aktuellsten Informationen bereits Anfang bis Mitte April kaufen, es fiel mir auf, dass alle immer, unter anderem ,gleiche oder ähnliche Themen behandeln, die unterschiedlich intensiv dargestellt werden.

Kürzlich hatte ich Caroline Schmiedt kennen gelernt. Sie hatte mir erzählt, dass sie Zeitungswissenschaft in München studiere, ich fand sie nett, aber sie war ziemlich weit entfernt, so hatte ich die Bekanntschaft nicht vertieft. Nun aber rief ich sie an, da sie noch in Berlin war, lud ich sie für den nächsten Abend zum Abendessen ein, was sie auch ohne lange Diskussion annahm.

Da sie mitten in der Stadt wohnte, sagte ich, dass es wohl am einfachsten ist, wenn ich sie abhole. "Gut," sagte sie "um 19 Uhr einfach klingeln, ich komme schnell runter".

Da, je nachdem wie man es sieht, Pünktlichkeit eine meiner guten oder schlechten Eigenschaften ist, war ich bereits 10 Minuten vor 19 Uhr in der Uhlandstraße. musste mir also 12 Minuten, die Straße ansehen, dann noch bei den vielen Namenschildchen für Vorder- Mittel- und Gartenhaus, die richtige Klingel raussuchen, um pünktlich 19.03 zu klingeln.

"Schmiedt, ja bitte",tönte es blechern aus dem Türlautsprecher, ich sagte, "ich möchte Fräulein Caroline abholen". "Ja, sie kommt gleich", tönte es zurück. Das Treppenhauslicht ging an, die Tür auf, da war Caroline und sagte: "Guten Abend, wie komme ich denn zu der Ehre der Einladung". Ich sagte: "Ob es eine Ehre ist, wird sich noch herausstellen, aber nach welchem Essen haben Sie denn Lust deutsch, französisch. Italienisch, spanisch, chinesisch, indisch?", fing ich an aufzuzählen, als sie nicht gleich antwortete. Mit meiner Aufzählung war ich noch nicht am Ende, als sie sagte: "Indisch gegessen habe ich noch nie, das wäre mal interessant".

"Da weiß ich ein gutes Restaurant nicht weit in der Bleibtreustraße. Na dann los" und auf dem Weg sagte ich, "es gibt dort, wie fast überall fast richtig indisch oder deutsch indisch mit Messer und Gabel. In Indien isst man mit den Fingern und mit Fladenbrot, viel Gemüse, weniger Fleisch und alles sehr scharf mit wenig Pfeffer und Salz. Wollen wir richtig indisch essen?" "Ja, das wäre prima", sagte sie und da waren wir schon da.

Wir wurden an einen guten Platz geführt, studierten mit Hilfe des Kellners die lange Speisekarte, bestellten ein indisches Essen und dazu deutschen Wein. Aber über indische Lokale und indisches Essen wollte ich ja nicht schreiben, also weiter mit der Unterhaltung während des langen Essens. Caroline frage, etwas ironisch: "Nun aber noch mal, wie komme ich denn zur der Ehre der Einladung?" "Von wegen Ehre", sagte ich, "natürlich, hatte ich außer dem Gedanken, dass Sie hübsch und interessant sind, auch Ihr Studium im Kopf und Fragen, die mir beim Kennen lernen der Computerzeitschriften gekommen sind."

"Na dann los" sagt Caroline, "das Thema haben wir kürzlich in einem Seminar behandelt, daher kenne ich mich etwas aus." "Prima" sagte ich. "Warum erscheinen denn die Computer Zeitschriften mindestens 2 Monate vorher?"

"Der komische Erscheinungstermin, kommt vom Kiosk Verkauf. Es ist jedoch nicht nur bei den Computerzeitschriften so. Der Nachahmungstrieb spielt natürlich auch eine Rolle. Man denkt, dass die Mai Zeitschrift ab Mitte Mai nicht mehr zu verkaufen ist, und dass es lange dauert bis die Zeitschrift bei allen Kiosken ist. Das war einmal eine richtige Theorie, bei der die Abonnentenauflage der Maiausgabe Ende April ausgeliefert wurde.

Da aber an vielen Kiosken die neue Zeitschrift bereits eine Woche nach Auslieferung also Mitte April zu sehen war, schrieen die Abonnenten und beschwerten sich. So wurde schließlich die Abonnentenauflage mit der Kioskauflage ausgeliefert.

Es gibt eigentlich keinen guten Grund mehr für diese Unsitte, aus der aber keiner heraus kann, weil der Wettbewerb es auch nicht tut.

Die ganze Geschichte wird noch schlimmer, wenn man bedenkt, dass die Zeitschriftenherstellung etwa 6 Wochen für redaktionelle Arbeit, Umbruch und Druck dauert, für Umbruch und Druck alleine etwa 3 Wochen. Die Anfang April ausgelieferte Mai Ausgabe wurde also bereits Mitte März redaktionell abgeschlossen. Die Redaktionen müssen sich viel einfallen lassen, damit die Maiausgabe wirklich aktuell aussieht." Ich staunte, wie viel hinter einer so kleinen Frage steckt. Sah aber auch, dass es Caroline richtig Spaß machte, mir etwas zu erklären, und dass Ihr das indische Essen und der Wein gut schmeckten. Ich sagte Ihr, wie toll ich Ihre Erklärung fände,schon ging es weiter.

"Redaktionen beziehen Ihr Wissen in großem Umfang von den Herstellern, ein weiterer Personenkreis, von dem sie Material erhalten sind Autoren, die Ihre Artikel anbieten, seltener Autoren, die von Redaktionen beauftragt werden, über bestimmte Themen zu schreiben. Schließlich kommen die eigenen Ermittlungen der Redaktion und die von Redakteuren behandelten Themen. Während die eigenen Ermittlungen der Redaktion bei Zeitschriften aus vielen Quellen, auch von Korrespondenten kommen, sind dies bei Computerzeitschriften fast überwiegend eigene oder beauftragte Tests.

Für Computerzeitschriften wie für andere Fachzeitschriften und fast die ganze Presse gilt, dass Redaktionen von den Anzeigenabteilungen unabhängig sind, aber auch indirekt von der Anzeigenabteilung abhängen, denn die Anzahl der Anzeigen bestimmt den Umfang des Heftes sowie den Redaktionsetat mit. Ebenso hängt die Anzeigenabteilung von der Redaktion ab, denn nur wenn die Bedeutung und Auflage der Zeitschrift groß genug ist, bekommt diese genug Anzeigen. Beide sind unabhängig, hängen aber voneinander ab.

Es gibt ein ganz großes Dilemma aller Fachzeitschriften, das auch bei den Computerzeitschriften vorhanden ist. Die besten Fachleute sitzen nun einmal bei den Computerfirmen. Wer könnte zum Beispiel besser über Qualitätsanforderungen an Graphikkarten schreiben, als der Konstrukteur eines deutschen Herstellers von Graphikkarten, der zusätzlich die Unterstützung eines schreibgewandten Mitarbeiters der Marketingabteilung bekommt? So einem Artikel kann, wenn neutral aufgemacht, keine Redaktion widerstehen. Aber der neutralste Artikel schildert mindestens die Marketingstrategie der Firma des Verfassers.

So hängen Fachredaktionen weitgehend von den Informationen und Materialien ab, die sie von der Industrie erhalten. Ist die Behandlung des Materials auch unterschiedlich, so brauchen Sie sich daher über weitgehend gleiche Themen nicht zu wundern. Die bessere Presseabteilung erreicht auch mehr Presseberichte."

"Wissen Sie wie viel Computerfachzeitschriften es gibt?", fragte ich und sie sagte: "Knapp 40 mit Auflagen um 200.000 Exemplaren, einige viel weniger und ganz wenige darüber."

Wir waren inzwischen beim Nachtisch mit Mangofrüchten angelangt, über Reden und Essen war es 23 Uhr geworden.

Bei dem abschließenden Kaffee erzählte Caroline weiter. "Da ich ja auch einen Computer habe und Computerzeitschriften lese, kann ich Ihnen auch sagen, warum in den Computerzeitschriften immer die Tests von den neuesten und teuersten Rechnern stehen, so als würden Sie und ich uns immer wieder neue Computer kaufen. Der Grund ist, weil der Vergleich kompletter Computer am einfachsten ist, und die Firmen ihr "Flaggschiff" gerne zur Verfügung stellen, weil sie darauf stolz sind."

Da das gute Abendessen vorüber und mein Wissensdurst gestillt war, besuchten wir noch eine interessante Kneipe in dem Torbogen der S-Bahn Station in der Nähe, plauderten über vieles aber nicht mehr über Computer, dann brachte ich Caroline nach Haus. Wir beide sagten uns, dass dies ein sehr netter Abend gewesen wäre. Da Caroline bald wieder nach München fuhr, meinte sie, sie wolle sich in den nächsten Semesterferien bei mir melden, natürlich notierte ich ihre Münchener Adresse.

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Fridolin fängt an umweltfreundlich und sparsam zu werden
Je mehr ich mich an Fridolin gewöhnte, um so öfter schaltete ich ihn an. Aber ich hatte auch gehört, dass dauerndes An- und Ausschalten ungünstig wäre. Also befasste ich mich mit dieser Frage und den Möglichkeiten, Strom zu sparen.

Im Setup hatte ich eine Green-Einstellungsseite gefunden. Obwohl vieles für mich böhmische Dörfer waren, fing ich an zu experimentieren. Ich erreichte auch, dass Fridolin schlafen ging. Der Monitor wurde schwarz, in seinem Inneren war nichts mehr zu hören, Strom sparte das, aber es gelang mir nicht Fridolin wieder aufzuwecken. So sehr ich auch die Maus bewegte, die Tasten drückte oder Tasten auf der Tastatur drückte. Fridolin schlief nicht, er war scheintot. Sehr beruhigt war ich, dass er nach aus und wieder einschalten ohne Probleme funktionierte. Aber nach vielen Versuchen, die 3 Stunden dauerten, traute ich der Greenfunktion nicht mehr. In dem Katalog eines Elektronik Versandes fand ich einen "Power-Manager" für 90.-- DM, den ich mir bestellte. Die Stromzuleitung ging über einen Hauptschalter an 7 Steckdosen, die ihrerseits ein- und ausgeschaltet werden konnten.

Als das Gerät nach wenigen Tagen kam, steckte ich den Rechneranschluss, den Monitoranschluss, die Netzgeräte für Modem und Lautsprecher in je eine Steckdose. So konnte ich nun alles beliebig ein- oder auszuschalten.

Nun machte ich es mir zur Gewohnheit Modem und Lautsprecher nur einzuschalten, wenn ich sie brauchte,. wenn ich Fridolin verließ, den Monitor abzuschalten. Das schien mir genügende Stromersparnis zu bringen. Außerdem konnte ich nun nachts das Tatütata der Soundkarte abstellen. Ich dachte bei mir, einfache Elektrotechnik und etwas basteln ist doch besser als komplizierte Programme. Ich beschloss Green zu vergessen.

Da Windows 95 einige nette Bildschirmschoner beinhaltet, die ich nun leider gar nicht mehr brauchte, wählte ich Marquee und gab ein " Bitte Bildschirm abschalten". So konnte mich Fridolin immer erinnern.

Übrigens gefiel mir das so gut, dass ich mich durch die Eingabe eines neuen Textes auch an anderes erinnern lies.

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In die weite Welt der Online-Dienste- CompuServe
Stefan hatte gesagt, halte Dich nicht so lange in T-Online auf, lerne erst einmal die anderen Dienste kennen, entscheide Dich da. nach, was Du weiter tust. Ich hatte im Laufe der Zeit aus PC-Zeitschriften eine CompuServe CD-ROM und auf einer anderen CD-ROM das AOL Programm bekommen. Jedes mit 10 Freistunden als Schnupperzugang. Ich beschloss erst einmal CompuServe zu versuchen. Die Installation des WinCIM Programms von der CD-ROM war einfach, zumal die Anwähldaten für Berlin 030 691 000 enthalten waren. Es freute mich, dass es ein Ostsanschluss war. Die Registrierungsnummer und das Passwort hatte ich auf der CD-ROM-Tasche gefunden.

Nachdem ich das alles eingesetzt hatte, kam der große Augenblick, das Modem wählte, ich war im CompuServe. Als erstes begrüßte mich eine Willkommensseite mit interessanten Informationen, die ich lesen und bestätigen musste, dann musste ich einen Fragebogen nach Name, Adresse, Bankverbindung und Telephonnummer ausfüllen. Danach bekam ich eine neue Benutzernummer und ein neues Passwort mitgeteilt. Da ich diese auf der nächsten Seite einsetzen musste, lernte ich erneut, dass es beim Computer auf jedes Detail ankommt. Erfreulicher Weise konnte man zurückblättern und neu ausfüllen. Aber ich brauchte 4 Versuche bis ich begriff erste Zeile Komma, zweite Zeile Punkt. Nun konnte ich mit dem Besuch der Foren beginnen, die im persönlichen Menü des Hauptmenü vorgegeben waren.

Inzwischen (Ende 2000) wurde CompuServe von AOL übernommen und hat alle Foren geschlossen. Was wohl der Anfang von Ende dieses Dienstes ist. Aber es gibt nun gute Foren im Internet. Zum Beispiel von mir auf http://www.pchilfe.org
Wieder ein Jahr weiter ist CompuServe zu einem Zugangsanbieter - tagsüber billig, nachts teuer - geworden.
In 2007 hat sich AOL wieder zu einem Inhalte-Anbieter gewandelt.

Was mir sofort gefiel, war der einheitliche Aufbau der Foren. Jedes Forum hatte 3 Hauptsektionen, Mitteilungen, Dateien und Gesprächsplätze, innerhalb deren die Foren unterschiedlich in spezielle Sachgebiete unterteilt waren. Meist gab es um die 20 Diskussionsgebiete und um die 20 Dateigruppen. Zunächst hatte ich mir vorgenommen, die deutschen Foren über Computer und Zubehör kennen zulernen. Das waren entweder Foren von Herstellern, Anbietern oder Verlagen sowie einige unabhängige Foren. Durch die gleichbleibende Einteilung konnte man sich leicht einen Überblick verschaffen. So konnte ich schnell herausfinden was mich interessiert.

Die Herstellerforen waren wohl am besten geeignet, um Hilfe bei Problemen mit Produkten des Herstellers zu finden oder Informationen über die Produkte des Herstellers zu erhalten. Die freien und die Verlagsforen waren da wesentlich vielseitiger. Dort gab es neben technischen Fragen "Meine Soundkarte brummt", Themen wie "Frauen und Computer" oder "Mein Urlaub in USA".

So ein Thread (Nachrichtenzweig) sah etwa so aus: Einer hatte sein Problem geschildert oder seine Meinung zu einem Thema gesagt. Er konnte danach ziemlich sicher sein, dass irgend jemand zu seinem Problem oder seiner Meinung Stellung nahm. War es ein ergiebiges Thema, so konnten es auch drei oder vier Antworten sein,. denen wieder geantwortet wurde. So entstand, dies immer weiter fortsetzend, eine richtige Diskussion, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtete.

Erschlagen war ich von den großen Angebot an Dateien, nur die Diskussionssektionen, die ich am Morgen, es war 8 Uhr, besuchte waren alle leer. Sicher fand sich erst am Abend dort jemand ein.

Auf den ersten Blick war ich so von CompuServe recht angetan weil ich mich auf Anhieb zurecht fand. Ich hatte ja nun meine 10 Freistunden und meine E-Mail-Adresse (100120,1047 falls Sie mir schreiben wollen), so war das erste nach dem Kennerlernbesuch an Stefan eine Email zu schreiben.

Gelernt hatte ich schon, dass man nichts Online tun soll, was man Offline tun kann. Also startete ich das WinCIM Programm, wählte "Nachrichten schreiben". Nach dem Eingeben von Stefans Adresse und Übernahme ins Adressbuch ging es los:

Betrifft: Ich bin erreichbar.
Hallo lieber Stefan,
wie von Dir empfohlen bin ich nun CompuServe Schnupper Mitglied. Auf den ersten Blick gefällt mir alles sehr gut, Installation und Registrierung waren einfach. Nun freue ich mich auf Deine Antwort. Es ist jetzt 9 Uhr bei schönem Wetter. Herzliche Grüße Dein Freund Walter.

Versenden, dann das Programm mit Mail Versenden gestartet. Nach 10 Sekunden Verbindung, war die Mail versandt. Ich hatte schon wieder was gelernt. Eine einzelne Mitteilung versenden ist ziemlich unwirtschaftlich. Weder den Telekomtakt, noch den CompuServetakt hatte ich richtig ausgenutzt. Aber auch so waren mit 12 Pfennigen für die Telekom. (CompuServe schnuppern war kostenlos) die Kosten sehr gering. Aber es ist unbedingt besser, Aktivitäten zusammen zu fassen.

Als ich am Nachmittag erneut CompuServe anwählte, hatte Stefan schon geantwortet.

Hallo lieber Walter, Schön, dass wir uns nun über CIS unterhalten können. Deine Nachricht war um 10 Minuten nach 9 Uhr schon in meinem Briefkasten. Hier nun gleich einige Tipps: Sehe Dich in einigen Foren um, aber wähle Dir eines oder zwei aus und schreibe dort und beantworte dort Fragen. Wenn Du Dich nach einiger Zeit dort "zu Hause" fühlst, fein. Sonst wechsele und tue Gleiches in einem anderen Forum, solange bis Du Deine Heimat findest. Jedes Forum hat unterschiedliche Sysops und Mitglieder, die Dir gefallen oder nicht. Ich fühle mich im CHIP - Forum wohl, dort treffen wir uns sicher, Aber speichere auch andere interessante Foren im persönlichen Menü. Viel Spaß beim Surfen Dein Freund Stefan.

Was ist ein Sysop, war die Frage, die beim Lesen dieser Nachricht entstand. Aber ich wollte Stefan nicht schon wieder fragen und dachte, das findest Du schon heraus. Ich nahm mir vor am Abend noch einmal ins CompuServe zu gehen und mir das Chipforum anzusehen. 22 Uhr, WinCIM aufgerufen, Anwahl, keine Verbindung, Abgebrochen, das vier Mal. Ich wollte schon aufgeben, da endlich klappte es. Allerdings hatte ich den Eindruck, als ginge alles etwas langsamer. GO CHIP zunächst wurde ich gefragt: Beitreten? Warum nicht. Forumsname? Warum brauche ich den? Offensichtlich wird so die Möglichkeit geboten einen speziellen Namen für das Forum zu wählen. So konnte man anonym bleiben, was ich nicht wollte. Einfach Enter gedrückt, ich war im Forum.

Die Aufteilung war auf den ersten Blick ganz ansprechend, also auf Hinzufügen geklickt um das Forum dem "Persönlichen Menü" hinzu zu fügen. In die Diskussionssektionen geschaut, siehe da jetzt war da Betrieb. Ich wählte zuhören und lauschte oder besser las eine wirre Diskussion.

>>Habe ich mir gedacht< < RS ist denn die Mitsumi Soundkarte wirklich besser ?>>GB Du musst den Eintrag in die Config.Sys machen>> >>AF: Danke.>> >>GB das kommt darauf an welche>> >>DE: Was ist denn hier los?>>

Es ging wohl um Soundkarten und Probleme mit der Config.Sys. Ich beendete WinCIM wieder und begann eine Forumsnachricht zu schreiben

Forum CHIP, Bereich Kommunikation An: Alle Hallo, ich bin neu hier und habe gleich eine Frage: Am Morgen komme ich ohne Probleme in CompuServe, aber jetzt am Abend musste ich x-mal wählen, bis es klappte. Kann mir Jemand sagen warum, oder was ich falsch mache. Danke und Grüße Walter Scheffel

Trotz der guten Vorsätze versuchte ich gleich, die Nachricht zu versenden. Ich musste jedoch wieder 6x anwählen bevor es klappte.

Am nächsten Morgen gleich: GO Chip: Wartende Nachrichten. Lesen:

Hallo Walter, Herzlich Willkommen im Chipforum. Du findest hier viele, die Deine Fragen beantworten, ich hoffe Du fühlst Dich hier wohl. Nun zu Deiner Frage: Am Abend sind nicht nur die Europäer im CompuServe, sondern auch die Amerikaner (6 bis 8 Stunden später) beginnen sich dort umzusehen. So wird es überall eng. Es liegt also nicht an Dir./schüüüüüß Barbara {SysOp}..

Erfreut las ich die schnelle Antwort, aber dann fiel mir wieder ein "Nicht ONLINE tun, was man OFF-LINIE tun kann. Nachricht speichern, schnell noch einige Nachrichtenzweige anschauen, interessante Diskussionen ankreuzen und laden, WinCIM Verlassen.

Jetzt Offline, die Nachricht noch einmal lesen. "Siehe da, eine Frau und die duzt Dich gleich, wie eine liebe Freundin, ob die anbandeln will?",dachte ich.

Las aber danach die anderen gespeicherten Nachrichten da fiel mir sofort auf, alle duzen sich, also einzubilden brauchst du dir nichts, das ist hier so üblich. Aber ungewohnt ist es doch.

Etwas darüber nachdenkend fiel mir ein, woher das wohl kommt. In USA redet man sich generell in der Firma und wohl auch den Datendiensten mit dem Vornamen an. Du und Sie kennt man nicht und so wurde wohl bei uns einfach das Du gewählt, weil dies mit dem Vornamen verknüpft ist. "Warum eigentlich nicht Sie und Vornamen", dachte ich, aber auch "an das Du kannst du dich sicher gewöhnen".

Da Barbara so nett geantwortet hatte schrieb ich gleich Offline einen Brief,. einfach auf Beantworten geklickt und schreiben.

Hallo Barbara, Danke für Deine nette Antwort und Begrüßung. Ich habe mich gefreut, gleich den Sysop kennen zulernen.
Aber kannst Du mir sagen was ein Sysop tut? Herzliche Grüße Walter Scheffel

Die anderen Nachrichten, die ich gelesen hatte, waren ganz interessant, und einen Tipp für Windows 95 konnte ich gleich verwerten. Aber ungeübt wie ich war, ergab sich keine Antwort.

Also WinCIM gestartet, GO CHIP, schon wieder waren wartende Nachrichten da. Erst einmal die Nachricht an Barbara versenden, danach die wartenden Nachrichten speichern. Das alles hatte knapp eine Minute gedauert, wurde also mit 12 Pfennige Telefongebühren erledigt.

Wieder Offline las ich die neue Nachricht. Bernhard schrieb mir.

Hello Walter, Zu Deiner Frage ein paar zusätzliche Infos: Wenn Du CompuServe anwählst, wirst Du sofort über Frankfurt am. Main mit einem Rechnernetz in Columbus, Ohio USA verbunden. Alles was Du siehst, befindet sich dort auf einem Rechner bzw. seinen Festplatten. Wenn Du Dich zum Beispiel im Chipforum mit mir unterhältst, geht alles von Berlin über Frankfurt nach USA und von dort über Frankfurt zurück zu mir nach Hamburg und umgekehrt.
Daher verringert ein starker Besucherzugang in USA auch hier in Deutschland die Leistung. 
Viel Spaß im CompuServe Bernhard

Toll, dachte ich, ohne dass ich ihn gefragt habe, informiert er mich. Also schnell geantwortet:

Hallo Bernhard, danke für Deine Informationen, riesig nett, dass Du mir geschrieben hast. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mit CompuServe in USA befinde. Toll, wie das alles geht. Gleich noch eine Frage. Was muss ich tun um eine bestimmte Datei zu finden? Freundliche Grüße Walter Scheffel

Jetzt begriff ich langsam, was den Reiz des aktiven Online sein ausmacht. Plötzlich konnte ich überall hin Kontakte und Gesprächspartner finden.

Mit ganz anderen Augen sah ich nun Fridolin an, der mir solche Kontakte vermittelte.

Trotz aller guten Vorsätze wählte ich am Abend erneut CompuServe an. Dieses Mal klappte es nach dem fünften Mal anwählen. Die Nachricht an Bernhard versandt und schnell geschaut, wer alles im Forum ist. Sieh da. Da ist Barbara, schnell mal angefragt, ob sie mit mir sprechen möchte, keine Antwort, noch mal, keine Antwort und schwups, war sie weg. Schade, dachte ich, verließ CompuServe und schrieb Offline an Barbara.

Hallo Barbara, Ich war eben 21.30 im Chip und habe gesehen, dass Du auch da warst. Aber Du wolltest nicht mit mir sprechen. Habe ich etwas falsch gemacht? Herzliche Grüße Walter Scheffel

Als ich am nächsten Morgen Online ging, was ohne jedes Problem schnell geschah, hatte ich drei Antworten, die ich in Ruhe Offline las.

Hallo Walter, ein Sysop, ist ein Mitarbeiter des Forumsbetreibers, der für alles im Forum verantwortlich ist. Ihm helfen die As.Sysops, wie der Name sagt Assistenten, ferner Sektion Leader die eine bestimmte Sektion betreuen und Helper (Helfer). Aber denke nicht, dass das alles Angestellte im üblichen Sinne sind. Alle, auch ich, machen die Arbeit ehrenamtlich. Meist erhalten sie jedoch den kostenlosen Zugang zu den Foren. Wir tun die Arbeit, weil sie uns Spaß macht./schüüüüüß Barbara {SysOp}

Hallo Walter, tut mir leid, dass wir nicht miteinander sprechen konnten. Ich war mit einem OLR unterwegs. Ich denke gerade, dass Du gar nicht weißt was ein OLR ist. Ein Offline Reader, ist ein Programm, dem Du Offline alles sagen kannst, was es im CIS tun soll. So zum Beispiel gehe in das Forum x , lese dort alle Überschriften der neuen Nachrichten aus den festgelegten Sektionen, lade die Beschreibungen der neuen Dateien oder lade eine bestimmte Datei. Das alles natürlich auch für mehrere Foren mit unterschiedlichen Aufgaben. Das Programm geht in CompuServe, , während Du Kaffee trinkst, führt es alle Arbeiten alleine aus, das spart natürlich viel Zeit und Geld. Aber ansprechen kannst Du mich dabei natürlich nicht. Wir verwenden NAVCIS, das Du Dir in einer Testversion auch hier laden kannst. /schüüüüüß Barbara {SysOp} 

Hallo Walter, in CompuServe kommst Du mit GO FILEFIND zu einem Programm mit dem Du unter verschiedenen Suchbegriffen im gesamten CompuServe Dateien finden und auch gleich laden kannst. Eine sehr praktische Einrichtung. Grüße Bernhard.

Natürlich beantwortete ich diese Nachrichten. Langsam begann mich in CompuServe einzugewöhnen. Ich plante für den Morgen und den Abend je eine Stunde ein, um Nachrichten zu empfangen, zu beantworten und um mich etwas weiter umzusehen.

Dabei wollte ich auch versuchen mal in das viel gerühmte Internet zu gehen, wozu man Winsock Verbindung anklicken musste, aber das brachte gleich einen Winsock-Fehler ein. So beschloss ich, das Internet auf später zu verschieben.

Am nächsten Tag, ich lernte CompuServe immer besser kennen, sah ich, dass mit GO Bahn eine Fahrplanauskunft zu erreichen war, die nichts extra kostete. Sie war, wie ich fand, auch einfacher zu bedienen als das Bahnprogramm in T-Online.

Die Welt war für mich ein Stückchen weiter geworden, Fridolin hatte mir dazu verholfen. Also schrieb ich, natürlich per E-Mail, an Stefan:

Hallo lieber Stefan, Der Tipp mit CompuServe und Chip war goldrichtig. Ich habe schon nette Kontakte und gute Erfahrungen. Ich werde wohl in CompuServe bleiben. Schaue mir aber in den nächsten Tage AOL und eine Mailbox an. Herzliche Grüße von Deinem Freund Walter.

Da mir der Gedankenaustausch mit E-Mail so viel Spaß machte, dachte ich an Caroline in München. Da ich nur Ihre Postadresse hatte schrieb ich einen Brief, schilderte etwas meine Erlebnisse, fragte ob sie eine E-Mail Möglichkeit hätte, sagte, wie gut mir der Abend mit ihr gefallen hätte. Natürlich teilte ich ihr auch mit, sie erreichen mich unter 100120.1047@compuserve.com

Jetzt ist meine E-Mail-Adresse info@pchilfe.org   

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Das "schwache" Geschlecht im Netz
Als ich heute in CompuServe ging war eine E-Mail von Caroline in meinem Briefkasten.

Hallo ja ich bin auch zu erreichen unter CarolineSchmiedt@aol.com. Habe leider wenig Zeit. Herzliche Grüße Caroline.

Erst dachte ich, na, eine kurze Nachricht, aber dann hatte ich das Problem erkannt. Wir waren beide noch per Sie, nun aber plötzlich Online per Du, das wollte sie sicher umgehen, dabei kam so etwas Gequältes heraus. Also schrieb ich.

Guten Tag Caroline, ich denke noch gerne an den gemeinsamen Abend, wenn wir Gelegenheit gehabt hätten uns noch mal zu treffen, hätte ich bestimmt gefragt ob wir uns nicht duzen wollen. Also sage ich jetzt, bitte, bitte lass uns zu Du Online und Offline übergehen.

(Alles Folgende in Sie umwandeln, wenn Sie nicht einverstanden sind.)

Liebe Caroline, ich würde mich sehr freuen wenn wir unseren Gedankenaustausch hier, in Berlin oder München fortsetzen könnten. Ich habe den Abend mit Dir sehr genossen. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. Was macht Dein Studium? Herzliche Grüße Walter

Bereits am nächsten Tag hatte Caroline geantwortet.

Lieber Walter, ich finde es toll wie Du mein Problem erkannt hast, natürlich akzeptiere ich gerne das Du und freue mich auf unseren weiteren Kontakt. Da ich das Glück gehabt habe neben dem Studium in einem Verlag arbeiten zu können, ist meine Zeit wirklich etwas knapp. Aber zu einigen Zeilen reicht die Zeit immer. Das wollte ich Dir schnell sagen, aber ich melde mich bald ausführlicher. Dir wünsche ich einen schönen Tag. Hier erst einmal Online, was Du Offline auch noch bekommst, :*.Herzliche Grüße Caroline

Das war eine richtig schöne E-Mail, die ich - auch wegen des Versprechens - ausdruckte und neben Fridolin aufhängte.

In den nächsten Tagen schaute ich mich mal etwas bewusster in den Netzen um. Dabei konnte ich feststellen, dass es erstaunliche Unterschiede gab. Zunächst sind weibliche Teilnehmer viel seltener als männliche.

Stellt ein weiblicher Surfer eine Frage so, kann sie sicher sein mindestes 50% mehr Antworten zu erhalten, als ein männlicher Surfer auf die gleiche Frage erhalten hätte. Fast alle haben schon schlechte Erfahrungen (anbaggern usw.) gemacht. Das erzählte auch Caroline in der nächsten Mail.

Lieber Walter, so vor einem Jahr bin ich erstmals Online gegangen. Teilweise habe ich mich recht lange dort umgesehen. Das machte mir richtig Spaß, bis ich mich an mehreren Diskussionen beteiligte. Ich war recht unvoreingenommen und schwatzte wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aber was ich fast immer zu hören bekam war, entweder der direkte Versuch anzubandeln oder sogar zotiges. So habe ich nach und nach die Lust verloren. Ich bin immer seltener Online gegangen.

Jetzt ist es aber schön, jemanden zu haben, den man kennt. Sagmal, wie sind denn Deine Online Erfahrungen? Herzliche Grüße Caroline

Natürlich antwortete ich gleich:

Liebe Caroline, ich habe - bis auf wenige Ausnahmen - gute Erfahrungen gemacht. Dabei habe auch Frauen kennen gelernt (nur Online), die als Sysop oder Surfer souverän im Netz sind. Dabei übersehen sie, wie ich glaube, mit genügend Selbstvertrauen manches.

Natürlich ist das auch eine Mentalitätsfrage. Wenn ein Mann hinter einer Frau herpfeift, kann diese denken: Schön, dass Jemand mich bewundert, oder Unverschämtheit. Wenn Sie ohne sich umzusehen weitergeht, wird nichts weiter passieren. Aber sie ist im ersten Fall fröhlich im zweiten verärgert. Was man übrigens in südlichen Ländern gut lernen kann.

Es ist leider so, dass sich auch im Netz alle Arten von Menschen herumtreiben, dabei erleichtert die mögliche Anonymität manches .

Flirten im Netz ist auch so eine Sache. Ich finde es schön, während ich an Dich schreibe, denke ich an Dich. Da ich eher ein schüchterner Typ bin, fällt es mir leichter etwas zu sagen. Dazu ist die E-Mail - warum eigentlich? - spontaner als der Postbrief.

Also sage ich, dass es unendlich schön wäre Dich wiederzusehen aber, dass es auch schön ist an Dich zu schreiben. Herzliche Grüße und :* zurück. Von Walter

So hatte ich nun zwei ständige Online Begleiter. Caroline und Stefan. Damit wurde meine Verbindung zu Fridolin auch immer enger. Ich konnte mir kaum noch vorstellen, was ich in der Zeit, bevor Fridolin da war, gemacht hatte.

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Multimedia und CD-ROM
Über das "Online" sein, war es mir ganz aus dem Sinn gekommen mich mit den CD-ROM Möglichkeiten näher zu befassen. Fridolin beanspruchte einfach meine Zeit. Aber ich hatte neben ihm ja auch noch vieles andere, das ich erledigen wollte und musste..

Bei der Installation der Programme hatte ich die Möglichkeiten der CD-ROM schätzen gelernt. Vieles ging einfacher und schneller. Ab und zuwaren auch Töne zu hören gewesen, aber ich war viel zu beschäftigt um darauf zu achten.

Nun sagte ich mir, du musst nun diesen Bereich in den Griff bekommen.

Das erste war, über die Systemsteuerung, den Ereignissen Klänge zuzuordnen. Das war leichter gesagt als getan, denn da waren viele Ereignisse unter denen ich mir nichts vorstellen konnte, dazu gab es viel *.WAV Dateien mit Klängen, die ich nicht kannte. Mit Test konnte ich die Klänge probieren. Das mit den Ereignissen musste ich ausprobieren. Ich lernte dabei, dass man leicht des Guten zuvieltun kann.

Schließlich hatte ich allen Ereignissen Klänge zugeordnet. Fridolin begleitete nun fastalles, was er tat mit einem mehr oder weniger guten Klang.

Auf der einen Seite nervte das, hatte aber auch seine Vorteile, so sagte mir die Fanfare bei Datei öffnen, dass Win95 selbst, wenn ich nichts an Fridolin tue, irgend welche Dateien öffnet. Eine Sache, die ich später untersuchen wollte. Schließlich hatte ich ja auch die Möglichkeit mit den Lautsprechern den Ton einfach abzustellen. Später entdeckte ich, dass ein einfacher Klick auf den Lautsprecher, rechts in der Startleiste, eine Lautstärkeeinstellung mit Ausschalter hervorbrachte. Ein Doppelklick erzeugte ein ganzes Menü mit allen Einzeleinstellungen.

Nach dem das getan war, kamen die CD-ROMs an die Reihe, die mit geliefert wurden, sowie zwei CD-ROM, die ich zwischenzeitlich, weil sie interessant und billig waren, gekauft hatte. Dabei hatte ich gleich etwas gelernt. In Büchern kann man blättern, quer lesen, in CD-ROM nicht, da muss man der Werbung glauben. Man stellt erst fest, ob sie was taugen, wenn man sie gekauft hat und sie danach verwendet. Überall wo CD-ROMs verkauft werden, sollten ausreichend Rechner zum Ausprobieren vorhanden sein. Ich hatte so nun 9 CD-ROM seit 3 Wochen da liegen. Durch meine Online Abenteuer hatte ich noch nichts damit gemacht, außer mir mal die Löwen CD-ROM kurz angesehen. Nun sollte es also los gehen.

Die LexiRom Eine Wissensbibliothek mit Meyers Lexikon, den Dudenbänden Rechtschreibung, Fremdwörter, sinnverwandte Wörter, sowie Langenscheidt Deutsch - Englisch, Englisch - Deutsch. Der Inhalt hatte mich gereizt. So hatte ich die CD-ROM, die nicht ganz billig war erworben. Die Installation war einfach, wenn man davon absieht, dass 2 MB Dateien auf die Festplatte kopiert wurden. Dafür war eine kleine Knopfleiste zu sehen, von der man die Bücher einzeln oder alle aufrufen konnte.

Zuvor wurde mir jedoch die CD-ROM und ihre Bedienung in Text, Sprache und Bild erklärt.

Es war schon beeindruckend, wenn man unter "in allen Büchern suchen" die Stichworte aus allen Büchern schnell fand und sich diese nach Anklicken ansehen konnte. In einzelnen Fällen wurde auch eine Tonwiedergabe geboten, so bei Lerche und Nachtigall aber nicht bei allen Tieren und bei vielen englischen Wörtern, aber auch nicht bei allen.

So gut die Wortinformationen waren, so enttäuscht war ich über die wenigen Ton-, Bild- und Videoinformationen. Die wenige Bildinformationen zeigten durch die Vergrößerungsmöglichkeit die Vorteile der Computerauswertung. Gegenüber Büchern mit Nachschlagefunktion ist die CD-ROM wohl überlegen. Besonders gefiel mir, dass man die Nachschlagewerke bei Unklarheiten schnell aus der Textverarbeitung ausrufen konnte. Gut war auch, dass es so schnell möglich war, die Rechtschreibung, Wortbedeutung und die sinnverwandten Wörter nachzusehen.

Tele-Info.In den Zeitschriften hatte ich den Wettbewerb zwischen D-Info und Tele-Info verfolgt. D-Info von einem privaten Herausgeber, der - nach seinen Aussagen - nun die Telefonbücher in China abschreiben ließ und Tele-Info von der Telekom lizenziert. Die Telekom versuchte jede neue D-Info Ausgabe durch die Gerichte zu stoppen. Das gelang jedoch nicht, weil bei der einstweiligen Verfügung schon alles ausgeliefert war. Das Gute an diesem Kampf war, dass nun die Tele-Info CD, die zunächst mehrere 100 Mark kostete, nun auch für 40.-- bis 50.-- DM angeboten wurde.

Ich hatte die Tele-Info CD mit 33 Millionen deutschen Telefonteilnehmern. Auf dieser kleinen CD-ROM waren alle deutschen Telefonbücher. Man konnte nach Postleitzahl, Ort, Vorwahl, Namen, Ort, und Straße mit Hausnummer suchen.

Was ich zunächst einmal feststellte war, wie viel Teilnehmer es mit meinem Namen in Berlin und Deutschland gab - viel zu viele. Danach stellte ich mir eine Liste aller Telephonnummern in unserem Haus zusammen. Danach suchte ich einzelne Telephonnummern, was mit Namen und Postleitzahl oder Namen und Stadt oder Stadt und Straße sehr einfach war und schnell ging.

Wenn man sich vorstellt, diese kleine CD-ROM gegen das Wälzen dicker Telefonbücher, so werden die Vorteile der CD-ROM offensichtlich.

D-Info bietet zusätzlich, das hatte ich bei einem Bekannten gesehen, die Suche nach Telephonnummern. Hat man die Telephonnummer, so kann man dazu Name und Adresse feststellen.

Die deutsche Telekom bietet nun - wenigstens in Berlin, doch ich denke überall - die örtlichen Telefonbücher kostenlos auf CD-ROM an, ebenso die Brachenbücher für DM 10.--. Das wäre ein sehr guter Weg die Anzahl der gedruckten Telefonbücher entscheidend zu reduzieren und so zum Umweltschutz beizutragen. Er müsste nur etwas konsequenter beschritten werden. Aber das kommt sicher in der Zukunft.

So hatte ich nun schon zwei CD-ROM, die in einem Caddy neben Fridolin lagen, damit ich sie,wenn ich sie brauche, einfach schnell in das Laufwerk stecken kann.

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Spiele 
Das ist natürlich ein sehr weites Feld. Bisher herrschten die Spiele für DOS vor, die man nicht so ganz einfach unter Windows 95 zum Laufen zu bringen kann. Microsoft unternimmt große Anstrengungen um Spiele für Windows 95 entstehen zu lassen. Die Erfolge stellen sich langsam ein. Ich war gar kein so großer Spiele Narr und beschränkte mich auf Windows Spiele, die von der Installation her keine großen Probleme machten. Gut dass ich eine neue große Festplatte hatte, denn jedes Spiel kopierte mindestens 2 MB manches mal 20 MB oder mehr auf die Festplatte.

Danach tauchte ich aber in die Multimediawelt ein, wie bei keiner anderen Software. Jedes Programm wollte die anderen in der Graphikdarstellung und der Soundwiedergabe übertreffen. Wirkliche Kreativität tobt sich da aus, natürlich gab es auch die Unterstützung durch Filmsequenzen. Einfach ein Erlebnis, fast für jeden Geschmack gab es etwas, aber auch dort musste man die Spreu vom Weizen trennen.

Da war der Erfahrungsaustausch in den CompuServe Foren eine große Hilfe. Allerdings, der große Spiele-Fan, der nächte-, tagelang damit fasziniert zubringt, wurde ich nicht, wohl auch weil ich mit der Zeit zu sehr geizte. Aber ein Erlebnis war fast jedes Spiel, das ich mir ansah.

Es gäbe natürlich noch viel mehr zu berichten, die CD-ROM Auswahl ist schon unübersehbar groß. Vielen Computerzeitschriften liegen CD-ROM bei. Ein Problem für mich ist noch die Archivierung und vor allem, die Spreu vom Weizen zu trennen. In CompuServe las ich interessante Vorschläge, wie zum Beispiel die Verwendung unbrauchbarer oder schlechter CD-ROM als Getränkeuntersetzer oder Wandschmuck. Es wurde sogar darauf hingewiesen, dass durch das Reinigen der "Untersetzer" in der Spülmaschine, dar Aufdruck beschädigt würde. Das sei nicht schlimm meinte ein anderer, weil bei einer schlechten CD-ROM auch der Aufdruck nicht aufhebenswert sei.

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Bunt und unterhaltsam AOL, Caroline kommt mich besuchen
Auch hier hatte ich eine CD-ROM, die ich Fridolin zum lesen gab aber nichts rührte sich. Beim Ansehen mit dem Explorer sah ich eine AOLSTART.EXE. Nach dem ich diese aufgerufen hatte, wurden mit Sound eine Menge bunte Bilder gezeigt, das Modem gesucht, gefunden und die Installation begann. Nach kurzer Zeit stand auf dem Bildschirm " Sie können AOL nun starten".

Ich war richtig gespannt.

Einstellungen: Berlin gewählt,Verbinden, und danach ging ein langer Online Prozess los, der obwohl ich ihn so kurz wie möglich halten wollte, über 15 Minuten dauerte. Hättest du dies doch am frühen Morgen gemacht, dachte ich. Zuerst die Registriernummer und das Passwort von der CD-ROM eingeben, dann Hinweise lesen, einverstanden, Adresse und Telephonnummer eingeben, Hinweise lesen, einverstanden, Bankverbindung eingeben, Hinweis lesen, einverstanden, neuen Benutzernamen und Passwort eingeben, beinahe hätte ich vergessen, diese zu notieren. Danach war ich in AOL, das Programm fing an Dateien zu laden, als es fertig war, verließ ich es schnell wieder, um die Telefonkosten nicht zu hoch werden zu lassen.

Der erste gute Eindruck von der Installation war durch die lange Online-Prozedur getrübt, aber das will ja nichts sagen. So konnte ich den Abend kaum erwarten.

Am Abend anwählen, der neue Benutzername war vorgegeben, das Passwort musste ich eingeben,ein Glück, dass ich es notiert hatte. Die graphische Anzeige des Anwählens war nett anzusehen. Ich bin in AOL und habe wartende Post. Der Geschäftsführer Herr Büttner begrüßt mich sehr nett. Er empfiehlt, mit String+ K, Safari anzuwählen. Neben dieser netten Begrüßung leider auch die erste Enttäuschung, zunächst keine Möglichkeit die Post zu speichern und Offline zu lesen. Nur Drucken war möglich, aber ich wollte die Papierberge nicht noch vergrößern. Später lernte ich die Kurierdienste kennen. Also Strg+K, Kennworteingabe. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass ich Safari eingeben musste.

Es scheint, als ob ich AOL kritischer gegenüberstehe als CompuServe. Das ist auch wohl richtig. CompuServe begegnete ich unbefangen und nun bin ich Online erfahrener.

Also, Safari eingegeben, durch die Informationen geblättert. Ich kam mir dabei wie ein alter Hase vor, nett anzuschauen, gut gemacht, aber nicht viel gelernt.

Beenden angeklickt, Sie wollen sich abmelden Ja, nein, AOL beenden. Ja, angeklickt Ende. Das ging schnell und gut.

Erneut angewählt. Schon wieder Post. Diesmal war es Andreas Paul, von der Mitgliederbetreuung, der auch allgemeine Hinweise gab. Aber durch die mehrfache Begrüßung fühlte ich mich angesprochen, obwohl es Standardtexte waren.

Inzwischen hatte ich einen Weg gefunden die Nachrichten Offline zu lesen. Datei, Speichern, Name eingeben, o.k. Zwar umständlich, aber wirksam. Nun klickte ich auf Computer, dann auf Windows 95. Die Diskussionsebene scheint das Pinboard zu sein, also mal anschauen.

Da war ich aber enttäuscht, wenige Fragen, noch weniger Antworten, alles kurz und knapp, keine persönliche Note. Antworten nur Online. Das war wohl der Grund. Nein, das war nichts für mich.

Das Angebot von Dateien und Informationen zum Download dagegen reichhaltig. Das wollte ich mir das nächste Mal näher ansehen.

Mein Problem waren die Telefonkosten. Ich hatte Schreckliches darüber gelesen. Telefonrechnung 500 Mark durch Online Dienste und Schlimmeres. Es war ja auch verführerisch, immer Neues zu entdecken, worüber man die Zeit vergisst.

Darum hatte ich mir einfach eine Eselsbrücke gebaut und einen Kurzzeitwecker neben Fridolin gestellt. Sobald ich Online ging, stellte ich ihn auf 5 oder 10 Minuten. Wenn er klingelte, verließ ich das Programm, schnell war ich wieder Offline, so war es leicht die Übersicht zu behalten. Gespannt auf die nächste Telefonrechnung war ich trotzdem.

Der zweite Besuch: zunächst, sagte ich mir, vergleiche Gleiches mit Gleichem, also besuchte ich das AOL Chip-Forum. Zunächst die Nachrichten, wieder wenige, mit wenigen knappen Antworten.

Der Downloadbereich war gut und wesentlich bedienungsfreundlicher ausgestattet. Das Download selbst, schnell und einfach.

Alle ausgewählten Dateien wurden in einem Archiv-Manager gespeichert, dort konnte man Offline oder Online die Kurzbeschreibung lesen, bereits herunter geladene Dateien ansehen oder Dateien zum Download wieder löschen. Die Download-Bedingungen konnten man einstellen, so zum Beispiel, dass geladene gepackte Dateien, nach dem Programm beenden automatisch entpackt und die Archivdateien gelöscht werden. Natürlich konnte man auch mit dem Download beginnen. Eine gute, runde Sache.

Da es so einladend war, ging ich schnell einmal ins Internet, das war unproblematisch und einfach. Aber schnell verließ ich das Internet wieder, um mich nicht zu verzetteln. Ich wollte nicht gleichzeitig auf vielen Hochzeiten tanzen, sondern eines nach dem anderen kennen lernen. Mein Eindruck von AOL war schon positiver.

Zwischen den AOL-Besuchen, war ich natürlich morgens und abends im CompuServe und hatte meistens Post.

Mein Mailwechsel mit Caroline war intensiver geworden wir tauschten mindesten alle 2 Tage unsere Gedanken und Erlebnisse aus. Weil wir uns dabei immer näher kamen, war auch die Lust zu schreiben immer größer, aber auch der Wunsch uns wieder zu sehen. Am Wochenende hatten wir telefoniert, Caroline in der Telefonzelle. Das war natürlich ein ganz anderes Erlebnis, obwohl wir erst etwas Probleme hatten, auf das Sprechen umzuschalten, wurde es ein langes Gespräch, das wir bei 5 DM auf der Anzeige in der Telefonzelle beendeten.

Am nächsten Tag schrieb Caroline:

Lieber Walter, es war eine gute Idee, dass wir Telefonieren verabredet hatten. Besonders schön war es, dass wir uns auch am Telefon so gut verstanden haben.

Schön ist es, wenn man sich so verabredet. Ich wusste Du wartest schon und ich freute mich beim Wählen schon auf Dich. So ist es auch mit E-Mail, die kann ich speichern und lesen, wenn ich möchte und Zeit für Dich habe.

Zu Hause hasse ich es, wenn das Telefon mich aus irgend etwas heraus reißt und ich gezwungen werde mich auf etwas ganz anderes einzustellen. Natürlich würde ich mich aber auch zu Hause freuen, wenn Du mich anrufst, auch wenn ich schlafe oder intensiv lerne, aber so ist es viel schöner.

Ja, auch ich gewinne Dich immer mehr lieb. Hätte ich nicht gedacht, dass das aus der Ferne geht.

Übrigens, Du hast gar nicht gefragt, warum ich mit dem Computer ins Netz kann, aber kein Telefon habe. Das ist leicht erklärt. In meinem Zimmer brauche ich kein Telefon und schließe daher den Rechner an das Telefon des Vermieters an. Da muss ich immer eine lange Strippe ziehen bis ins Wohnzimmer des Vermieters. Ich bezahle die Mehrkosten gegenüber der durchschnittlichen Rechnung, das sind 30-60 DM pro Monat. Meine Vermieter sind nette Leute, aber telefonieren mit Dir ist besser von der Telefonzelle aus. Deine Caroline.

Ich dachte darüber nach, nach München zu fahren, um Caroline zu besuchen, aber die nächsten Tage war das leider nicht möglich, also schrieb ich.

Hallo liebe, liebe Caroline. Ich denke darüber nach, schnell mal nach München zu fahren, weil einfach, nach unserem Telefongespräch, der Wunsch Dich wiederzusehen und in meinen Armen zu halten sehr groß geworden ist. Ich muss sehen, wann es geht, hoffentlich bald. Ich teste übrigens zur Zeit AOL und habe schon einige Male geschaut ob Du im Netz bist. Die globale Suche finde ich gut. Bis bald Dein Walter

Also weiter mit Fridolin und dem AOL kennen lernen. Ich wollte jetzt mal E- Mail versuchen und sendete von CompuServe aus eine E- Mail an INTERNET: W_Scheffel@aol.com.

Beim nächsten Anwählen war meine Post da, ich konnte sie speichern sowie bequem Offline beantworten. Alles war gut und bedienungsfreundlich eingerichtet.

Ich war nun hin und her gerissen, zu mal Caroline AOL- Mitglied war, aber schließlich entschied ich mich doch für CompuServe, war es aus Gewohnheit? Ich denke, die hatte eine großen Anteil aber schließlich gaben wohl die Forumsdiskussionen den Ausschlag. Also schrieb ich AOL eine kurze Kündigung und löschte das Programm.

Als ich wie zur Rechtfertigung ins CompuServe ging, hatte ich neue Post von Caroline.

Hallo liebe Walter, da wir nächste Woche einen Feiertag haben, habe ich mich entschlossen, am Freitag nach Berlin zu kommen. Ich komme mit dem IC um 18.04 am Bahnhof Zoo an.

Nach unserem Telefongespräch ging es mir wie Dir, ich wollte Dich gerne wieder sehen und ... bis bald. Deine Caroline.

Ich schrieb sofort noch Online zurück.

Liebste Caroline, Ich freue mich sehr und hole Dich selbstverständlich ab. Hoffentlich geht die Zeit bis Freitag schnell herum. Dein Walter

Danach sagte ich zu mir und Fridolin, nun aber Staub wischen, Staubsaugen und alles auf Vordermann bringen. Habe ich eigentlich erzählt, wie ich wohne ? Nein, dann aber schnell.

Als ich vor 10 Jahren nach Berlin zog, halfen mir meine Eltern eine kleine 2-Zimmer Eigentumswohnung in Charlottenburg zu kaufen. In einem Gartenhaus (Hinterhaus) 2 Zimmer mit kleiner Küche und kleinem Badezimmer. So was kostete damals 50.000.--DM. Alles hatte ich im Laufe der Jahre renoviert und eingerichtet. Ich hatte ein Wohn- und ein Arbeitszimmer mit Fridolin und in beiden Zimmer einen Bettschrank.

Also hatte ich etwas zu tun, um alles vorzeigefähig zu machen, danach ging ich auf Verdacht etwas einkaufen.

Dann war Freitag, aber der Tag wollte nicht zu Ende gehen. Endlich war es 17.00 Uhr. Ich ging -viel zu früh - zur U-Bahn, die mich in 4 Minuten zum Bahnhof Zoo brachte. Beim Blumenhändler an der Ecke Joachimstalerstraße.kaufte ich eine rote Rose, so war ich eine halbe Stunde zu früh auf dem Bahnsteig. Das waren lange Minuten, bis dann der ICE fast pünktlich kam.

Ich sah den Bahnsteig entlang,suchte unter den vielen Menschen, da war Caroline. Wir sahen uns wohl gleichzeitig, sahen uns an, gingen aufeinander zu, plötzlich liefen wir und hielten uns in den Armen. Caroline hatte den Koffer mehr fallen lassen denn abgestellt, und meine Rose wurde etwas zerknittert.

Wir gingen Arm in Arm, hatten uns viel zu erzählen. Schnell waren wir in der Uhlandstraße, da sagte Caroline, "Ich gehe schnell den Eltern guten Tag sagen, hältst Du solange meinen Koffer und die Rose? Kann aber etwas dauern."

Wir hatten gar nicht darüber gesprochen, aber nun freute ich mich, Caroline wird bei mir wohnen.

Schon kam Caroline wieder, die Zeit war wie im Fluge vergangen. Als wir nach einem kurzen Weg, bei mir angekommen waren und ich ihr alles gezeigt hatte, sagte ich, "Wenn du dich bei Fridolin einrichtest, wird er sich sicher so wie ich freuen." Der Arme wurde in den nächsten Tagen recht stiefmütterlich behandelt, denn natürlich ließ ich nicht Caroline mit ihm alleine und angeschaltet wurde er nur einmal, damit ich Caroline CompuServe zeigen konnte

Zum Anfang

Treffen mit Caroline im WorldsAway
Die Tage mit Caroline waren viel zu schnell vergangen, auf dem Weg zum Bahnhof, sagte ich zu ihr: "Ich weiß gar nicht wie ich die nächste Zeit ohne Dich überstehe", sie sagte, "Lass es uns abwarten, etwas Abstand gewinnen und weiter sehen".

Während wir zusammen waren hatte ich Caroline auch WorldsAway gezeigt und wie man als Avatar sich einen Körper und Kopf verschafft, sie fand das ganz toll. So hatte ich ihr die CD-ROM mit CompuServe und den Zusatzprogrammen mit WorldsAway mitgegeben.

Als ich wieder zu Hause war, stellte ich gleich Fridolin an und schrieb.

Liebste Caroline, noch einmal Danke, dass Du nach Berlin gekommen bist, Danke für die viel zu kurzen, wunderschönen Tage. Eines weiß ich nun sicher: Ich liebe Dich.

Aber Du hast sicher recht,etwas vernünftig sein kann nicht schaden. Natürlich sollst und musst Du Dein Studium zu Ende bringen. Nur etwas Zeit für uns solltest Du dabei einplanen. Ich werde es natürlich auch tun. Uns bleiben ja E- Mail und Telefon. Dein Walter

Mein Liebster, mir ist es auch schwer gefallen, wieder mit dem Studium weiterzumachen, als wäre nichts gewesen, denn tatsächlich hat sich unheimlich viel verändert. Du hast es gut, Du musst arbeiten, aber ich muss mich selbst bestimmen. Aber es ist schön, dass es Dich gibt, und ich weiß, dass Du auf mich wartest.

Lass uns sehen, was wir daraus machen, aber mach es mir nicht zu schwer, weil ich auf jeden Fall das Studium zu Ende bringen will, das kann ich gut nur hier in München.

Ich will morgen CompuServe installiere